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Vor dem Spiel gegen die Huskies: Bad Nauheim nach holprigem Start in der Spur

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Top-Scorer der Roten Teufel: Kevin Lavallee. Foto:  Storch

Bad Nauheim. Für die Kassel Huskies steht an diesem Wochenende wieder ein Doppel-Spieltag in der Oberliga auf dem Programm. Am Freitag gastieren die Schlittenhunde ab 20 Uhr bei den Hammer Eisbären. Doch der Blick richtet sich vor allem auf Sonntag, wenn der EC Bad Nauheim in Kassel aufläuft.

Um 18.30 Uhr ist das erste Bully des Hessenderbys. Und das Saisonziel bei den Roten Teufeln ist klar formuliert: den Titel gewinnen.

Dreimal in Folge (im Finale gegen Hannover, im Viertelfinale gegen Rosenheim und zuletzt im Halbfinale gegen Riessersee) ist der EC Bad Nauheim am späteren Meister und Zweitliga-Aufsteiger gescheitert. Jetzt, im vierten Anlauf, soll endlich auch in der 25.000-Einwohner-Stadt in der Wetterau gefeiert werden.

Fred Carroll und sein für Oberliga-Verhältnisse gewiss prominent besetzter Kader sind nach unerwartet holprigem Saisonstart auf Touren gekommen. Den drei Niederlagen aus den ersten fünf Spielen folgte eine Serie von zehn Siegen in Folge. Obendrein wurde zwischenzeitlich im DEB-Pokal-Achtelfinale Zweitligist Lausitzer Füchse ausgeschaltet. „Wir sind einfach besser aufeinander abgestimmt als in den ersten Wochen“, sagt Verteidiger Christian Franz, während Top-Scorer Kevin Lavallee den Lauf der Mannschaft nicht überwerten will. „Die Titel-Frage wird im Frühjahr beantwortet, nicht jetzt.“

Mit Markus Keller konnte der „West-Torhüter des Jahres“ in der Wetterau gehalten werden. Die vor ihm oft kritisierte Verteidigung hat die bislang mit Abstand wenigsten Gegentreffer kassiert (nur 29 Tore in 15 Spielen, davon alleine sieben Gegentreffer in Duisburg). Prunkstück ist zweifellos die Offensive. Lanny Gare, der letztjährige Spieler des Jahres der West-Gruppe, der gebürtige Kasseler Tobias Schwab, Heimkehrer Kevin Lavallee, der letztjährige Landsberger Top-Scorer Michel Maaßen, Manuel Weibler und Ex-Rosenheim-Top-Scorer Dylan Stanley, der bis zu seinem Knöchelbruch gerade einmal sieben Spiele absolvieren konnte und in dieser Woche die Krücken zur Seite gelegt hat, bürgen für eine hohe Qualität.

Einen Verteidiger wollen die Roten Teufel zum Jahreswechsel schon aus Gründen der Quantität gern noch verpflichten, offensiv ist Dylan Stanley quasi als Neuzugang zu betrachten. Seine Verletzung hatte sich mit den Verzögerungen der Einbürgerung von Lanny Gare überschnitten, so dass das Kanada-Trio Gare/Lavallee/Stanley bislang noch nicht einmal zusammen aufgeboten werden konnte.

„Die Mannschaft wird mit breiter Brust nach Kassel reisen“, verspricht RT-Geschäftsführer Andreas Ortwein. Rund 500 Fans – so viele wie lange nicht mehr – werden ihr Team zu den Huskies begleiten.

Von Michael Nickolaus

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