Wieder entscheidet nur ein Treffer die Partie

0:1 in Weißwasser: Huskies verzweifeln am Füchse-Bollwerk 

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Ein Duell des gestrigen Abends: Husky Alexander Karachun (links) gegen Weißwassers Keeper Mac Carruth. Das Bild entstand beim Spiel in Kassel.

Weil Weißwassers Torhüter Mac Carruth einfach nicht zu überwinden war, haben die Kassel Huskies im dritten Duell mit den Lausitzer Füchsen erstmals das Nachsehen gehabt: In Weißwasser unterlagen sie am Freitagabend mit 0:1 (0:0, 0:1, 0:0).

Weißwasser? Da war doch was. Nach dem torreichen Schlagabtausch mit dem 5:2-Sieg der Huskies in Weißwassser am vierten Spieltag hatte im zweiten Aufeinandertreffen Mitte November in Kassel ein einziges Tor die Entscheidung zugunsten der Nordhessen gebracht. Der damalige Torschütze Patrick Klöpper aber fehlte diesmal verletzt, ebenso Nick Walters, der als überzähliger Ü24-Spieler aussetzte.

An das knappe 1:0 schienen sich die Kasseler zu erinnern. Sie kamen stark aus der Kabine, drängten auf die schnelle Führung. Allein in der ersten Spielminute notierten die Statistiker fünf Schüsse auf das Tor von Füchse-Keeper Carruth. Nicht nur vorn entwickelten die Gäste Druck, überzeugend war vor allem ihr Auftritt vor dem eigenen Tor. Nur wenig Raum ließen sie den gegnerischen Angreifern, ihr gefährliches Passspiel aufzuziehen. Beleg dafür: Erstmals musste Jerry Kuhn in der sechsten Minute gegen Robert Farmer eingreifen. Das sagte viel über das erste Drittel aus, an dessen Ende die Huskies 21 Torschüsse abgegeben hatten, die Gastgeber ganze vier.

Ein Kasseler Treffer aber fiel nicht, weil die Lausitzer Füchse mit Mac Carruth einen überragenden Schlussmann besitzen. Er klärte teils spektakulär: Gegen Alexander Karachun (17.) mit der äußersten Kante des linken Schoners, gegen Richie Mueller mit der Maske (20.). Es entwickelte sich eine intensive und äußerst fair geführte Partie, ein temporeicher Schlagabtausch auf Augenhöhe. Erst nach 28 Minuten kassierte Michi Christ die erste Zwei-Minuten-Strafe des Abends. Sicherlich ein Versuch, ein Zeichen zu setzen. Denn kurz zuvor hatten die Huskies das 0:1 kassiert: Robert Farmer behauptete hinter dem Huskies-Tor die Scheibe, legte sie nach vorn ins Zentrum, wo Darcy Murphy einen Moment unbewacht war und versenkte sie im Winkel (25.). Dieses 1:0 fiel nach dem ersten zwingenden Torabschluss der Füchse im zweiten Drittel.

Stephan Tramm und Ryon Moser hatten kurz vor dem Ende der zweiten Pausensirene die besten Gelegenheiten zum Ausgleich – doch, Sie ahnen es: Die Endstation hieß ein ums andere Mal Carruth.

Dass die Huskies eine Sturmreihe mehr aufboten als die Hausherren – es nicht ins Gewicht. Denn die Füchse verteidigten nicht nur stark, sie hatten ja auch noch Carruth: Er rettete gegen Mueller, gegen Karachun (43.) – auf der Gegenseite dann Kuhn ebenso spektakulär gegen Mike Hammond (44.) und Nicolas Strodel (45.).

Die Minuten verstreichen. Karachun hat den Ausgleich auf dem Schläger, doch wieder bringt Carruth die Kelle noch dazwischen (52.) – in einer Kasseler Unterzahl wohlgemerkt, die eher einem Powerplay gleicht. Die Huskies haben Pech: Ben Duffy trifft nur den Außenpfosten (55.). Sie werfen noch einmal alles nach vorn. 60 Sekunden vor dem Ende geht Kuhn vom Eis. Doch es hilft nichts mehr.

SR: Apel/Falten. Z: 2424 Tore: 1:0 (24:26) Murphy (Farmer) Strafminuten: Weißwasser - / Kassel 6

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