Frankfurt vorn, Meister Bietigheim steckt in Krise

Auffälligkeiten der DEL 2: Huskies im Aufwind

Vorlagenkönig der Huskies: Taylor Carnevale bereitete schon neun Treffer vor. Foto: Schachtschneider

Kassel. Sie nimmt so langsam an Fahrt auf, die Saison in der zweiten Deutschen Eishockey-Liga. Acht von 52 Spieltagen sind absolviert.

Wir nehmen das zum Anlass und blicken auf die Auffälligkeiten der Liga:

Die Kassel Huskies

Die Mannschaft von Trainer Rico Rossi kommt langsam in Schwung. Dank der Erfolge gegen Aufsteiger Heilbronn (6:4) und beim SC Riessersee (5:2) freuten sich die Huskies am vierten Spieltagswochenende erstmals über sechs Punkte. Sie klettern damit in der Tabelle auch erstmals ins obere Drittel. Nach Platz acht in der Vorwoche stehen sie nun bereits auf Rang fünf. Gegen Riessersee klappt das, was gegen Heilbronn noch in zu vielen Situationen schwergefallen war. Die Huskies ließen die Scheibe laufen, spielten fast 60 Minuten lang aggressives Forechecking und suchten den schnellen Abschluss, anstatt zu lange darauf zu warten, mit endlosem Passspiel die Lücke in der gegnerischen Abwehr zu finden. „Das war unsere beste Leistung bisher. Wir waren offensiv stark und stabil in der Defensive“, sagte Rossi.

Auch der Blick auf die Statistik macht Freude: Eng geht’s mittlerweile im Kampf um den Goldenen Helm des Topscorers zu. Taylor Carnevale punktete am Wochenende fleißig mit Vorlagen und kommt mit einem Tor und neun Assists ebenso wie Jamie MacQueen auf zehn Punkte.

Der 27-Jährige jedoch gehört eher in die Kategorie Vollstrecker (fünf Tore, fünf Vorlagen). 3,88 Tore pro Partie haben die Huskies im Schnitt erzielt – der Durchschnitt der Liga liegt bei 3,22.

Die Kasseler haben das drittbeste Powerplay der Liga, erzielen in jedem vierten Powerplay ein Tor. Nur Riessersee und Frankfurt sind besser.

Spitzenreiter aus Südhessen

Apropos Frankfurt: Huskies-Trainer Rico Rossi hatte schon vor Saisonbeginn betont, dass der Kasseler Erzrivale zu den besten drei Mannschaften der Liga gehört. Derzeit grüßen die Löwen von der Tabellenspitze. Seit dem fünften Spieltag stehen sie auf Platz eins, derzeit mit zwei Punkten Vorsprung vor den zweitplatzierten Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Zwei, die großen Anteil daran haben: Topscorer Richard Mueller, der acht der 31 Tore (vier Vorlagen) der Löwen erzielt hat. Ex-Husky Matt Tomassoni hat bereits viermal getroffen (vier Vorlagen).

Meister außer Tritt

Ein Team, das in der vergangenen Saison ein gefühltes Dauer-Abo auf Rang eins hatte, war am Ende der Meister: die Steelers aus Bietigheim, die nach der Hauptrunde 15 Punkte Vorsprung auf Vizemeister Bremerhaven hatten. Doch der Champion hat Startschwierigkeiten, liegt derzeit hinter den Huskies auf Rang sieben. Allein am Wochenende kassierte die Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet 13 der 24 Gegentore, unterlag 5:6 dem SC Riessersee sowie überraschend hoch mit 3:7 bei Aufsteiger EHC Freiburg. „Vor zwei Wochen habe ich gedacht, wir haben kein Problem. Wir haben in Ravensburg 7:1 gewonnen und Rosenheim 5:1 zu Hause geschlagen. Wir müssen nun einen Weg finden – und ich bin überzeugt, dass wir einen finden“, sagte Gaudet. Dabei haben mit Mark Heatley und Cris St. Jacques nur zwei Spieler den Kader verlassen, einer der Neuzugänge war Sebastian Alt, in der Saison 2014/15 noch ein Husky. Am Freitag können sich die Huskies-Fans ein eigenes Bild von den Steelers machen: Ab 19.30 Uhr sind sie zu Gast in der Kasseler Eissporthalle.

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