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Kassel Huskies empfangen die Löwen zum Derby

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Von: Björn Friedrichs

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Stephan Tramm zieht ab: Die Kassel Huskies wollen das Derby gegen die Löwen Frankfurt gewinnen.
Stephan Tramm zieht ab: Die Kassel Huskies wollen das Derby gegen die Löwen Frankfurt gewinnen. © Dieter Schachtschneider

Das Eishockey-Jahr 2022 hält gleich einen Klassiker bereit: Die Kassel Huskies empfangen am Sonntag in der DEL2 die Löwen Frankfurt zum Derby.

Kassel – Einen attraktiveren Gegner hätten sich die Kassel Huskies zum Auftakt des DEL-2-Jahres 2022 wohl kaum wünschen können. Am Sonntag gastieren die Löwen Frankfurt ab 18.30 Uhr in der Eissporthalle. So richtig glücklich ist man bei den Huskies wahrscheinlich dennoch nicht. Das Jahr für Jahr langerwartete Derby findet ohne die Fans statt.

„Auch wenn 250 Zuschauer da sein dürfen – das ist alles nicht schön“, sagt Sven Breiter, Fanbeauftragter und Stadionsprecher der Huskies. Er hat bereits letzte Saison erlebt, was es bedeutet, die Spielernamen in eine leere Eissporthalle zu rufen. „Die Unterstützung aber auch das Auspfeifen der Gegner fehlen. Ich war im November mit in Frankfurt, das waren Emotionen pur. So wie jetzt ist es kein richtiges Derby“, sagt Breiter, der aber im gleichen Atemzug ergänzt: „Die Motivation muss auch ohne Fans da sein.“

Wirbel wegen eines Abgangs

Gegen den Dauerrivalen aus Südhessen warten die Huskies in dieser Saison noch auf Punkte. Am dritten Spieltag gab es eine 1:6-Pleite in eigener Halle, Mitte November setzten sich die Löwen dann deutlich knapper mit 4:2 durch. Die Souveränität vom Saisonstart ist zuletzt ein wenig verloren gegangen. Inzwischen sind die Löwen hinter den Ravensburg Towerstars „nur noch“ Zweiter. „Die Liga ist unwahrscheinlich ausgeglichen. Eigentlich hat Frankfurt einen Kader, mit dem sie aufsteigen müssen. Trotzdem kann wirklich jeder jeden schlagen“, so Breiter.

Für zusätzlichen Wirbel bei den Südhessen sorgte kürzlich der Abgang von Stürmer Matt Carey. Der hatte seine Zelte vor knapp zwei Wochen eigenmächtig abgebrochen. Zuvor hatte er laut Eishockey-News um Freigabe gebeten und sich unzufrieden über die Einschränkungen Ungeimpfter geäußert. Mittlerweile hat sich der 29-Jährige dem ECHL-Klub Norfolk Admirals angeschlossen.

Die letzten beiden Auswärtsspiele hat Frankfurt verloren. Auf ein 2:3 in Bad Tölz folgte ein 2:5 in Freiburg. „Wir sind aktuell auswärts nicht gut genug. Eine absolut unnötige Niederlage. Nach vorne übten wir zu wenig Druck aus, hinten haben wir saudumme Gegentore kassiert“, ärgerte sich Sportdirektor Franz-David Fritzmeier nach der Pleite im Breisgau.

Von Björn Friedrichs

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