Drei Powerplaytore entscheiden Partie

0:3 - Steelers stoppen Aufholjagd der Huskies

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Fokussiert: Die Huskies Michi Christ (links) und Torhüter Marcel Melichercik (hinten) im Duell gegen Bietigheims Rene Schoofs. Das Bild entstand beim Spiel in Kassel.

Die Aufholjagd der Huskies ist im letzten Spiel des Jahres gestoppt worden. Beim amtierenden Meister Bietigheim unterlagen die zuvor in vier Spielen ungeschlagenen Kasseler mit 0:3 (0:2, 0:0, 0:1).

Drei Powerplaytore entschieden die Partie zugunsten der Mannschaft des ehemaligen Kasseler Co-Trainers Hugo Boisvert.

Von der Heimschwäche der Steelers, nur Bayreuth und Deggendorf sind in eigener Halle derzeit schlechter, war kaum etwas zu sehen. Wobei: Los ging es zunächst mit einem Ausrufezeichen der anderen Art, nämlich mit der vielleicht schnellsten Prügelei der DEL2-Geschichte. Nach zwei Sekunden gerieten Husky Michi Christ und Bietigheims Shawn Weller aneinander, es flogen die Fäuste, beide mussten insgesamt jeweils 14 Minuten auf die Strafbank. Die sportliche Anfangsphase gehörte den Hausherren, die gleich aus ihrer ersten Überzahl Kapital schlugen: 25 Sekunden, bevor Florian Kraus hätte zurückkehren dürfen, landete ein Abpraller bei Yannick Wenzel am linken Bullykreis, der unbedrängt zum 1:0 abschloss (6. Minute). Auch das zweite Powerplay der Steelers saß: Weller verwertete einen Querpass direkt vor Melichercik zum 2:0 (20.).

Allerdings hatten auch die Huskies ihre Chancen in einer zusehends enger werdenden, intensiven Partie. Jens Meilleur hatte nach dem 0:1 den postwendenden Ausgleich auf der Kelle, vergab aber freistehend aus zentraler Position (6.). Adriano Carciola versuchte es aus der Distanz (9.), fand aber in Torhüter Ilya Sharipov seinen Meister, Corey Trivino setzte die Scheibe knapp am Pfosten vorbei (11.). Auf der anderen Seite hatten die Huskies Glück, als Norman Hauner erst von rechts verpasste, dann ein Solo neben den Pfosten setzte (13.).

Auf Augenhöhe ging’s auch im zweiten Drittel weiter. Gegen Ende des Abschnitts, nachdem sie zuvor zwei weitere Strafzeiten überstanden hatten, erspielten sich die Huskies ihre besten Gelegenheiten: Erst Nick Walters und Sebastien Sylvestre mit einem Doppelschlag (39.), dann Tyler Gron mit einem Schlagschuss (40.) – dreimal war jedoch Sharipov Endstation.

Gefragt war auf Seiten der Kasseler also weiterhin Geduld. Der Anschlusstreffer lag in der Luft – fallen aber wollte er nicht. Den Vorteil ihrer dritten Überzahl nutzten die Huskies nicht. Stattdessen spielen die Bietigheimer fast zwei Minuten in doppelter Überzahl. Die hatten die Kasseler fast überstanden, als Melichercik wenige Sekunden vor deren Ende die Scheibe durch die Schoner rutschte – das 0:3 durch erneut Weller war die Entscheidung (54.).

Statistik: So haben die Kassel Huskies gespielt

Schiedsrichter: Gogulla/Vogl, 

Zuschauer: 3699

Tore: 1:0 (5:26) Wenzel (Sommerfeld, Swinnen - 5:4), 2:0 (19:25) Weller (Cabana, Sommerfeld - 5:4), 3:0 (53:31) Weller (Cabana, Sommerfeld - 5:4)

Strafminuten: Bietigheim 12 + 10 Weller, Kassel 16 + 10 Christ

So geht es bei den Kassel Huskies weiter

• Mittwoch, 2. Januar, 19.30 Uhr: auswärts bei Tölzer Löwen 

• Freitag, 4. Januar, 20 Uhr: auswärts in Crimmitschau

• Sonntag, 6. Januar, 14 Uhr (statt 18.30 Uhr): Familientag und Sonderzug der Freiburger Fans: Heimspiel gegen Wölfe Freiburg

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