Auf dem Rückweg zum Bahnhof

Rosenheimer Fan-Gruppierung verletzt mehrere Huskies-Anhänger

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Friedlicher Marsch durch Rosenheim: Hier sind die Kasseler Fans auf dem Weg zum Eisstadion.

Rosenheim. Mehrere Kasseler Fans sind am Sonntag bei einer Attacke einer gewaltbereiten Rosenheimer Fan-Gruppierung verletzt worden. Sie waren auf dem Rückweg zum Bahnhof.

Eigentlich war der Sonderzug der Huskies-Fans nach Rosenheim ein voller Erfolg: 700 Kasseler bereiteten ihrer Mannschaft im Emilo-Stadion am Sonntag ein Heimspiel. Feierten mit den Rosenheimer Eishockeyfans. Jubelten über einen 3:0-Auswärtssieg ihrer Huskiesund machten sich nach Spielende zurück auf den Weg zum Bahnhof.

„Beim Marsch zurück sind aus einer Seitenstraße 10, 15 Personen einer Rosenheimer Fangruppierung auf Mitglieder der Society Kassel zugestürmt und haben uns attackiert“, beschreibt Sven Albert, Sonderzug-Organisator und Vorsitzender des Fanklubs Society Kassel, die Situation. „Der Träger des Banners wurde von gleich drei Rosenheimern angegangen. Er hat Prellungen erlitten“, erklärt Albert am Montagnachmittag. Ein weiterer Kasseler sei auf der Rückfahrt von Sanitätern behandelt worden und nach der Ankunft in Kassel ins Krankenhaus gekommen. „Er wurde geröntgt, konnte aber noch in der Nacht nach Hause entlassen werden. Er hat eine Nackenprellung erlitten und trägt jetzt eine Halskrause“, gibt Albrecht Entwarnung. Gestohlen wurde unter anderem das Banner, das die Huskies-Fans zuvor im Stadion entrollt hatten.

Hinter der Aktion steckt laut Polizei Rosenheim die Fan-Gruppierung Inntalcrew, die bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten sei und für größere Polizeieinsätze gesorgt habe. Noch vor Ort wurden ein 19- und ein 20-Jähriger festgenommen. Gegen sie und weitere Mitglieder ermitteln die Beamten nun wegen Landfriedensbruch, Raub- und Körperverletzung.

Auch die Starbulls reagierten. Sie erteilten der gesamten Gruppe Hausverbot, die Festgenommenen haben außerdem bundesweites Stadionverbot erhalten, hieß es. Pan Weißenbach, der Rosenheimer Fanbeauftragte, verurteilte den Vorfall: „Was war das für eine idiotische Aktion. Warum muss eine dumme Randgruppe alles zerstören, für das die echten Fans der Starbulls stehen?“, schreibt er bei Facebook. Und: „Darunter werden jetzt alle leiden müssen, egal ob in Zukunft zu Recht oder zu Unrecht verdächtigt.“

Die Kasseler Anhänger bezogen ebenso klar Stellung. „Mir fehlen die Worte. Mir tut es leid um die tollen Rosenheimer Fans, mit denen wir zuvor friedlich gefeiert haben“, sagt Kassels Fanbeauftragter Sven Breiter. Und Albert ergänzt: „Wir als Organisatoren haben super mit den Rosenheimern zusammengearbeitet – wie beim letzten Sonderzug vor zwei Jahren. Sollten dem Klub jetzt seitens der Liga Konsequenzen drohen, werden wir uns dafür einsetzen, dass sie keine Strafe bekommen.“

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