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Kassel Huskies gewinnen in Dresden: Auch Eislöwen sind keine Stolperfalle für den Tabellenführer

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Von: Pascal Spindler

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Nicht zu Fall kommen: Husky Joel Keussen (Mitte) gegen Dresdens Johan Porsberger (unten). Das Foto entstand im Oktober in Kassel.
Nicht zu Fall kommen: Husky Joel Keussen (Mitte) gegen Dresdens Johan Porsberger (unten). © Dieter Schachtschneieder

Die Kassel Huskies haben die Partie in Dresden 4:2 gewonnen. Vor allem dank des starken Schlussdrittels, in dem die Mannschaft von Trainer Bo Subr mächtig aufdrehte.

Dresden – Erfolgreiche Weihnachtsreise für die Kassel Huskies. Bei den Dresdner Eislöwen gewinnen die nordhessischen Eishockey-Profis 4:2 (1:1, 0:0, 1:3), lassen sich auch von den zuletzt so formstarken Gastgebern nicht aus der Erfolgsspur bringen.

Bei den Huskies ist der Kader nach dem Sieg gegen Regensburg am vergangenen Freitag personell noch ein wenig ausgedünnter. Oleg Tschwanow fehlt krankheitsbedingt, Darren Mieszkowski aufgrund einer Oberkörperverletzung.

Doch das macht sich erstmal nicht bemerkbar. Die Huskies sind zu Spielbeginn die deutlich bessere Mannschaft, machen Tempo, spielen schwungvoll. Jamie Arniel hat die erste Möglichkeit für Kassel, setzt die Scheibe allerdings rechts am Pfosten vorbei (1.). Später versucht es Tristan Keck von rechts (6.), Tomas Sykora nach Zuspiel von Tim McGauley direkt aus der Mitte (8.) – noch nicht platziert genug.

Die Gastgeber setzen in den Anfangsminuten dagegen offensiv nur wenig Akzente. Doch wenn die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann mal durchkommt, wird’s gefährlich: Timo Walther marschiert nach vier Minuten alleine auf Jerry Kuhn zu, setzt die Scheibe allerdings am Tor vorbei. Matej Mrazek haut sie wenig später ans Außennetz (10.) – Annäherungsversuche in einer Partie, die ansonsten die Huskies bestimmen. Doch die werden plötzlich geschockt: Jordan Knackstedt setzt zum Solo-Lauf an, lässt Stephan Tramm sehenswert aussteigen und trifft aus kurzer Distanz zum 1:0 ins obere Eck (12.). Ganz starke Einzelaktion des Dresdner Kapitäns.

Kassel Huskies: Tristan Keck trifft doppelt gegen Dresdner Eislöwen

Die Eislöwen sind nun besser im Spiel. David Rundqvist (14.) und Tomas Andres vergeben gute Gelegenheiten (18.), um auf 2:0 zu erhöhen. Aber auch die Huskies haben Chancen. Und sie schlagen zurück: In Überzahl legt Jake Weidner quer auf Tristan Keck, der trifft freistehend zum 1:1 (19.). Dann aber Aufregung. Zählt der Treffer oder nicht? Dresdens Arne Uplegger hatte kurz zuvor seinen Schläger verloren, Joel Keussen diesen dann aus dem Angriffsdrittel geschoben. Kurze Beratung der Schiedsrichter, dann die Entscheidung: Der Treffer zählt.

Dresden ist der erwartet unbequeme Gegner, selbstbewusst nach sechs Siegen in Serie. Johan Porsberger hat nach der ersten Drittelpause in Überzahl eine gute Schussposition, verliert dann aber die Scheibe (25.), auch Simon Karlsson (32.) und Andres (33.) lassen gute Gelegenheiten aus, David Suvanto trifft in der 34. Minute die Latte, ehe der Puck ins Fangnetz fliegt. Dresden ist im Mitteldrittel die bessere Mannschaft, hat die besseren Tormöglichkeiten. Eine riesige Chance lassen allerdings auch die Huskies liegen: McGauley fährt vors gegnerische Tor, bekommt den Puck, schießt – doch Eislöwen-Goalie Janick Schwendener ist auf dem Posten (38.).

Ohne Tore geht's in die nächste Pause, aus der die Huskies dann wieder enorm schwungvoll kommen – und direkt in Führung gehen: Viel los vor Schwendener, Weidner bekommt die Scheibe und schießt sie zum 2:1 ins Netz (41.) Gerade einmal 35 Sekunden sind im Schlussdrittel gespielt. Und die Huskies machen sofort weiter: Keck schiebt den Puck nach einem Pfostentreffer ins leere Tor (43.) – 3:1 für Kassel.

Dresden wehrt sich noch mal, scheitert jedoch an Kuhn oder hat Pech. Und die Huskies? Die treffen durch McGauley zum 4:1 (55.). Alles durch also? Fast. Denn Suvanto verkürzt schnell auf 2:4 (58.). Näher kommt Dresden aber nicht mehr ran, die Huskies siegen weiter. (Von Pascal Spindler)

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