Erstes Duell war Wendepunkt

Huskies und Bayreuth: Im Gleichschritt aus der Krise ins Formhoch

Kein Vorbeikommen: Im Oktober verloren die Huskies zuhause gegen Bayreuth mit 0:3. Tigers-Torwart Timo Herden (links) feierte einen Shutout.
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Kein Vorbeikommen: Im Oktober verloren die Huskies zuhause gegen Bayreuth mit 0:3. Tigers-Torwart Timo Herden (links) feierte einen Shutout.

Nach einer Woche Pause greifen die Kassel Huskies heute wieder ins Spielgeschehen ein. Gegner beim Auswärtsspiel sind die Bayreuth Tigers. Da war doch was?

Kassel – Um kurz vor 22 Uhr hatten die Kassel Huskies am Freitag, 22. Oktober, ihren zwischenzeitlichen Stimmungstiefpunkt erreicht. Soeben war der siebte Spieltag der DEL 2 zu Ende gegangen, die Huskies hatten das Kellerduell gegen die Bayreuth Tigers ziemlich trostlos mit 0:3 verloren, waren nun Tabellenletzter. Erstmals gab es Pfiffe von den Fans. Heute treffen die beiden Teams in Bayreuth (20 Uhr) wieder aufeinander – diesmal unter ganz anderen Vorzeichen.

Von einem Kellerduell kann nämlich längst keine Rede mehr sein. Für beide Teams war dieses Duell im Oktober eine Art Initialzündung. Bayreuth nahm den Schwung damals mit, fügte zwei Tage später den Löwen Frankfurt deren erste Niederlage zu, holte inklusive des Sieges in Kassel seitdem 22 Punkte. „Sie sind im Moment eins der besten Teams der Liga und haben mit Luke Pither, Cason Hohmann sowie Ville Järvelainen eine absolute Top-Reihe, die besondere Aufmerksamkeit von uns verlangt“, sagt Huskies-Trainer Tim Kehler.

Kehler erwartet starken Gegner trotz Personalsorgen

Die Tigers haben aktuell allerdings erhebliche Personalsorgen. Die Spiele gegen Kaufbeuren und Landshut vergangenes Wochenende wurden verlegt, das Derby bei den Selber Wölfen am Dienstag gewann Bayreuth mit gerade mal elf Feldspielern 6:4. Auch von den vielen Ausfällen will sich Kehler aber nicht täuschen lassen: „Sie finden immer Wege zu gewinnen. Sie spielen gut, effektiv und clever.“

Auch die Huskies starteten seit dem Spiel im Oktober eine Serie, holten 20 Punkte in zehn Spielen. „Wir werden besser als Team, spielen besser mit dem Puck. Jetzt geht es gegen Teams, die um uns herum in der Tabelle stehen. Das sind wichtige Partien“, sagt Kehler. Heute geht es für die Huskies nach Bayreuth, Sonntag kommt Landshut, Dienstag wartet das Auswärtsspiel in Freiburg. „Die Spieler hatten ein paar freie Tage. Es war in den Tagen zuvor viel Fahrerei, auch jetzt warten wieder lange Bustouren auf uns“, so Kehler.

Spiel in leerer Halle

Schade findet er, dass in Bayreuth keine Zuschauer dabei sein können: „Das ist enttäuschend für die Spieler und Fans. Es macht viel mehr Spaß, ist viel energiegeladener mit Zuschauern. An der Wichtigkeit dieser Partie ändert es aber nichts.“

Offen lässt er noch, wie der Ausfall von Mittelstürmer Corey Trivino aufgefangen werden soll. „Corey ist ein Topspieler der Huskies, seit ich hier bin. Es ist schwer, ihn zu ersetzen. Das wird nicht einer alleine machen können“, sagt Kehler. Ansonsten stehen ihm alle Spieler zur Verfügung. Im Tor startet heute Jerry Kuhn.

Von Björn Friedrichs

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