Assistenten im Fokus

Auffälligkeiten der DEL2: Huskies-Coach hadert mit Strafzeiten

Traf dreimal in zwei Spielen: Husky Braden Pimm, hier in der Saison 2016/17. Zwei  Archivfotos: Fischer

Kassel. Die neue Saison in der DEL2 hat begonnen, zwei von 52 Spieltagen sind absolviert. Noch ist der Blick auf die Tabelle wenig aussagekräftig, aber einige Punkte stechen heraus.

1. Undisziplinierte Huskies:  Der Auftakt war für die Mannschaft von Trainer Rico Rossi gut: Dem 3:1-Heimsieg gegen Dresden am Freitag folgte am Sonntag eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung beim Vizemeister Bietigheim. Ein Punktgewinn bei den Steelers – das klingt zunächst einmal nicht schlecht. Bis die kleine Einschränkung kommt: Es wäre mehr drin gewesen. Schließlich führten die Huskies zweimal mit zwei Toren.

Coach Rico Rossi sagt: „Mir hat gefallen, wie wir gespielt haben, wie wir unser Forechecking umgesetzt haben – bis die Undiszipliniertheiten kamen. Bis zum 2:0 hatten wir das Spiel im Griff – dann kassieren wir Strafzeiten. Bis zum 3:1 hatten wir das Spiel wieder im Griff – und kassieren wieder zu viele Strafzeiten.“

Die Steelers, bekannt für ihr starkes Überzahlspiel, bestraften das mit zwei Powerplay-Toren. „Im Endeffekt waren die Special Teams der Schlüssel – und da waren wir nicht gut genug“, befand der Kasseler Coach. „Da haben wir direkt nach dem Spiel klar und deutlich drüber gesprochen. Und werden das auch noch die Woche über tun.“ Erfreulich: Die Huskies grüßen von Platz drei.

2. Überraschungen auf Platz eins:  Die Tabelle der DEL2 zum Ausschneiden dürfte es am Samstag in Bad Nauheim und am Montag in Crimmitschau gegeben haben. Zuletzt hatten die Roten Teufel aus der Wetterau im September 2013 mal ganz oben gestanden, die Eispiraten kennen die Liga eigentlich eher aus der Kellerperspektive. Als einziges Team sind sie bislang ohne Punktverlust geblieben, bezwangen Aufsteiger Bad Tölz 3:2 und siegten in Heilbronn 7:4. „Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme. Aber Crimmitschau hat einen sehr guten Trainer, eine gute Mannschaft. In jeder Saison gibt es ein Team, das überrascht. Vielleicht ist es diesmal ja Crimmitschau“, sagt Rossi. Nicht unerheblichen Anteil am Höhenflug hat der finnische Neuzugang Ossi Saarinen, der einmal traf und vier Vorlagen gab.

3. Ausländische Punktesammler: Apropos Saarinen: Der 30-Jährige ist auch der Beste der 14 Goldhelme – gemeinsam mit dem Kanadier Wade MacLeod von den Löwen Frankfurt, der sich nach überstandener Krebserkrankung und einem Jahr Spielpause mit drei Toren und zwei Assists zurückgemeldet hat. Kassels Topscorer ist übrigens Braden Pimm mit drei Toren. Bemerkenswert: Auch ein Ex-Husky trägt den Goldhelm: Verteidiger Feodor Boiarchinov traf beim 2:0 gegen Freiburg.

4. Aushilfsassistent: Die Partie Kassel gegen Dresden leiteten zunächst zwei Hauptschiedsrichter und ein Assistent – der zweite stand bei Spielbeginn noch im Stau.

Noch kurioser ging es am Freitag in Bad Nauheim zu: Dort waren laut Wetterauer Zeitung gleich fünf Schiedsrichter am Heimspiel gegen Heilbronn am Freitag (3:0) beteiligt. Denn Linienrichter Jan-Thore Meyer wurde von einem Puck getroffen und fiel aus, die zweite Pause begann verfrüht schon in der 36. Minute.

Referee Robert Ruhnau, der in der Nähe des Colonel-Knight-Stadions wohnt, holte nach Absprache mit beiden Klubs seine Sachen und half kurzerhand aus.

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