Hauptrundenmeister nach Siegen in Landshut

Huskies-Kapitän Shevyrin: „Das ist nur die goldene Ananas“

Denis Shevyrin, Kapitän der Kassel Huskies, blickt voraus.
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Denis Shevyrin, Kapitän der Kassel Huskies, blickt voraus.

Zwei Tage, zwei Spiele, zwei Siege: Die Kassel Huskies sind seit Montagabend nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Denis Shevyrin und Derek Dinger blicken aber bereits nach vorn.

Kassel – Ausruhen? Dieses Wort scheint es für die Kassel Huskies in dieser Saison nicht zu geben. Nach dem zweiten Sieg in Landshut innerhalb von 24 Stunden sind sie zum ersten Mal seit dem Wiederaufstieg 2014 in die zweite Eishockey-Liga schon jetzt vorzeitig Hauptrundensieger. Und dennoch betont Kapitän Denis Shevyrin: „Das ist nur die goldene Ananas. Jeder bei uns weiß: Das war nicht das Ziel, sondern nur eine Etappe.“

Bekräftigt wird er auch von Abwehrkollege Derek Dinger: „Das ist der Bonus für eine gute Saison. Nach den Playoffs erinnert sich aber niemand mehr an den Sieger der Hauptrunde, wenn ein anderer Klub Meister ist.“

Für Geburtstagsfeiern war keine Zeit

Sowohl Dinger als auch Shevyrin feierten in Landshut Geburtstag. Shevyrin wurde am Montag beim 5:1 (2:0, 1:0, 2:1)-Sieg 26, Dinger bereits am Sonntag 34 Jahre alt. „Für Derek dürfte das mit dem Feiern schwierig gewesen sein, schließlich saßen wir seit 8.30 Uhr im Bus nach Landshut“, sagt Shevyrin mit einem Lachen. „Das kann man sich schon anders vorstellen. Ich bin aber niemand, der seinen eigenen Geburtstag in den Vordergrund stellt“, sagt Dinger. „Ich konnte meinem Hobby und Beruf nachgehen, das habe ich sehr genossen. Und die zwei Siege sind ein Riesengeschenk“, betont er.

Blickt voraus auf die nächsten Spiele und Ziele: Derek Dinger, Verteidiger der Kassel Huskies.

Ähnlich sieht es auch Shevyrin, der zumindest in ganz kleinem Rahmen in seinen Ehrentag hineinfeiern konnte. „Mein Zimmerkollege Lois Spitzner hat mir um 0 Uhr gratuliert, auch meine Frau Janica hat angerufen.“ Die Huskies waren gestern Morgen um 4.30 Uhr zurück in Kassel, nachmittags feierte Shevyrin seinen Geburtstag dann in kleinem Kreis mit Kuchen und Huskies-Muffins nach. Dinger nutzte den freien Dienstag für die Familie und Hund Buddy, während Kumpel Marco Müller seine Zeit auf dem Golfplatz verbrachte. „Da war ich bei dem schönen Wetter schon ein wenig neidisch“, erzählt Dinger schmunzelnd.

Punkterekord als neuer Ansporn

Wie aber war es denn nun, diese Reise mit zwei Spielen an zwei Tagen? „Ich kenne das noch aus dem Jugendbereich, auch wenn es jetzt eine ganz andere Anstrengung ist“, sagt Shevyrin. „Für diesen Einzelfall war es in Ordnung, wir haben es mit kurzen und intensiven Wechseln gut aufgefangen.“

Dass die letzten fünf Spiele nun genutzt werden, um Kräfte für die Playoffs zu schonen, davon gehen Shevyrin und Dinger nicht aus. „Es gibt in dieser Saison keinen Gegner, wo man die Punkte im Vorbeigehen abholt. Außerdem ist die Liga hinter uns eng beieinander, da wird keiner nachlassen“, blickt Shevyrin voraus. „Jede Mannschaft ist gegen uns hoch motiviert“, ergänzt Dinger. Der gebürtige Kasseler nennt auch gleich noch ein Ziel für die verbleibenden Spiele: „Der Punkterekord ist Ansporn genug für uns.“ Den halten in der 2013 eingeführten DEL2 aktuell noch die Bietigheim Steelers mit 114 Zählern (2014/15). Dafür fehlen den Huskies noch acht.

Plötzlich klappt auch die Überzahl

Kurz vor den Playoffs scheint nun auch das Überzahlspiel endlich zu funktionieren. Am Montag schossen die Huskies drei Powerplay-Tore, ein weiteres fiel eine Sekunde nach Ablauf einer Landshuter Strafe. „Wir haben die Formation gefunden, halten das Spiel einfach. Das wird auch für die Endrunde wichtig“, sind sich Dinger und Shevyrin einig.

Beide hoffen auch, dass der eine oder andere verletzte Spieler zurückkehrt. „Wenn wir mit voller Kapelle antreten können, brauchen wir uns vor niemandem zu fürchten“, sagt Dinger. „Wir müssen uns jetzt fokussieren, einstellen und trainieren für die Playoffs.“ Und er betont: Für Feiern und Golf ist nach der Saison noch genug Zeit.

Von Björn Friedrichs

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