Auch dezimierte Huskies sind in Freiburg nicht zu stoppen

Kassel Huskies: Wie sie die Führung auf 18 Punkte ausgebaut haben

Er ist ein großer Rückhalt für sein Team: Huskies-Torhüter Jerry Kuhn.
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Er ist ein großer Rückhalt für sein Team: Huskies-Torhüter Jerry Kuhn.

Sie sind nicht zu stoppen - neun Punkte aus dem Zwischenspurt, eine starke Leistung einmal mehr auch im Topspiel am Montagabend beim 2:0 in Freiburg. Die Kassel Huskies sind und bleiben das Maß der Dinge in der DEL2. Auch, weil Torhüter Kuhn mal wieder einen Sahnetag erwischte.

Eigentlich hätten die Freiburger Eishockeyprofis am Montagabend noch vier Torschüsse mehr abgeben müssen. Dann wäre die Sache mit der 35 eine wirklich runde Sache geworden. Denn die 35, das ist die Zahl von Jerry Kuhn. Nicht nur, weil es seine Rückennummer ist. Sondern auch, weil er seit Samstag 35 Jahre alt ist. Und wir tippen mal:

Selbst wenn der EHC 35 statt 31 Schüsse abgegeben hätte, so wären auch sie allesamt sichere Beute des Kasseler Keepers geworden. Denn er blieb beim 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) im Topspiel beim EHC Freiburg nicht nur zum vierten Mal in dieser Saison ohne Gegentor, sondern verbesserte auch seine persönliche Fangquote auf bemerkenswerte 93,14 Prozent. Kein Keeper in der DEL2 ist besser.

„Er spielt eine herausragende Saison und bringt all das mit und ein, was wir uns von einer Nummer eins erhoffen. Er ist ein Vorbild fürs gesamte Team, ein absoluter Führungsspieler“, lobt ihn Trainer Tim Kehler.

Kuhn indes freut sich zwar über warme Worte, spielt den Puck aber gleich weiter in Richtung Mannschaft. „Das war nicht nur mein Shutout, sondern der des gesamten Teams“, sagt er. „Wir haben sehr, sehr gut gespielt. Nach dem ersten Drittel waren wir in allen Aspekten besser. Es hat sich schon angefühlt wie ein Playoff-Spiel.“

Kuhns Leistung steht dabei stellvertretend für die der gesamten Mannschaft. Drei Spiele standen seit Donnerstag ja an, die Kasseler feierten drei Siege mit dem beeindruckenden Torverhältnis von 13:2. Und das, obwohl ihnen ja bekanntlich derzeit Burns, Cameron, Laub, Schmidpeter, Cornet und seit Samstag auch Michi Christ fehlen. „Andere sind da eingesprungen, wo sie gebraucht wurden“, erklärt Kuhn. „Ich spiele eine der besten Saisons meiner Karriere, aber das liegt auch daran, das ich Teil einer der besten Mannschaften meiner Karriere bin. Wir sind schon eine besondere Gruppe.“

Aus Sätzen wie diesen spricht ein weiteres Erfolgsgeheimnis des Tabellenführers, der seinen Vorsprung seit Donnerstag von zwölf auf 18 Punkte ausgebaut hat. Denn Ausfälle werden auch über den engen Zusammenhalt untereinander aufgefangen. Und die, die in Bresche springen, tun das auf eindrucksvolle Weise. Wie Tim Lucca Krüger etwa, der mit dem 1:0 die Huskies nach langen 41 torlosen Minuten auf die Siegerstraße brachte.

„Es war eine großartige Woche. Wir haben uns die Position, in der wir sind, erarbeitet und verdient. Alle haben Verantwortung übernommen“, sagt Kehler. „Mir hat unser Auftritt gefallen, es war ein komplettes Spiel.“ Ausdruck dessen: Die Freiburger, die in den vorangegangenen vier Heimspielen 25 Tore erzielt hatten, gingen diesmal leer aus. „Es war erfreulich, dass wir sie nicht zum Erfolg haben kommen lassen“, betont Kehler. Nach einem eishockeyfreien Dienstag geht‘s heute weiter mit der Vorbereitung auf die letzten acht Partien der Hauptrunde. Am Freitag kommt Bayreuth.

„Wir hoffen, dass Michi Christ dann wieder zur Verfügung steht“, sagt Kehler. Christ war in Kaufbeuren im zweiten Drittel verletzt ausgeschieden. Und auch bei den länger Verletzten laufe der Genesungsprozess gut. „Sie arbeiten hart“, vielleicht sei sogar eine Rückkehr vor den Playoffs möglich, ergänzt Kehler. Und sollte das doch nicht klappen, so gibt es andere, die die Lücke füllen.

(Von Michaela Streuff)

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