Qualifikationsrunde gegen Boris Koltsov

Jetzt zählt’s für Horvat: Kasseler tritt bei Darts-WM in London an

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Volle Konzentration: Der Kasseler Dragutin Horvat steht heute Abend auf der großen Darts-Bühne im Alexandria Palace in London. Sein Ziel ist die erste Runde der WM. 

Kassel. Es wird ernst für Dragutin Horvat. Heute steigt der Kasseler Dartsspieler bei der Weltmeisterschaft in London ein. Wir haben mit dem 40-Jährigen gesprochen.

Der Gegner am heutigen Dienstagabend in der Qualifikationsrunde ist der Russe Boris Koltsov. Gewinnt Horvat, spielt er am Abend direkt in der Hauptrunde.

Das erwartet ihn

In der heutigen Abendsession ist das Vorrundenmatch Koltsov gegen Horvat gleich zu Beginn angesetzt. Um 20 Uhr deutscher Zeit (live bei Sport 1) wird der Kasseler unter dem Jubel tausender Darts-Fans die Westhall des Alexandria Palace, dem sogenannten Ally Pally, betreten. „Am Sonntag habe ich zum ersten Mal die Stimmung in der Halle erlebt, und ich muss sagen, es wird unfassbar laut“, sagt Horvat. Im Fernsehen komme die Lautstärke nicht mal ansatzweise so laut rüber. Für das Match ist also höchste Konzentration gefragt.

Um in die erste Hauptrunde einzuziehen, muss Horvat zwei Sätze à drei Legs gewinnen. In der Hauptrunde wird dann im Modus Best-of-Five gespielt.

Die letzten Vorbereitungen

Vier Stunden vor dem ersten Wurf muss Horvat vor Ort sein. „Bei dem Verkehr in London werde ich mich viel früher auf den Weg machen“, sagt er. Dann heißt es warten, aufwärmen und konzentrieren, bis es raus auf die Bühne geht.

Am gestrigen Montag stand ein mehrstündiges Training auf dem Programm. Dort ist er auch zum ersten Mal seinem Gegner begegnet. „Wir haben nebeneinander trainiert“, sagt Horvat. Es war ein lockeres Kennenlernen. „Mit drei Sprachen haben wir uns ausgeholfen, um uns zu verständigen“, sagt er. Sportlich sieht sich der Kasseler auf gleicher Höhe mit seinem Konkurrenten. „Wir haben denselben Level. Die Chancen stehen 50 zu 50.“

Für Dragutin Horvat stünde bei einem Sieg das erste Hauptrundenmatch noch am selben Abend auf dem Programm. Der Gegner hieße dann Simon Whitlock. Der 17. der Weltrangliste aus Australien stand bereits 2010 im Finale der Weltmeisterschaft. Doch daran denkt Horvat jetzt noch nicht. „Das blende ich total aus“, sagt er. Das erste Spiel sei schwer genug.

Doch Horvats Ziel bei diesem Turnier ist das Match gegen den Australier: „Ich weiß, dass es schwer wird, aber ich werde mein Bestes geben“, sagt der Stahl- und Betonbauer. Die Chancen in einem möglichen Duell mit Routinier Whitlock sind für den Newcomer gering, das weiß Horvat selbst. „Da brauche ich viel Glück und er viel Pech“, sagt er.

Der Weg nach London

Bei der Bulls Super League Mitte November in Mönchengladbach gab es das begehrte Ticket für die Teilnahme an der Darts-WM zu gewinnen. Einziges Hindernis: Ein Turniersieg musste her. Acht Spieler hatten sich für das Endturnier qualifiziert. Im Finale bezwang Horvat den Braßeler Stefan Stoyke mit 10:6 nach Legs.

Dass er nun endlich zum ersten Mal am bedeutendsten Ereignis seiner Sportart teilnehmen darf, ist für Horvat der bisher größte Erfolg. Zusammen mit Max Hopp vertritt der Sohn kroatischer Eltern die deutschen Farben bei der Weltmeister in der britischen Hauptstadt.

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