Vor dem Playoff-Derby gegen Frankfurt

Bitter für die Kassel Huskies: Michi Christ fällt vier Wochen aus

Kassel. Diese Nachricht trifft die Huskies hart vor Beginn der Playoffs gegen die Löwen Frankfurt: Stürmer Michi Christ fällt mit einer Knieverletztung für die nächsten vier Wochen aus.

Aktualisiert um 18.12 Uhr - Es passierte im ersten Drittel des letzten Hauptrundenspiels gegen die Bietigheim Steelers: In einem Zweikampf verdrehte sich Michi Christ das Knie, fiel anschließend auch noch direkt auf dieses Knie. Der 28-jährige Stürmer des Eishockey-Zweitligisten Kassel Huskies musste das Spiel abbrechen. Später humpelte er an Krücken aus der Kabine, das Knie geschient.

Was da schon zu befürchten war, ist nun Gewissheit. Christ, einer der Kasseler Jungs im Team, wird fehlen. Vier Wochen lang. Nichts wird es mit den Playoffs. Nichts mit der Viertelfinale-Serie gegen Frankfurt, die am kommenden Dienstag beginnt. Kein Wunder, dass der Ärger groß ist. „Am Sonntag hatte ich richtig Frust. Ich war auf 180 und hab meine Ausrüstung durch die Kabine gepfeffert.“ So schildert Christ die Situation nach der Verletzung. Da ahnte er bereits, dass es ernster sein würde: „Man kennt seinen Körper mit der Zeit. Ich hatte mit der Sache auch schon vorher zu tun. Beim Eishockey war ich aber schmerzfrei, sonst hätte ich das nicht probiert. Die Bewegung, bei der es passiert ist, war dann keine Eishockey-spezifische.“ Beim Rückwärtslaufen war er von hinten gegen einen Gegenspieler geprallt.

Untersuchungen bei Mannschaftsarzt Hans-Günter Schafdecker brachten dann auch das bittere Ergebnis. „Wir haben eine Bandverletzung am Kniegelenk festgestellt. In den kommenden vier Wochen wird er nicht spielfähig sein“, erklärte Schafdecker. Christ wird konservativ behandelt, eine Operation ist nicht nötig.

Ein Schlag ist dieser Ausfall auch für Mannschaft und Trainer. Rico Rossi sagt: „Das ist ein Riesenverlust, das steht außer Frage. Mit Michi und Manuel Klinge fehlen uns zwei Führungsspieler, zwei Kapitäne der Mannschaft.“ Er unterstreicht den Wert, den Christ gerade in der Kabine hat. Und gerade auch im Derby gegen die Löwen. Rossi betont aber auch: „Jetzt zeigt sich, wie wichtig Tiefe im Kader sein kann.“

Wenn es am Dienstag losgeht in Frankfurt, dann wird Christ auf der Tribüne sitzen, wird in jeder Pause aber bei der Mannschaft sein. Er will weiterhin seine Rolle in der Kabine ausfüllen als einer derer, die den Mund aufmachen. Und die Resthoffnung, noch einmal eingreifen zu können, die ist zumindest noch da. „Die Jungs müssen jetzt halt mal explodieren und gutes Eishockey spielen“, sagt Christ. Und es ins Finale schaffen für eine mögliche Rückkehr des Stürmers.

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