2:5 gegen Frankfurt - bitterer Abschluss im Derby für die Huskies - Video

Kassel. Das letzte Spiel 2014, die Eissporthalle mit 6100 Zuschauern erstmals ausverkauft, der Gegner aus Frankfurt - es hätte der traumhafte Abschluss eines fantastischen Jahres für die Huskies werden können.

Stattdessen wurde es bitter für Kassels Eishockey-Spieler. Sie verloren ausgerechnet das Heimderby in der DEL 2 gegen die Löwen 2:5 (1:1, 1:2, 0:2). Dabei spielten die Huskies ein ganz starkes erstes Drittel. Sie machten Druck. Sie ließen Frankfurt kaum Luft zum Atmen. Alles passte - nur das Ergebnis nicht: Am Ende der ersten 20 Minuten stand es 1:1. Unglücklich war das, denn angetrieben von einer tollen Fan-Choreographie, die an alte Legenden des Kasseler Eishockeys erinnerte, und personell gestärkt durch die Rückkehr von Manuel Klinge und John Zeiler, spielten die Gastgeber furios. Sie hatten zahlreiche Chancen: Mike Collins scheiterte ebenso an Torhüter Antti Ore (5.) wie Sven Valenti (11.) und Matt Tomassoni (13.).

Und sie hatten ein Tor, wie es derzeit nur Collins erzielt. In Überzahl täuschte Kassel Topscorer einen Schuss an, ließ einen Verteidiger aussteigen und traf in der 15. Minute zum hochverdienten 1:0. Manuel Klinge hätte im nächsten Angriff das 2:0 folgen lassen können, brachte den Puck aber nicht an Ore vorbei.

Stattdessen gab es den Schock. Bei einem Konter erzielte Landon Gare den Ausgleich - mit einem Schuss, bei dem Jeff Frazee nicht glücklich aussah. Das war schon bitter. Was folgte, das war noch viel bitterer. Drittel zwei begann zwar mit einer Möglichkeit für Daniel Schmölz nach sieben Sekunden - doch dann spielten nur noch die Löwen. Und schlimmer: Sie trafen auch. Zunächst durch David Cespiva (22.), der viel zu frei zum Schuss kam, dann durch Clarke Breitkreuz, der in Überzahl Verteidiger Eric Stephan und Torhüter Frazee ausspielte (25.).

Hessenderby: Kassel Huskies verlieren 2:5 gegen die Löwen aus Frankfurt

Und dieser Doppelschlag lähmte die Huskies regelrecht. Frankfurt war nun frischer, schneller, zielstrebiger. Frazee stand unter Dauerbeschuss, verhinderte mehrfach einen noch höheren Rückstand. Es dauerte bis weit ins Mitteldrittel hinein, bis die von ihren Fans weiter unermüdlich angetriebenen Gastgeber wieder etwas besser ins Spiel kam. Und natürlich war es Collins, der bei einem Solo die erste Großchance herausspielte (33.). Alex Heinrich hatte kurze Zeit später ebenfalls das 2:3 auf dem Schläger. „Kämpfen, Huskies, kämpfen“, hallte es vom Heuboden. Und die Huskies kämpften. Und jubelten endlich wieder. In der letzten Minute führte ein wunderbarer Konter zum 2:3. Adriano Carciola bediente Schmölz, der Ore überwand - und da war sie wieder, die Hoffnung.

Die Halle bebte nun im letzten Drittel. Sie brodelte vor Spannung, als die Huskies ein Unterzahlspiel überstanden. Das Duell wurde immer verbissener. Auch Frankfurt blieb in Unterzahl standhaft. Zehn Minuten waren da rum. Und dann, dann fiel die Entscheidung: Sie fiel durch einen Puckverlust im eigenen Drittel und durch einen krachenden Schuss von Löwen-Topscorer Richard Müller. Vielleicht wäre alles noch einmal anders gekommen, hätte Carter Proft kurz darauf allein vor Ore die Nerven behalten. So aber blieb es, weil Müller auch noch ins leere Tor traf, beim bitteren Ende eines fantastischen Jahres.

SR: Klein (Stuttgart), Z: 6100, Tore: 1:0 (14:32) Collins (Valenti, Tomassoni - 5:4), 1:1 (18:15) Gare (Kirsch, Vogl), 1:2 (21:19) Cespiva (H. Martens, Kirsch), 1:3 (24:10) Breitkreuz (Gare - 5:4), 2:3 (49:02) Schmölz (Carciola, Müller), 2:4 (50:05) Müller (Mazzolini), 2:5 (59:59) Müller (Vogl), Strafminuten: Kassel 4 - Frankfurt 8.

Von Frank Ziemke

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