Verteidiger zum heutigen Gegner

Joel Keussen warnt vor Landshut: „Unheimlich viel Qualität“

Aufrappeln angesagt: Die Kassel Huskies wollen nach dem 1:5 in Crimmitschau heute in Landshut eine Reaktion zeigen. Das Foto zeigt Husky Brett Cameron liegend gegen Landshuts Benedikt Brückner.
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Aufrappeln angesagt: Die Kassel Huskies wollen nach dem 1:5 in Crimmitschau heute in Landshut eine Reaktion zeigen. Das Foto zeigt Husky Brett Cameron liegend gegen Landshuts Benedikt Brückner.

Keine 48 Stunden nach dem 1:5 in Crimmitschau, wartet heute bereits das nächste Spiel auf die Kassel Huskies. Sie fahren nach Landshut. Kein leichter Gegner, wie Joel Keussen betont.

Kassel – Das 80. Pflichtspiel für die Kassel Huskies ist für Joel Keussen kein schönes gewesen. Beim 1:5 (0:3, 1:1, 0:1) machte sich der Eishockey-Zweitligisten das Leben selbst schwer, schenkte den Westsachsen die meisten Tore durch eigene Fehler. Schon heute haben die Huskies die Chance, es besser zu machen: Ab 19.30 Uhr sind sie beim EV Landshut zu Gast.

„Ich bin sehr enttäuscht. Wir wurden hier zum zweiten Mal in dieser Saison deutlich ausgespielt“, sagte Trainer Tim Kehler und wies so auch auf die 1:4-Niederlage im ersten Duell im Oktober hin. „Crimmitschau war in allen Belangen besser. Sie waren spritziger, giftiger, aggressiver. Wir sind nicht an unsere Top-Leistung herangekommen, die wir in dieser Saison brauchen, um die Gegner zu schlagen“, sagte Abwehrspieler Keussen.

„Daran müssen wir arbeiten“

Wie kann das aber sein, dass die Huskies nach sechs Tagen ohne Spiel nicht so leichtfüßig sind wie die Eispiraten und defensiv so große Fehler machen? „Die Belastung war in den letzten Wochen wirklich hoch, das lässt sich auch nicht mit einem ausgefallenen Spiel ausgleichen. Die Fehler müssen angesprochen werden, daran müssen wir arbeiten. Das haben wir am Donnerstag in der Videoanalyse auch getan“, so Keussen.

Joel Keussen, Abwehrspieler von den Kassel Huskies.

Wenn die Huskies aktuell auswärts verlieren, dann gibt es meist deutliche Pleiten. 2:7 in Freiburg, 0:6 in Dresden, jetzt 1:5 in Crimmitschau. Warum ist das so? „In allen drei Partien haben wir das Spiel schon im ersten Drittel aus der Hand gegeben. Da läufst du dann erst mal einem Rückstand hinterher“, sagt Keussen und betont: „Es liegt nicht am Einsatzwillen. Wir haben da auch gegen drei Teams gespielt, die das gut über die Zeit gebracht haben. Wir haben es nicht geschafft, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Am Mittwoch hatten wir direkt nach dem 1:4 eine Großchance. Schießen wir da gleich das zweite Tor, denkt auch Crimmitschau nach.“

Keine Unruhe in der Kabine

Trotz der Niederlage herrsche in der Kabine keine Unruhe. „Das ist die große Qualität dieser Mannschaft. Wir bleiben zusammen, es herrscht gute Stimmung – ohne dass Partymucke läuft und wir uns gratulieren, wie geil wir sind“, sagt Keussen. Der Zusammenhalt sei auch der Weg aus der Krise zu Saisonbeginn gewesen.

Schon heute soll der Hebel wieder umgelegt werden. Doch Keussen warnt vor Landshut. Viele hatten den EVL vor der Saison weit oben in der Tabelle erwartet, bislang enttäuschten die Bayern als Vorletzter. Zuletzt gelangen ihnen gegen Selb und Bayreuth zwei Siege in Folge. „Sie haben so unheimlich viel Qualität und Talent im Team wie sonst kaum eine Mannschaft in der Liga. Landshut hatte Pech mit Verletzungen und Corona – ich kann mir dennoch nicht vorstellen, dass sie nicht in die Playoffs kommen werden.“

Apropos Corona: Inwiefern spielt das Thema bei Keussen und seinen Mitspielern eine Rolle? Schließlich sind neben der DEL 2 und dem Eishockey auch andere Sportarten massiv betroffen. „Man macht sich schon Sorgen, hat das im Kopf. Die Auswirkungen für Sportler sind nicht so richtig absehbar. Ich kenne einige, die nach einer Infektion lange mit Problemen und Herzmuskelentzündungen zu kämpfen hatten. Wir haben in Kassel bislang sicher Glück gehabt, gehen damit aber auch sehr verantwortungsvoll um“, sagt der 30-Jährige.

Löwen Frankfurt legen personell nach

Brett Breitkreuz, Bruder von Ex-Husky Clarke, kehrt nach Frankfurt zurück. Er war von 2015 bis 2019 bei den Löwen aktiv, im Sommer beendete er eigentlich mit dem DEL-Aufstieg mit den Bietigheim Steelers seine Karriere.

Neben Breitkreuz könnte auch Ex-Husky Nathan Burns bald das Löwen-Trikot tragen. Gerüchten zufolge soll der Deutsch-Kanadier nach überstandener Knieverletzung zuletzt in Frankfurt mittrainiert haben.

Von Björn Friedrichs

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