Neuer Huskies-Co-Trainer Panek: Im August kommt er nach Nordhessen

Er gehört nun mit zur Huskies-Familie: Co-Trainer Jesse Panek und Sportchef Uli Egen sind gemeinsam für die Oberliga-Mannschaft verantwortlich. Foto: Koch

Kassel. Er ist angekommen in Kassel. Auch wenn Czeslaw Panek, den alle nur „Jesse“ nennen, über seine bislang fünf Besuche in Nordhessen mit einem Augenzwinkern sagt: „Ich kenne die Autobahn nach Kassel, den Weg zur Geschäftsstelle und die Eishalle. Mehr habe ich von der Stadt noch nicht gesehen.“

Das jedoch wird nun bald ändern. Anfang August wird der neue Co-Trainer des Eishockey-Oberligisten Kassel Huskies ganz nach Kassel ziehen. Ehefrau Danuta, mit der er seit 32 Jahren verheiratet ist, bleibt indes in Düsseldorf. „Dafür kommt mein Dackel Johnny mit“, erzählt Panek. Sohn Sascha, der in der vergangenen Saison für Herne in der Regionalliga aufs Eis ging, wohnt nicht mehr im Elternhaus.

Nach dem Umzug werden die Tage auch nicht mehr ganz so eng durchgetaktet sein wie derzeit. Gestern stand der sechste Besuch in Kassel an. Zeit, um das schöne Sommerwetter zu genießen, blieb Panek nicht. Den ganzen Tag über standen Besprechungen auf dem Programm, viele Details über Trainingslager, Spieler und Ausrüstung galt es mit Sportchef Uli Egen zu klären. Der war es auch, der seinen Weggefährten aus alten Düsseldorfer und Berliner Zeiten nun nach Kassel lotste.

„Ich habe mich gefreut, als Uli mich angesprochen hat“, sagt Panek. „Ich musste gar nicht lange überlegen und habe schnell zugesagt.“ Der 58-jährige Pole wird nicht nur Egen bei der Betreuung der ersten Mannschaft unterstützen, sondern gemeinsam mit Jürgen Trattner, der 1992/93 für den EC Kassel spielte, auch das Schüler-Team der Eishockey-Jugend trainieren, das in der Bundesliga antritt. Die Arbeit mit Talenten ist Panek vertraut. Mit Berlin wurde er beispielsweise zweimal Deutscher Juniorenmeister. „Wir wollen natürlich so weit wie möglich nach oben. Aber mir ist wichtig, dass die jungen Spieler eine gute Ausbildung bekommen. Nur auf ein gutes Ergebnis zu spielen, ist zu kurzfristig gedacht“, bringt er seine Philosphie auf den Punkt.

Auch mit der ersten Mannschaft will er ganz oben mitspielen. Neben den Huskies sind für ihn Frankfurt, Bad Nauheim und Duisburg die stärksten Teams der Liga. Das Ziel ist dennoch klar: „Das Finale wäre ein Traum. Wenn sich die zwei besten Teams gegenüberstehen, ist alles möglich.“

Bis dahin aber ist es noch ein weiter Weg. Zunächst wird Panek die Spieler kennenlernen – zumindest die, mit denen er noch nicht persönlich zu tun hatte. Aus seiner Zeit als Inline-Hockey-Bundestrainer kennt er Alex und Stefan Heinrich, Manuel Klinge, Tobias Schwab, Michael Christ und Sven Valenti. Die werden in ihrem neuen Co-Trainer, der in seiner Freizeit auch gern Fußball spielt und auf Reisen geht, einen ruhigen Vertreter seiner Zunft kennenlernen, der dennoch eine klare Vorstellung vom Training hat: „Spieler, die im Training nur Kringel drehen und nicht 100 Prozent geben, mag ich nicht. Dann werde ich ungemütlich“, sagt Panek.

Von Michaela Streuff

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