Teamerfolg im Vordergrund

Kassel Huskies: Cameron bleibt nach Doppelpack ganz bescheiden

Brett Cameron war in Weißwasser der Huskies-Matchwinner.
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Brett Cameron war in Weißwasser der Huskies-Matchwinner.

Er hat die Kassel Huskies am Dienstag mit seinem Doppelpack zum Sieg geführt: Brett Cameron war beim 3:1-Sieg in Weißwasser der entscheidende Mann auf dem Eis.

Kassel – Rückkehr gelungen: Die Kassel Huskies haben nach der Deutschland-Cup-Pause direkt in die Spur gefunden und bei den Lausitzer Füchsen trotz 0:1-Rückstand noch 3:1 (0:0, 0:1, 3:0) gewonnen. Matchwinner war Brett Cameron, der den Eishockey-Zweitligisten mit seinem Doppelpack zum vierten Sieg in Folge führte.

„Brett und Oli Granz gegen sein altes Team waren sehr stark“, gab es auch von Huskies-Trainer Tim Kehler ein Sonderlob. „Es war ein gutes Auswärtsspiel für uns. Wir lagen 0:1 hinten, schießen dann drei Tore. Das sind Leistung und Mentalität meiner Jungs“, sagte Kehler. „Weißwasser ist immer ein schwieriges Pflaster – auch wegen der langen Busfahrt“, sagt Cameron selbst. Mit dem Auftritt des Teams war der Kanadier sehr zufrieden: „Wir hatten gute Kontrolle, haben gut gespielt. Meine beiden Tore freuen mich, am wichtigsten ist aber der Teamerfolg“, sagt er bescheiden.

Familie Cameron fühlt sich wohl in Kassel

Cameron geht in den letzten Wochen voran – dabei genoss er seit seinem Wechsel 2020 zu den Huskies beim Anhang keinen leichten Stand. Vergangene Saison schleppte er lange eine Verletzung mit sich herum. Als er dann nach einer weiteren Blessur zurückkehrte, fand er wegen der Stärke der anderen vier Ausländer nur noch selten einen Platz im Kader. Auch seine Verlängerung im Sommer wurde skeptisch beäugt – erst recht, als es Anfang der Saison nicht lief. „Im Sommer war viel los, wir wollten aber in Kassel bleiben“, sagt Cameron. Sein Ex-Klub Lillehammer suchte damals im Internet nach Fanspenden, um das Gehalt des Kanadiers für eine Rückkehr zu sammeln.

Inzwischen gehört der 31-Jährige zu den besten Scorern der Huskies, sechs Tore und vier Vorlagen hat er vorzuweisen. Mit Frau Dakota und der zweijährigen Tochter Cooper fühlt sich der Kanadier in Nordhessen heimisch. Die Familie wohnt fünf Minuten von der Eissporthalle entfernt, zum Training geht er zu Fuß. „Die frische Luft tut am Morgen gut. Kassel wurde auch durch die Pandemie unser neues Zuhause. Es ist eine tolle Stadt für uns als Familie.“ Die Rückkehr der Fans in die Halle habe dabei ebenfalls eine Rolle gespielt: „Durch sie fühle ich mich mit Verein und Stadt viel verbundener. Sie machen geniale Stimmung und sind wie ein extra Spieler für uns. Das habe ich letztes Jahr so nicht gefühlt.“

Ehefrau Dakota hat kürzlich gemeinsam mit Shaynna Rutkowski, Ehefrau von Husky Troy, ein Modelabel für Kleinkinder gestartet. Tochter Cooper lernt in der Tagesbetreuung die ersten deutschen Wörter. „Sie kennt wahrscheinlich mehr als ich. Ihr erstes Wort war ‘Essen’. Das gefällt mir auch sehr gut, denn ich esse sehr gerne“, erzählt Cameron schmunzelnd.

Wahl soll am Freitag dabei sein

Gestern stand für die Huskies eine lockere Einheit an. „Wir waren nachts erst gegen 4 Uhr zuhause“, sagt Cameron. Nicht beim Training dabei war Joel Keussen nach seiner Blessur vom Dienstag. „Es ist nichts Schlimmeres bei ihm, eine leichte Oberkörperverletzung“, gab Pressesprecher Jason Schade Entwarnung. Für das Derby in Frankfurt am Freitag sei der Verteidiger aber fraglich.

Ins Training eingestiegen ist Neuzugang Mitch Wahl. Der Deutschamerikaner soll am Freitag zum Kader gehören. „Die Lizenzierung läuft“, so Schade. Wahl könnte dann eine Centerposition im Sturm einnehmen, Kapitän Denis Shevyrin dann für Keussen wieder in die Abwehr rutschen.

Von Björn Friedrichs

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