Mathias Müller empfängt seinen alten Verein

Partie gegen Ex-Klub Kaufbeuren: Ein Allgäuer im Huskies-Dress

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Schnell heimisch geworden in Kassel: Mathias Müller.

Kassel. Bis vor wenigen Wochen spielte er für Kaufbeuren. Heute trifft Husky Mathias Müller nun auf seine Ex-Teamkollegen - und gegen die zählt für den 22-Jährigen nur ein Sieg.

„Es ist ein ganz normales Spiel. Natürlich will ich gewinnen, vielleicht aber noch ein bisschen mehr als gegen andere Teams.“ Das sagt einer, der am Freitag im Fokus stehen wird, wenn die Kassel Huskies ab 19.30 Uhr den ESV Kaufbeuren zum letzten Heimspiel in der Hauptrunde der DEL 2 empfangen: Mathias Müller nämlich. Seit Saisonbeginn ging er als Leihgabe des DEL-Teams Straubing für die Allgäuer aufs Eis, bevor er kurz vor Transferschluss Ende Januar zu den Huskies wechselte.

Er kam vom schon damals abgeschlagenen Schlusslicht der Liga hin zum Tabellenzweiten. „Das war in Kaufbeuren zeitweise schon frustrierend. Für einen Sportler ist es schwer, denn du spielst ja, um zu gewinnen. Ich wollte unbedingt wechseln, um mich sportlich weiterzuentwickeln“, beschreibt er die Situation. Seine Bilanz nach 40 Einsätzen für Kaufbeuren: zwei Tore, fünf Vorlagen. Für die Huskies traf er bislang einmal, gab drei Vorlagen - und brauchte dafür nur sechs Partien.

Schnell eingelebt 

Den Entschluss, erstmals relativ weit nördlich anzuheuern, hat er nicht bereut. „Mit den Hessen vertragen wir Bayern uns ja ganz gut“, scherzt der 22-Jährige und ergänzt: „Kassel ist eine gute Adresse in der zweiten Liga. Ich fühle mich sehr wohl hier.“

Damit meint er zuallererst das Sportliche. Daniel Schmölz, Marco Habermann, Kai Kristian, Marco Müller und Peter Flache kannte Müller, der auf den Spitznamen „Matze“ hört, bereits. Und auch der Rest des Teams machte es ihm leicht. „Ich bin super aufgenommen worden. Es fühlt sich fast so an, als ob ich schon das ganze Jahr hier wäre. In der Kabine herrscht eine ganz andere Mentalität, sie ist viel positiver. Wir freuen uns auf die Spiele. Taktisch weiß jeder genau, was er machen muss. Das macht viel mehr Spaß.“ Er schätze das professionelle Umfeld, die Fans, die Stimmung bei Heimspielen, fügt er an.

Aber auch privat fühlt sich der Halb-Österreicher wohl. „Ich bin froh, mal wieder in einer größeren Stadt zu sein“, sagt er. In der Nähe von Füssen sei nicht so viel geboten worden. Weiterer Vorteil: Es gibt eine Universität. Müller hat in Linz bereits zwei Semester Wirtschaftsinformatik studiert. „Ich würde das gern fortsetzen. Sollte ich in Kassel bleiben, was ich mir gut vorstellen könnte, würde ich versuchen, auch das Studium nebenbei weiterzumachen.“ Die Wohnung teilt er sich mit Torhüter Mika Järvinen, den Platz hat er von Matthias Bergmann übernommen, der im Gegenzug nach Kaufbeuren gewechselt war.

Vater Bruno, der von Ende Dezember 2013 bis April 2014 Co-Trainer Uli Egens in Kaufbeuren war als der Sohn in Linz spielte, und der Rest der Familie wird den Neu-Husky wohl am Sonntag beim letzten Auswärtsspiel in Rosenheim (18.30 Uhr) erstmals im Kasseler Dress erleben. Auch bei den Starbulls soll ein Sieg her. Denn Müller traut seinen Huskies noch einiges zu: „Wir sind nicht einfach nur glücklich darüber, in den Playoffs zu sein. Da ist der Meistertitel drin. Als Tabellenzweiter kann man schon mal so was sagen, oder?“

STECKBRIEF: Mathias Müller

Position: Verteidiger

Rückennummer: 50

Staatsangehörigkeit: Er hat einen deutschen und einen österreichischen Pass.

Bisherige Vereine im Seniorenbereich: EV Füssen, EHC Linz (Österreich), ESV Kaufbeuren

Außer Eishockey: Hat in Linz zwei Semester Wirtschaftsinformatik studiert, will das Studium fortsetzen

Familie: Mutter Karin stammt aus Reutte/Österreich, Vater Bruno aus Füssen, Schwester Theresa (18). Die Familie lebt in Buching bei Füssen.

Hobbys: im Winter: gern unterwegs in der Stadt und in Cafés, Playstation, im Sommer: Baden, Sport

Lieblingsessen: Italienische und bayrische Küche

Haustier: Labrador Frida

Hinweis: Heute Liveradio und -ticker 

Den Auftritt des Tabellenzweiten gegen den ESVK Kaufbeuren übertragen wir live und in voller Länge bei Radio HNA. Gerald Schaumburg kommentiert die Partie ab 19.20 Uhr. Marie Klement betreut den Liveticker.

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