Eine Zwischenbilanz

Bei der Eishockeyjugend Kassel  läuft es  auch ohne Mokros rund

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Alle hören zu: Ernst Reschetnikow, hier mit einem Jugendteam, ist einer von drei hauptamtlichen Trainern der Eishockeyjugend Kassel.

Die ersten Monate ohne den langjährigen Macher Milan Mokros sind bei der EJK vorbei, viele Spiel absolviert. Wir fragten nach, wie der personelle Umbruch bewältigt wurde.

 „Ich bin schon wie Milan“, stellt Ernst Reschetnikow fest, nachdem er im Gespräch über eine erste Zwischenbilanz der Eishockeyjugend Kassel (EJK) in der ersten Saison ohne den bisherigen Cheftrainer Milan Mokros gleich mehrfach genaue Spieltermine der einzelnen Mannschaften aus dem Kopf rezitiert hatte.

Der 31-Jährige hat die Koordination der Wettkampf- und Trainingsorganisation von Mokros übernommen. Eine echte Herkulesaufgabe. Im August und September war er regelmäßig von 8 bis 15 Uhr mit Bussen, Sanitätern, Schiedsrichtern und den Durchführungsbestimmungen des Deutschen Eishockeybundes (DEB) beschäftigt, bevor er nachmittags mit seinen Teams zum Training aufs Eis ging. „Inzwischen hat sich vieles eingespielt und es ist ein bisschen Ruhe reingekommen“, sagt Reschetnikow.

Zusammen mit Horst Fahl und Jan Pantkowski gibt es bei der EJK jetzt drei hauptamtliche Trainer, die die 185 Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in neun Teams von den U9-Bambini über die U 20 bis hin zu den Senioren – 89ers und Ice Cats – koordinieren. 141 Spiele und 20 Turnier müssen in der aktuellen Spielzeit organisiert werden, dazu kommt die Laufschule.

„Wir haben uns gut gefunden“, sagt Fahl. Mindestens alle zwei Wochen kommt das Trainertrio abseits der Trainingsarbeit zusammen, um die wichtigsten Dinge in Ruhe zu besprechen. Hinzu kommen regelmäßige Sitzungen mit Matthias Kolodziejczak als Vorsitzendem.

„Milan kommt sehr selten in die Halle“, berichtet Fahl. „So halb dabei zu sein, das geht eben nicht.“ Aber man wisse immer, dass der 62-Jährige bei Not am Mann da wäre. „Da können wir uns hundertprozentig auf ihn verlassen.“ Für Mokros ist es eine bewusste Entscheidung, nicht mehr jeden Tag in der Halle zu sein: „Es ist gut, dass jetzt jüngere Leute meine Arbeit aus den letzten 22 Jahren weiter gestalten. Ich bin stolz auf die Entwicklung der Kinder, und die aktuellen Ergebnisse sind auch nicht schlecht.“ Für ihn gehe es momentan darum, seine gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen. „Außerdem will ich nicht, dass die Jungs denken, ich beobachte sie“, lacht Mokros.

Sportlich sind die neuen Coaches mit der Entwicklung ganz zufrieden. Die U 20 bekam nach schwerem Start in der DNL III die Kurve und ist Tabellendritter. Für die U 17 ist auf Rang sechs mit weniger Spielen als die Gegner noch Luft nach oben. „Eigentlich wären die Jungs ein Team für die oberen Plätze, aber um den Kader der U20 voll zu bekommen, müssen sie häufig bis zu vier der besten Spieler abgeben“, erläutert Fahl. Während die U 15 vor allem am Toreschießen arbeiten muss, sind die Ergebnisse der U 13 gut. „Spielerisch können wir uns aber noch deutlich verbessern“, sagt Reschetnikow selbstkritisch. Die jüngeren Jahrgänge entwickeln sich positiv.

„Die gute Entwicklung ist auch der verbesserten Anbindung zur ersten Mannschaft und der Intensivierung des Trainings abseits des Eises zuzuschreiben“, sagt Pantkowski. „Luft nach oben gibt es in der Organisation immer, aber im Großen und Ganzen hatten wir einen guten Start.“

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