Auch Nationalteam erfolgreich

Eishockey gesammelt: Adler auf Titelkurs - Profiklubs zurück im Verband

Dicke Luft vor dem Ingolstädter Torwart Timo Pilemeier: Adler Sinan Akdag (rechts) kämpft mit Derek Hahn. Foto:  dpa

Mannheim. Playoffs, Länderspiele, neue DEB-Satzung: Im Eishockey war am vergangenen Wochenende viel los.

MANNHEIM - INGOLSTADT 

Die Adler stehen vor dem Gewinn ihres ersten DEL-Titels seit 2007. Einem beeindruckenden 6:2 am Freitag in Ingolstadt ließen die Mannheimer am Sonntag auf eigenem Eis ein 3:1 gegen die Panther folgen. Nach den Toren von Jonathan Rheault (14.), Andrew Joudrey (18.) und Jamie Tardif (48.) vor 13 600 Zuschauern bei einem Gegentreffer von Ryan MacMurchy (22.) trennt den Hauptrunden-Primus nur noch ein Sieg von der Meisterschaft.

BREMERHAVEN - BIETIGHEIM 

1:1 steht es nach den beiden ersten Finalspielen der DEL2. Am Freitag nutzte Bietigheim den Heimvorteil und siegte nach einer 3:0-Führung 4:3. Am Sonntag drehte Bremerhaven den Spieß um. Bietigheim legte nach einer 680 km langen Anreise zwar dreimal vor, doch am Ende siegten die Hausherren - auch mit 4:3.

SIEGE GEGEN FRANKREICH

Zufrieden schickte Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina seine Schützlinge in ein paar freie Tage. Zwei überzeugende Testspielsiege gegen Frankreich, sieben Tore beim 4:3 und 3:0 sowie viel Euphorie auf dem Eis – knapp zwei Wochen vor dem Start in die Weltmeisterschaft kommt die deutsche Auswahl langsam in Fahrt. Allerdings muss Cortina weiterhin improvisieren und sich mit einem weiteren Ausfall abfinden. Abwehr-Routinier Frank Hördler wird die WM wegen Hüft- und Schulterverletzungen höchstwahrscheinlich verpassen.

REINDLS REFORM RETTET DEB 

Als der jahrzehntelange Streit endlich beendet und die Rückkehr der beiden Profi-Ligen unter das Dach des Deutschen Eishockey-Bundes nach 18 Jahren perfekt war, atmete Präsident Franz Reindl nach „einer engen Kiste“ tief durch. 1,46 Millionen Euro Schulden hat der DEB allein von 2011 bis 2013 angehäuft, Ende Mai ist der Kreditrahmen von 500.000 Euro ausgeschöpft. Nun kann Reindls Sanierungskonzept gestartet werden.

Mitgliedsbeiträge der Profiklubs aus DEL und DEL2, die im Verhältnis 2:1 nun 50 Prozent der Stimmanteile im DEB erhalten, erhöhte Beiträge und neue, zu bezahlende Einzellizenzen für Spieler und Trainer sowie ein möglicher Verkauf der Verbandszentrale in München sollen die Einnahmen steigern. Die Landesverbände, die bislang 50 % der Stimmanteile hielten, müssen nun ihr Stimmdrittel mit den Amateurvereinen teilen und mit geringeren Zahlungen vom DEB auskommen. Im Gegenzug behalten sie aber bei Satzungsänderungen eine Sperrminorität – es müssen also gemeinsam Lösungen gefunden werden.

Und: Der DEB übernimmt nun mit fünf Bundesnachwuchstrainern die Talentförderung in den 58 Topklubs aus DEL, DEL2 und den Oberligen für alle Altersklassen. Ziel des Sportkonzepts Powerplay 2026 ist es, die Nationalteams in die Weltspitze zu führen. (dpa)

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