Sonntagsspiel um 17 Uhr

Vor dem Derby: Analyse von Bad Nauheims Achterbahn-Fahrt

Da war er noch ein Husky: Sven Gerbig 2007. Foto: Koch

Bad Nauheim. Zwei Schritte vor, einer zurück. Ein Schritt vor, zwei zurück. Die Roten Teufel fahren Achterbahn. Eine Analyse vor dem Spiel am Sonntagabend gegen die Huskies.

Konstanz hat in Bad Nauheim zur Hauptrunden-Halbzeit der Deutschen Eishockey-Liga 2 einzig die fehlende Beständigkeit. Am Sonntag gastiert der Klub aus der Wetterau ab 17 Uhr bei den Kassel Huskies.

Beispiel Heimstärke: Sieben Heimspiele in Serie hatte die Mannschaft von Petri Kujala im Oktober gewonnen, parallel dazu aber sechs Auswärtspartien verloren. Nach Kassel fahren die Kurstädter nun allerdings mit dem Selbstvertrauen, zuletzt viermal auswärts gewonnen zu haben; dafür wurde das eigene Publikum mehrfach enttäuscht.

Beispiel Powerplay: Vor der Länderspielpause oft der Schlüssel zum Sieg, vor der gestrigen Partie gegen Bremerhaven haben die Roten Teufel aber 15 Überzahl-Situationen in Folge nicht genutzt.

Wir übertragen die Partie gegen Bad Nauheim live und in voller Länge im Ticker und auf Radio HNA.

Mit der Verpflichtung von Vitalij Aab war in der Wetterau ein neues Kapital Eishockey-Geschichte aufgeschlagen worden. Einen Ex-Nationalspieler hatten die Roten Teufel zuletzt 2004 in ihrem Kader. Aus der DEL wurden Dusan Frosch und Drew Paris gelockt, zudem hatte Bad Nauheim das Wetteifern um Max Campbell, einen der Topspieler der Vorsaison, gewonnen und Ex-Husky Sven Gerbig zurück in die Heimat geholt. Offensivgeist und Erfahrung (über 1300 DEL-Einsätze) sollten vereint werden im zweiten Zweitliga-Jahr. Ziel: Erreichen der Playoffs.

In der Tabelle pendeln die Roten Teufel zwischen Rang zwei und zwölf. Einem einzigen Null-Punkte- steht ein einziges Sechs-Punkte-Wochenende gegenüber - in Bad Nauheim werden die Zähler Woche für Woche nach dem Eichhörnchen-Prinzip gesammelt; hier mal einer, dort mal zwei.

In dieser Woche, nach der zweiten 2:5-Heimniederlage hintereinander, hatte RT-Geschäftsführer Andreas Ortwein klare Worte gefunden. „Mir fehlen Feuer und Leidenschaft. Einige Leistungsträger erfüllen nicht das, was wir erwarten“, schimpfte er. Der eigentliche Vorwurf: Bad Nauheim agiere zu brav, zu körperlos und vermittelte keine Emotionen. Namen wie Aab, Frosch und David Hajek haben den nordamerikanisch geprägten Teufeln diesmal einen osteuropäischen Einschlag gegeben und das spielerische Element in den Vordergrund gerückt. Die Mannschaft lebt offensiv nahezu ausschließlich von den ersten beiden Angriffsreihen: Aab, Harry Lange, Frosch sowie Matt Beca, Campbell, Kyle Helms. In den Blöcken drei und vier stehen Aufwand und Ertrag in einem krassen Missverhältnis. (red)

Erstes Hesenderby der Saison: Huskies siegen in Bad Nauheim

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