Golden State muss warten

Cleveland verhindert Titel-K.o. und träumt vom Comeback

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LeBron James (r.) von den Cleveland Cavaliers jubelt mit seinen Mannschaftskollegen Kevin Love (l.) und Kyrie Irving (M.).

Mit einem furiosen Sieg im vierten Spiel der NBA-Finals gegen die Golden State Warriors hat Titelverteidiger Cleveland Cavaliers den K.o. vorerst abgewendet. Ein Erfolg, der für die gesamte Serie als Initialzündung dienen kann.

Cleveland - LeBron James blieb cool. Unerhört locker feierte der Superstar das "Überleben" seiner Cleveland Cavaliers in den NBA-Finals. Erst Kyrie Irving, dann Tristan Thompson, Kevin Love und zum Abschluss J.R. Smith - jeder wurde vom "King" mit einem eigens choreografierten Siegestanz gewürdigt. James wusste, was seine Mitspieler geleistet hatten. Statt die vierte Pleite gegen die Golden State Warriors und den Titel-K.o. zu betrauern, schöpfte der Champion mit dem ersten Final-Sieg Hoffnung auf ein Comeback wie im Vorjahr.

"Wir waren im Angriffsmodus. Spiel fünf wird schwer, aber wir sind bereit für diese Herausforderung", sagte James nach dem 137:116 gegen die Warriors, die somit mindestens bis zum fünften Duell am Dienstag in Oakland auf die Erfüllung ihrer Titelträume warten müssen. In der best-of-seven-Serie steht es aus Clevelands Sicht 1:3. "Der Job ist noch lange nicht vorbei. Wir sind immer noch in einem Loch, aber das war ein guter Start", sagte Point Guard Irving, der mit 40 Punkten der überragende Mann auf dem Court war.

2016 holten die Cavaliers trotz 1:3-Rückstand den Titel

Die Hoffnung der Cavs ist berechtigt. Vor einem Jahr standen sich die Cavaliers und die Warriors ebenfalls im Finale gegenüber, ebenfalls lag Cleveland nach vier Partien 1:3 zurück. Trotzdem drehte James' Team die Serie. Daran erinnern sich die Fans. Sie skandierten in den Schlussminuten des vierten Duells "Cavs in seven" - sie träumen von einem Erfolg ihrer Mannschaft im siebten Spiel.

Ein Szenario, das nach dem furiosen Sieg nicht mehr unmöglich scheint. Die eigene Entschlossenheit bewies Cleveland gegen die Warriors mit einer ersten Halbzeit für die Geschichtsbücher. Die Hausherren erzielten in den ersten zwölf Minuten 49 Punkte, so viele wie nie zuvor ein Team in einem Spielabschnitt einer Endspielserie. Auch die 86 Zähler bis zur Pause sind unerreicht.

Bestmarke für LeBron James

Auch James hielt sich nicht zurück. Mit 31 Punkten, zehn Rebounds und elf Assists erzielte er sein neuntes Triple Double in einem NBA-Finalspiel und überholte damit den bisherigen Spitzenreiter und Lakers-Legende Earvin "Magic" Johnson. Nebenbei entschied er noch das Duell mit Warriors-Star Stephen Curry für sich. Der Dreierspezialist kam lediglich auf dürftige 14 Zähler.

Die Warriors verpassten im US-Bundesstaat Ohio nicht nur den vorzeitigen Gewinn ihres fünften Titels, sondern auch eine historische Bestmarke. Bei einem Sieg in Cleveland hätten sie die Playoffs als erstes Team der Geschichte mit einer Bilanz von 16:0 ohne Niederlage abgeschlossen. "Wir dürfen dem nicht nachhängen. Das ist vorbei. 16:1 klingt immer noch ganz gut. Vergesst dieses Gerede über die Unbesiegten. Es ist Zeit, unseren Fans eine Show zu liefern", sagte Golden States Shooting Guard Klay Thompson.

SID

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