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1:10 - Lehrstunde für die Huskies in Frankfurt

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Von: Frank Ziemke

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Der Moment des 3:0: Der Frankfurter Anton Knihs (links, in Weiß) versenkt den Puck im Tor der Huskies. Kassels Torhüter Steve Themm liegt geschlagen auf dem Eis. Foto: Storch

Frankfurt. Das war nichts mit dem Derbysieg. Stattdessen wurde es richtig derb für die Huskies. Im Rückspiel des Hessencups bei den Löwen Frankfurt kassierten Kassels junge Eishockeyspieler eine richtige Packung. 10:1 (4:0, 4:1, 2:0) hieß es am Ende für die Gastgeber, die bereits das Hinspiel mit 5:3 gewonnen hatten.

So war der

Liveticker vom Spiel

Anders als bei der Partie in Kassel wurde der ein Klasse höher spielende Regionalliga-Spitzenreiter seiner Favoritenrolle vor 6645 Zuschauern mehr als gerecht. Vor allem in den ersten beiden Drittel war Frankfurt den Huskies in allen Belangen überlegen, spielte schneller, cleverer und viel effektiver.

„Jetzt geht´s los“, riefen die rund 500 Kasseler Anhänger trotzdem nach 34 Minuten. Gerade hatte Verteidiger Niels Hilgenberg Frankfurts Torhüter Ilja Doroschenko überwunden. Die Rufe waren aber auch eine gehörige Portion Galgenhumor, war es doch der Treffer zum 1:8, der Hilgenberg da gelungen war. Etwas Erlösendes hatte er trotzdem - denn die Huskies zahlten bis zu diesem Zeitpunkt richtig Lehrgeld. In der Anfangsphase der Partie hatte das noch gar nicht schlecht ausgesehen. Da war noch zu erahnen, warum die Kasseler ihrem Gegner im Hinspiel so gut Paroli geboten hatten.

Mit dem ersten Frankfurter Tor - Topscorer Michael Schwarzer hatte einen Schuss abgefälscht - kippte die ruppige Partie komplett in eine Richtung. Von nun an spielten nur noch die Löwen. Und sie erzielten Tor um Tor. Paul und Anton Knihs sowie der aus der Oberliga an den Ratsweg gekommene Simon Barg erhöhten schnell auf 4:0. Dann erwies Oliver Wohlrab seiner Mannschaft auch noch einen Bärendienst. In der 19. Minute kassierte der Stürmer für einen brachialen Bandencheck eine Spieldauerstrafe. Die Folge: Zu Beginn des Mitteldrittels nutzten die Gastgeber fünf Minuten Überzahl zu zwei weiteren Treffern durch Schwarzer und Barg. Das Derby war ganz früh und ganz deutlich entschieden.

Meyer für Themm

Als Barg mit seinem dritten Treffer sowie Fiedler bis zu 27. Minute auf 8:0 erhöhten, war der Arbeitstag für Torhüter Steve Themm beendet. Julian Meyer kam - und der Druck der Gastgeber ließ etwas nach, zumal sich auch Löwen-Verteidiger Robin Radermacher nun mit einer Spieldauer verabschiedete (29.). Die Huskies nutzten das wenigstens zu Hilgenbergs Ehrentreffer. Mehr war aber nicht drin - auch weil die Gäste im Schlussdrittel zahlreiche Überzahlchancen ungenutzt ließen. Und nicht nur das: Den neunten Gegentreffer, erneut durch Schwarzer, kasierten sie sogar mit einem Mann mehr auf dem Eis. Die Löwen-Fans forderten natürlich vehement Tor Nummer zehn. Julian Mayer verhinderte das zunächst mit einigen starken Paraden. In den 51. Minute aber konnte auch der Torhüter bei Anton Knihs Konter eine neue Erfahrung für sein Team nicht mehr verhindern: Die Huskies erlebten ausgerechnet im Derby, was sonst nur ihre Gegner in der Hessenliga kennen - sie verloren zweistellig! Und wurden von ihren Fans trotzdem gefeiert.

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