1. Startseite
  2. Sport
  3. Kassel Huskies

Auch die 13 bringt kein Unglück: Huskies setzen Siegesserie gegen Füchse fort

Erstellt:

Von: Frank Ziemke

Kommentare

Darren Mieszkowski erzielte die Führung für die Huskies gegen die Lausitzer Füchse.
recmsfs_KS_SPORT_2023_01_15 18_20_37_003(1).jpg © Schachtschneider, Dieter

Es gibt diese Zahlen, die angeblich kein Glück bringen. Je nach Nationalität kann das variieren. In Italien mögen sie die 17 nicht. Chinesische Hochhäuser haben keinen vierten Stock.

Kassel – Hierzulande gilt die 13 als verflixt. Pech bringend! Was aber bedeutet diese 13, wenn eine Mannschaft auf der Glückswelle von Erfolg zu Erfolg reitet? Muss sie die 13 fürchten?

Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies beherrschen die Konkurrenz in der DEL 2 seit Wochen beinahe nach Belieben. An diesem Sonntag können sie ihre Siegesserie vor 3685 zahlenden Zuschauern ausbauen. Na klar, es geht um den 13. Erfolg in Serie, nachdem sich die Mannschaft von Trainer Bo Subr auch am Freitag, den 13., nicht aus der Erfolgsspur hatte drängen lassen. Gegner sind die Lausitzer Füchse. Und die haben bereits einen Sieg gelandet in Kassel. Auch das also noch: Ein schlechtes Omen!

Die Gäste beginnen forsch. Konter durch Topscorer Hunter Garlent. Konter durch Dauerbrenner Clarke Breitkreuz – in den ersten Minuten bekommt Jerry Kuhn im Kasseler Tor gut zu tun. Die Huskies tauchen offensiv erst bei der ersten Überzahl auf: Ein Schuss von Tristan Keck, den Nikita Quapp um den Pfosten lenkt, einer von Stephan Tramm, der knapp vorbeirauscht. Danach bleibt es ein erstes Drittel ohne Tore, in dem die Gastgeber zwar Vorteile haben und mehr Torschüsse, aber die Effektivität vermissen lassen. Nummer 13, du wirst doch nicht ...

Es wird jedenfalls noch schwieriger für den Spitzenreiter. Nach nur 18 Sekunden im Mitteldrittel gehen die Füchse in Führung. Garlent ist im Nachschuss zur Stelle, nachdem Kuhn gegen Louis Anders noch pariert hatte. Und tatsächlich quälen sich die Huskies nun etwas. Zwei Minuten Überzahl verstreichen ungenutzt. Weißwasser verteidigt konsequent, hat in Quapp einen starken Rückhalt, der auch Jake Weidners tückischen Distanzschuss entschärft (25.).

Die Kasseler mühen sich. Aber es wird mühsamer gegen dieses Bollwerk. Pech, dass Goldhelm Max Faber in der 30. Minute den von der Bande zurückspringenden Puck nicht erreicht – das Tor wäre leer gewesen. Der Druck wächst dann aber doch. In der 31. Minute fällt der Ausgleich. Wieder bringt ein Nachschuss den Erfolg. Weidner ist zur Stelle, nachdem Joel Lowry noch gescheitert war.

Und wie das so ist bei diesen Huskies: Ist der Bann erst gebrochen, setzen sie nach. Keine zwei Minuten später steht es 2:1. Darren Mieszkowski erzielt die Führung dicht vor Quapp. Und ja, es ist erneut ein Nachschuss. Tristan Keck hatte zuvor von rechts draufgehalten. Es ist nun ein völlig anders Spiel. Selbst in Unterzahl haben die Huskies durch Weidners Konter die beste Chance. Am Ende von Drittel zwei ist die Führung hochverdient.

Doch hält sie auch in Drittel drei? Sie hält! Alec Ahlroth verpasst die Vorentscheidung noch um Zentimeter (43.). Lois Spitzner holt das aber wenig später nach, vollendet eine tolles Zuspiel von Jamie Arniel ganz lässig zum 3:1 (44.). Die Messe ist damit gelesen. Tim McGauley erhöht in Überzahl (51.). Und es gibt noch eine Premiere. In der 56. Minute rückt Sebastian Wieber erstmals ins Kasseler Tor. Kuhn musste vom Eis, nachdem er vom Schläger eines Gegenspielers am Hals getroffen worden war. Der 19-Jährige vom Kooperationspartner Hamm bleibt auch in Unterzahl ohne Gegentor.

4:1 (0:0, 2:1, 2:0) lautet schließlich der Endstand. Die Huskies setzen ihre Erfolgsserie auch gegen unbequeme Füchse unbeirrt fort. Es sind jetzt diese 13 Erfolge am Stück. Das Fazit also: Auch die 13 bringt kein Unglück auf der Welle des Erfolgs!

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen

So haben die Kassel Huskies gegen die Lausitzer Füchse gespielt

SR: Schadewaldt/Steinecker, Z: 3685, Tore: 0:1 (20:18) Garlent (Anders, Mäkitalo) , 1:1 (31:29) Weidner (Lowry, McGauley), 2:1 (32:47) Mieszkowski (Keck, Müller), 3:1 (43:57) Spitzner (Arniel, Shevyrin), 4:1 (51:00) McGauley (Lowry, Sykora - 5:4), Strafminuten: Kassel 6 - Füchse 10.

Auch interessant

Kommentare