Huskies treten heute als Gäste beim SC Riessersee an

Eishockey: Acht Klubs rüsten für Aufstieg

Heute sind sie wieder Rivalen: Feodor Boiarchinov (rechts) trifft mit den Huskies heute in Garmisch-Partenkirchen auf den SC Riessersee mit Felix Thomas. Foto:  Fischer

Kassel. „Wir konzentrieren uns voll auf das Tagesgeschäft.“ Sagt Joe Gibbs, Geschäftsführer der Huskies. Und das hat für die Kasseler Eishockey-Cracks im Hauptrunden-Endspurt der DEL2 das heutige Gastspiel beim SC Riessersee in Garmisch-Partenkirchen (20 Uhr) und am Sonntag um 17 Uhr in der Eissporthalle das „kleine“ Hessenderby mit Familientag gegen den EC Bad Nauheim auf dem Programm.

Hinter den Kulissen aber gibt es auch viel Arbeit für die Zukunft des Eishockeys - in Kassel wie im gesamten Land. So haben die beiden Spitzenteams der zweiten Liga - Bietigheim und Frankfurt - nun ihre Bereitschaft für einen Sprung in die DEL schon in diesem Sommer erklärt. Vorausgesetzt natürlich, die sportliche Qualifikation gelingt. 

Angesichts des kurzfristigen und völlig unerwarteten Ausstiegs der Hamburg Freezers vor einem Jahr, den Bremerhaven spontan zum Aufstieg nutzte, wollen beide Teams nun gerüstet sein für den Fall, dass zum Beispiel die Krefeld Pinguine aus finanziellen Gründen aus dem Oberhaus zurückziehen müssen. Fristgerecht zum 15. Februar haben Steelers und Löwen nun Bankbürgschaften über jeweils 100.000 Euro hinterlegt als Einstieg in das kommende Lizenzierungsverfahren der DEL. Was ein wenig verwundert, hatten die Frankfurter doch vor einem Jahr nicht einmal 816.000 Euro für einen damals erhofften Aufstieg im Sommer 2018 auf die Beine gebracht.

Huskies-Manager Joe Gibbs mag all dies nicht kommentieren. Er sagt: „Natürlich bleibt eine Rückkehr in die DEL unser Ziel in Kassel. Aber erst am Ende unseres Fünf-Jahres-Plans, falls die sportliche Situation und die Infrastruktur stimmen. In diesem Jahr haben DEL und DEL2 keine Verzahnung vorgesehen. Und wir spekulieren nicht darauf, dass es nach Hamburg nun noch einen anderen Klub in der DEL finanziell erwischen könnte.“

Die Perspektive, dass es nach einem neuen Kooperationsvertrag ab Sommer 2019 wieder zu einer geplanten Verzahnung der beiden Topligen durch Auf- und Abstieg kommen könnte, „die behalten wir natürlich im Auge“, betont Gibbs. Im vergangenen Jahr waren die Huskies eines der sechs Teams, das mit den Bankbürgschaften sein Interesse am Aufstieg dokumentiert hatte. In diesem Jahr ist dafür wiederum der 31. März der Stichtag. „Aber entschieden haben wir noch nichts“, sagt Gibbs

Auch eine Etage tiefer, bei der mit Auf- und Abstieg noch funktionierenden Verzahnung der DEL2 zur Oberliga, bringen sich die Klubs in Position. Nachdem in den letzten Jahren Freiburg und Bayreuth den Sprung geschafft haben, sind es nun Selb und Regensburg aus dem Süden sowie Herne, Duisburg, Essen und Halle, die neben den aktuellen 14 Zweitligisten um die Huskies einen Antrag auf Teilnahme am Lizenzverfahren gestellt haben. Zur Erinnerung: Der Zweitliga-Letzte steigt sportlich ab, der Oberliga-Meister auf.

Hintergrund: Nicht wieder 2:3 - Huskies wollen Spieß umdrehen

2:3 - in Duellen der Huskies mit dem SC Riessersee ist dies das Standardresultat dieser Eishockeysaison. Das bittere: Alle drei Duelle verloren die Kasseler. „Diesmal wollen wir den Spieß umdrehen, um unser Zwischenziel mit 13, 14 Punkten aus sechs Spielen noch zu erreichen“, sagt Rico Rossi vor der Partie am Freitag in Partenkirchen (20 Uhr).

Doch die personellen Sorgen des Trainers werden immer größer. Eine Erkältungswelle geht um im Team, auch Derek DeBlois ist angeschlagen. Toni Ritter fällt wegen einer Fußverletzung (Pucktreffer) gar für zwei, drei Wochen aus. 

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