Rund um das 7:3 gegen Kaufbeuren

Auffälligkeiten des Huskies-Sieges: Dreierpacks, Debüts und schweres Eis

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Erster Dreierpack und Torschütze des Monats September: Husky Ben Duffy holt sich nach dem 1:1-Ausgleich die Glückwünsche seiner Mitspieler ab.

Das 7:3 gegen Kaufbeuren, es war für die Kassel Huskies der sechste Sieg im sechsten Heimspiel. Und doch gibt’s noch mehr Geschichten rund um das zehnte Saisonspiel des DEL2-Tabellenführers. Hier sind die Auffälligkeiten.

. Die erste Humba:Sie wollten sich gar nicht mehr trennen – die Huskies und ihre Fans. Noch minutenlang, nachdem die Spieler schon lange in der Kabine verschwunden waren, klatschten und skandierten die Anhänger: „Wir wollen die Huskies sehen.“ Und die taten ihnen den Gefallen. Sie kamen zurück – zum ersten Mal in dieser Saison. Feierten gemeinsam mit ihren Anhängern ihre nächste Tor-Party. Machten die Humba.

„Die Atmosphäre ist großartig“, fasst Torhüter Jerry Kuhn die Sicht der Spieler zusammen. „Es fühlt sich in eigener Halle derzeit so einfach an. Mir persönlich vermittelt es ein Gefühl der Ruhe, aus dem ich Kraft ziehen kann.“

. Der erste Dreierpack und die erste Auszeichnung:Die erlebte Ben Duffy. Der Kanadier erzielte den ersten Dreierpack im Huskies-Dress, fast schien es, als habe er sich Inspiration von Alexander Karachun geholt. Der Ex-Wolfsburger hatte gegen Heilbronn bereits einen Hattrick geschnürt, gegen Kaufbeuren gelang ihm das im zweiten Heimspiel hintereinander. Zunächst war Noureddie Bettahar als Torschütze durchgesagt worden. Mit Daumen- Hoch-Zeichen ging Sturmpartner Austin Carroll an Duffy vorbei, einen Schulterklopfer gab’s von Michi Christ. Der Kasseler hatte Duffy auch einen weiteren besonderen Moment beschert: „Er hat mir den Puck, mit dem ich den dritten Treffer erzielt habe, gesichert“, sagte er später. „Ich habe zuletzt ein paar gute Chancen ausgelassen, von daher freue ich mich besonders.“

Dieser Dreierpack zeigt aber auch: Duffy ist angekommen in der neuen Heimat. „Es ist nicht einfach, den Kontinent zu wechseln, sich hier auf eine größere Eisfläche einzustellen, dazu eine neue Stadt kennenzulernen. Aber meine Reihe und auch ich, wir kommen immer besser in Fahrt.“ Sein nächstes Ziel: „Ich möchte beständiger spielen, dem Team helfen zu gewinnen. Die Mannschaft ist klasse, ich fühle mich hier sehr wohl.“

Ähnlich schätzt das auch Tim Kehler ein. Der Huskies-Coach sagt: „Es war eine starke Antwort von Ben heute nach der Leistung am Freitag. Seine Reihe war in Ravensburg nicht besonders gut. Ich hoffe, er entfacht Feuer für die Gruppe.“

Für Duffy folgte gestern eine weitere Auszeichnung: Er hat die Wahl zum Tor des Monats September gewonnen, zu der die DEL2 auf ihrer Homepage aufgerufen hatte. Sein Treffer im Auftakt-Derby gegen Frankfurt, ein sehenswertes Tänzchen durch die Löwen-Verteidigung, erhielt beim Online-Voting die meisten Stimmen.

. Das schwere Eis: „Es war ein schwerer Abend“, erklärte Kehler. Nicht nur, weil Kaufbeuren in den ersten beiden Dritteln gut mithielt, sondern auch wegen des Untergrunds. Die sommerlichen Temperaturen machten sich auch in der Halle bemerkbar. „Auf dem Eis war es warm, es war sehr langsam, für beide Mannschaften war es harte Arbeit, weil auch eine hohe Luftfeuchtigkeit dazu gekommen ist.“ Klar sei es schwerer, sagte auch Torhüter Jerry Kuhn. „Aber wir trainieren bei solchen Bedingungen auch auf dem Eis, es hilft bei der Kondition.“

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