Rossi: "War unser Wunschkandidat“

Boisvert kehrt zurück: Ehemaliger Huskies-Kapitän wird Co-Trainer

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Da war er noch ein Husky, jetzt kehrt er nach Kassel zurück: Hugo Boisvert.

Kassel. Es ist eine Nachricht, die die Herzen der Huskies-Fans höher schlagen lassen dürfte: Hugo Boisvert kehrt zurück. Doch nicht als Spieler.

Der Kapitän der Aufstiegsmannschaft von 2008 wird neuer Co-Trainer an der Seite von Chefcoach Rico Rossi. Das hat der Eishockey-Zweitligist am Mittwochmorgen bekanntgegeben. „Er war unser Wunschkandidat“, sagt Rossi. Und Boisvert erklärt: „In Kassel hatte ich meine beste Eishockey-Zeit. Ich kann mir keinen besseren Ort vorstellen, um meine Trainerkarriere zu beginnen.“

Der 39-Jährige hatte nach fünf Jahren bei seinem bisherigen Verein Dresdner Eislöwen keinen neuen Vertrag unterschrieben. Nun beendet er seine aktive Karriere und wechselt die Seiten. Statt auf dem Eis steht er künftig an der Bande. Boisvert, der zwischen 2006 und 2010 232 Spiele (74 Tore, 96 Vorlagen) für die Huskies absolvierte, hat einen Einjahres-Vertrag unterschrieben. „Als Rico mich angerufen hat, dachte ich zuerst, er wollte mich als Spieler verpflichten“, sagt der Deutsch-Kanadier und lacht. „Der Trainerjob ist meine Zukunft. Es ist eine großartige Gelegenheit für mich, von Joe Gibbs und Rico zu lernen, wie man ein Eishockey-Team führt. Ich konnte gar nicht Nein sagen.“

Auch Rossi ist glücklich. „Für mich war der Mensch entscheidend. Er war schon als Kapitän ein Führungsspieler“, erklärt der Cheftrainer. „Seine Kasseler Vergangenheit ist natürlich ein Vorteil, auch für die Fans.“ Für Boisvert gibt’s nicht nur ein Wiedersehen mit den Anhängern, die ihn schon bei seinen Auftritten in der Kasseler Eissporthalle als Kapitän der Dresdner mit einem Sonderapplaus begrüßten. Boisvert stand mit den aktuellen Huskies Manuel Klinge, Michi Christ, Alex Heinrich, Sven Valenti, Adriano Carciola und dem Ex-Dresdner Eric Stephan auch gemeinsam auf dem Eis. „Sie werden ihn in seiner neuen Rolle akzeptieren“, ist sich Rossi sicher.

Bei Nachwuchsteams hat Boisvert immer mal wieder als Trainer ausgeholfen, im Juni und Juli wird er zudem die B-Lizenz erwerben. Ende Juli soll der Umzug nach Kassel folgen.

Thomas Merl

Auch der Kader wächst derweil weiter: Vom DEL-Team aus München kommt Stürmer Thomas Merl. „Er ist erst 23 Jahre alt, aber schon sehr erfahren. Er kann sowohl Center als auch auf dem Flügel spielen, was ihn wertvoll macht. Aber er hat noch mehr Potenzial. Wir wollen ihm Selbstvertrauen geben“, erklärt Rossi. Merl sei ein Typ wie Daniel Schmölz. Der Stürmer war in der vergangenen Saison als Förderlizenzler aus Köln gekommen und blühte unter Rossis Führung auf.

Merl stammt aus Bad Tölz, durchlief die U17-, U18- und U20-Nationalmannschaften. 2010 debütierte er in der Oberliga für seinen Heimatverein, 2013 wechselte er zum EHC München. Es folgten 53 Spiele in der DEL sowie 32 Zweitliga-Einsätze als Förderlizenzler für den SC Riessersee.

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