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Hans Detsch im Interview: So habe ich die Playoff-Serie gegen Weißwasser erlebt

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Von: Pascal Spindler

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Arbeitet am Comeback: Huskies-Spieler Hans Detsch (links) verfolgt die Partien seines Teams aktuell als Zuschauer, will schnell wieder zurück aufs Eis.
Arbeitet am Comeback: Huskies-Spieler Hans Detsch verfolgt die Partien seines Teams aktuell als Zuschauer, will schnell wieder zurück aufs Eis. © Dieter Schachtschneider

Hans Detsch fehlt den Huskies aktuell verletzt. Bei den Playoff-Spielen gegen Weißwasser war er natürlich trotzdem dabei – als Zuschauer. Wir haben mit ihm über die Serie gesprochen.

Kassel – Gleich mehrere Stammkräfte fehlen den Kassel Huskies aktuell verletzt. Einer von ihnen: Hans Detsch, der an einer Unterkörperverletzung laboriert. Im Playoff-Viertelfinale kam er nicht zum Einsatz. Die Spiele hat er dennoch genau verfolgt. Wie und wo er das tat und wie optimistisch er ist, bald wieder das Trikot des Eishockey-Zweitligisten überstreifen zu können, verrät er im Interview.

Vorweg: Wie geht es Ihnen aktuell?

Vom Kopf her habe ich mich mit der Verletzung abgefunden. Ich habe mir auch schon das Ziel gesteckt, bald wieder anzugreifen.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass Sie in den Playoffs nochmal auf dem Eis stehen?

Mithilfe der Physiotherapeuten und der Ärzte arbeite ich jeden Tag an meinem Comeback. Ich hoffe natürlich darauf, in den Playoffs nochmal zu spielen. Das ist das Ziel. Es wäre sonst echt arg bitter, dem Team in der geilsten Zeit der Saison nicht helfen zu können.

Beim Viertelfinale gegen Weißwasser konnten Sie aufgrund Ihrer Verletzung nur zusehen. Wie war Ihr Eindruck von der Serie?

Vorher wurde viel von außen herangetragen, dass Weißwasser unser Angstgegner sei, weil wir in der Hauptrunde dreimal gegen sie verloren haben. Diese Gedanken haben unser Team aber glücklicherweise nicht beeinflusst. Wir waren in jedem Spiel das bessere Team, wobei Weißwasser wirklich gut gekämpft hat. Auf der Tribüne hat es mich manchmal echt gejuckt, das muss ich zugeben.

Also sind Sie als Zuschauer eher unruhig?

Nun ja, ich bin schon ein aktiver Zuschauer und rege mich gerne mal auf (lacht). Mal über den Schiedsrichter, mal über eine vergebene Chance. Mir fällt es schon schwer, mich da zu beherrschen. Am liebsten würde ich runtergehen und helfen. Aber das geht ja nicht. Ich muss schon sagen, alle Spiele der Serie waren sehr gut anzuschauen.

Wie haben Sie die Stimmung in der Eissporthalle empfunden?

Das hat schon Spaß gemacht. Ich habe auch mit den Jungs gesprochen, die fanden die Atmosphäre auch geil. Jeder in der Halle hat mitgemacht. Ein Tor schießen, einen Schuss blocken – das wurde von den Fans immer honoriert. In den Playoffs gibt jeder, egal ob auf der Tribüne oder auf dem Eis, nochmal ein paar Prozent mehr. Das merkt man schon.

Und wie haben Sie die Auswärtspartien verfolgt?

Da saß ich vor dem Fernseher. Das erste Spiel habe ich mit Denis Shevyrin, Vincent Schlenker und Jake Kielly bei mir zuhause geguckt. Da sind wir ab und zu auch schon mal von der Couch aufgesprungen. Das zweite Spiel habe ich dann beim Nachbarn geschaut.

Klingt nach nervenaufreibenden Fernsehabenden. Zu trinken gab es aber nur Wasser statt Bier?

Ich möchte schnell wieder fit werden und trinke deshalb keinen Alkohol. Die Gesundheit ist wichtig. So fürs Gefühl habe ich aber zumindest mal alkoholfreies Bier besorgt (lacht).

Von den Fans werden Sie liebevoll „Hooligan“ gerufen, weil Sie keiner Konfrontation aus dem Weg gehen. Im zweiten Spiel gab es den Faustkampf zwischen Joel Lowry und Clarke Breitkreuz, den Lowry für sich entschied. Macht Ihnen da etwa jemand Konkurrenz?

Er weiß sich auf jeden Fall zu verteidigen und kann die Griffe (lacht). Der Kampf war sehr gut von Joel. Das Timing war gut, der Moment war gut. Den ersten Schlägen ist er noch ausgewichen, hat dann welche gesetzt. Alles perfekt.

Die Mannschaft hat den gewonnen Kampf in der Halle gefeiert wie ein Tor.

Das war ein absolutes Zeichen. Danach kam von Weißwasser nicht mehr viel körperliche Gegenwehr. Von dem her war das auch wichtig für die Serie

Der Halbfinal-Gegner steht noch nicht nicht fest. Landshut und Bad Nauheim sind mögliche Optionen. Welcher Kontrahent wäre Ihnen lieber?

Mit Bad Nauheim haben wir aus der vergangenen Saison noch eine Rechnung offen. Dazu ist es ein Derby. Aber mir persönlich ist es egal. Es werden in jedem Fall geile Spiele

Zur Person

Hans Detsch (28) wurde am 20. Mai 1994 in Landsberg am Lech geboren. Der Stürmer wechselte im Sommer 2021 vom DEL-Klub ERC Ingolstadt zu den Kassel Huskies und stand für die Nordhessen seither in 100 Pflichtspielen auf dem Eis. Detsch ist in Kassel aufgrund seiner körperbetonten Spielweise schnell zum Publikumsliebling gereift. Der Bayer ist verheiratet mit Elisa, hat mit ihr den Sohn Rudi. 

Von Pascal Spindler

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