Tabellenführung ausgebaut

Huskies feiern 6:1-Kantersieg in Dresden - Spitzner trifft dreifach, Sorge um Christ

Lois Spitzner (links) jubelt in Dresden über drei Tore. Mit im Bild: Troy Rutkowski (Mitte) und Derek Dinger.
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Dreierpacker: Lois Spitzner (links) jubelt in Dresden über drei Tore. Mit im Bild: Troy Rutkowski (Mitte) und Derek Dinger.

Kantersieg, Dreierpack von Lois Spitzner, zwei Überzahltore, aber auch Sorgen um Michi Christ: So lässt sich das souveräne 6:1 (1:0, 4:0, 1:1) der Kassel Huskies bei den Dresdner Eislöwen am Samstagabend zusammenfassen.

Und weil noch dazu Verfolger Freiburg zeitgleich 1:4 in Kaufbeuren verloren hat, haben die Huskies ihren Vorsprung an der Tabellenspitze der zweiten deutschen Eishockeyliga auf 15 Punkte ausgebaut und nebenbei Torhüter Jerry Kuhn ein schönes Geschenk zum 35. Geburtstag beschert.

Starten wir mit dem Blick aufs Personal: Es fehlen bei den Huskies Laub, Cameron, Schmidpeter, Cornet und Burns – dafür aber kehrt Corey Trivino nach einem Spiel Pause zurück und löst eine Art Dominoeffekt aus. Denn er bildet eine Angriffsformation mit Vinny Saponari und Lois Spitzner, Clarke Breitkreuz rückt dafür in die Reihe mit Oliver Granz und Eric Valentin, Lasse Bödefeld an die Seite von Michi Christ und Paul Kranz.

Auch die Dresdner vermissen zwei Leistungsträger: Torhüter Riku Helenius droht mit einer Knöchelverletzung das Saisonaus, Kapitän und Topscorer Jordan Knackstedt hatte sich beim verrückten 7:8 nach Penaltyschießen in Bad Nauheim am Donnerstag am Oberkörper verletzt. Für ihn rückte Ex-Husky Steve Hanusch in den Angriff, eigentlich etatmäßiger Verteidiger.

Und nun aber rein ins Spiel, für die Huskies Nummer 43, für die Eislöwen Nummer 44 der Hauptrunde. Das erste Drittel ist arm an Höhepunkten – weshalb wir direkt in die Schlussphase springen. Als Rene Kramer, auch ein Dresdner mit Kasseler Vergangenheit, allein vor Leon Hungerecker auftaucht, reagiert der junge Kasseler Keeper glänzend. 19 Minuten sind da schon gespielt, es ist die bis dahin beste Torchance. Doch eine Minute später machen es die Huskies besser: Saponari legt Sturmpartner Spitzner die Scheibe in den Lauf, der entkommt drei Dresdnern und hebt den Puck über Nick Jordan Vieregges Fanghand ins Toreck. 52,8 Sekunden stehen noch auf der Uhr, als dieses 1:0 fällt.

Und Vieregge rückt auch im zweiten Drittel in den Fokus: Denn die Huskies machen es nun ganz im Stile eines Spitzenreiters, kontrollieren aus einer sicheren Defensive heraus das Geschehen und bauen ihre Führung mit einem Doppelschlag innerhalb von 77 Sekunden auf 3:0 (28./29.) aus. Und das geht so: Denis Shevyrin serviert Dustin Reich die Scheibe mit der Rückhand vors Tor – und der bedankt sich mit seinem ersten Profi-Tor. Kurz darauf erinnert sich Ryan Olsen an die Art und Weise, wie Shevyrin am Donnerstag gegen Ravensburg getroffen hat – auch er nimmt diesmal am linken Bullykreis Maß und zimmert die Scheibe bei eigener Überzahl zum 3:0 ins Tor. Auch am 4:0 hat Olsen großen Anteil: Er gewinnt das Bully vor Vieregge, legt quer und Spitzner sagt danke (37.).

Eine Schrecksekunde haben die Huskies da schon inter sich: Thomas Supis hat kurz zuvor Michi Christ in die Bande gecheckt – Christ muss beim Verlassen des Eises und auf dem Weg in die Kabine gestützt werden. Er wird nicht mehr zurückkehren.

Die zunehmende Disziplinlosigkeit der Hausherren bestrafen die Huskies mit dem 5:0 – wieder in Powerplay: Saponari bedient Spitzner, der zum dritten Mal trifft (40.). Damit noch nicht genug – zu Beginn des Schlussdrittels lässt erneut Saponari die Scheibe am rechten Pfosten liegen, Trivino streckt sich und schiebt sie zum 6:0 über die Linie (44.). Für den 18 Jahre alten Vieregge ist danach die Partie beendet. Für ihn kommt David Miserotti-Böttcher, 19 Jahre alter DNL-Torhüter. Dass Matek Mrazwek per Rückhand noch zum 1:6 trifft (49.) – nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Schon am Montag geht es für die Huskies weiter in Freiburg.

SR: Fischer/Janssen

Tore: 0:1 (19:07) Spitzner (Saponari, Trivino), 0:2 (27:19) Reich (Shevyrin, Valentin), 0:3 (28:36) Olsen (Keussen - 5:4), 0:4 (36:20) Spitzner (Olsen) , 0:5 (39:18) Spitzner (Saponari, Trivino -5:4), 0:6 (43:22) Trivino (Dinger, Saponari), 1:6 (48:07) Mrazek

Strafminuten: Dresden 16 - Kassel 8

(Von Michaela Streuff)

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