Erfolg erst in der Schlussphase

Video: Arbeitssieg für die Huskies - 6:4 gegen Schlusslicht Heilbronn

Kassel. Was für eine Achterbahnfahrt, was für ein Arbeitssieg der Kassel Huskies: Mit 6:4 (2:3, 0:0, 4:1) bezwangen sie am Freitagabend vor 2200 Zuschauern in der heimischen Eissporthalle die Heilbronner Falken, hatten aber mit dem Schlusslicht der Zweiten Deutschen Eishockey-Liga bis zum Ende Zeit so ihre liebe Mühe.

Aber bitte, was war denn da los? Die Huskies legten los wie im Lehrbuch. „Wir wollen diesen Dreier unbedingt“, hatte Huskies-Trainer Rico Rossi im Vorfeld betont. Und sein Team lieferte schon früh. Zweimal. Mit Treffern wie aus dem Lehrbuch, Treffer, die in ihrer Entstehung nahezu identisch waren. Taylor Carnevale passte aus der eigenen Zone punktgenau in den Lauf von Sturmpartner Jamie MacQueen. Der neue Goldhelm-Träger sprintete den weitaufgerückten Heilbronnern davon. Fackelte nicht lange – 1:0. 49 Sekunden waren da gespielt. Keine fünf Minuten später: Wieder legte Carnevale MacQueen die Scheibe in den Lauf. Wieder machte der neue Huskies-Topscorer kurzen Prozess – 2:0.

Doch wer nun dachte, die Huskies würden noch schnell das dritte Tor nachlegen – denkste! Wer weiß, welchen Verlauf die Partie dann genommen hätte. Stattdessen kam es in eigener Überzahl zu einem folgenreichen Missverständnis zwischen Manuel Klinge und Sven Valenti, Heilbronns Goldhelm Adam Brace fing den Pass mit vollem Körpereinsatz ab und drückte die Scheibe an Markus Keller vorbei – 1:2 (9.). Ein Treffer wie aus dem Nichts. Die Huskies waren überrumpelt, auf einen Schlag völlig verunsichert.

DEL2: Kassel Huskies gegen Heilbronn

Die Heilbronner setzten nach, Patrick Schmid erwischte Keller auf dem falschen Fuß und die Scheibe trudelte über die Linie – 2:2 (13.). Doch damit nicht genug. Einen hohen Pass vor Kellers Gehäuse fälschte erneut Brace noch in der Luft unhaltbar für den Kasseler Schlussmann ab, wie eine Bogenlampe senkte sich die Scheibe hinter Keller ins Netz – 2:3 (16.). Was wie im Lehrbuch begonnen hatte, entwickelte sich zum genauen Gegenteil. Eine Phase, über die wir an dieser Stelle lieber den Mantels des Schweigens breiten. Denn im Schlussdrittel waren die Huskies wieder da. Präsent. Aggressiv. Und siehe da: Innerhalb von 44 Sekunden drehten sie die Partie. Erst arbeitete Jens Meilleur die Scheibe regelrecht ins Heilbronner Tor zum 3:3 (43.). Das erleichterte Ramalamadingdong war noch nicht ganz verstummt, da fälschte Braden Pimm mit dem Rücken zum Tor stehend einen Pass ab – 4:3. Doch wieder kam Heilbronn zurück. 4:4 (51.). „Ein Tor, ein Tor“, forderten die Zuschauer. Und schließlich war es Jean-Michel Daoust, der die Huskies wieder nach vorn brachte, bevor der bärenstarke Taylor Carnevale den zweiten Drei-Punkte-Sieg in Folge klar machte.

SR: Winnekens (Berlin)

Zuschauer: 2223

Tore: 1:0 (0:49) MacQueen (Carnevale), 2:0 (5:33) MacQueen (Carnevale), 2:1 (8:05) Brace (4-5), 2:2 (12:10) Schmid (Brace), 2:3 (15:47) Brace (Faber), 3:3 (41:30) Meilleur (MacQueen, Carnevale - 5:4), 4:3 (42:14) Pimm (Christ, Maginot), 4:4 (50:09) Schell (Brace, Schmid - 5:4), 5:4 (55:13) Daoust (Klinge), 6:4 (56:35) Carnevale (Sturm - 5:4)

Strafminuten: Kassel 8, Heilbronn 12 + 10 Rinke

Das Video zum Spiel finden Sie im Laufe des Samstags an dieser Stelle.

Der Ticker zum Nachlesen:

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Heilbronner Falken
 

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Rubriklistenbild: © Andreas Fischer

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