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Kassel Huskies: Dank Spitzners Tor an die Spitze

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Von: Björn Friedrichs

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Lois Spitzner (links) hat das Siegtor beim 4:3-Sieg der Kassel Huskies bei den Heilbronner Falken erzielt. Hier klatscht er mit Darren Mieszkowski ab.
Lois Spitzner (links) hat das Siegtor beim Sieg der Kassel Huskies bei den Heilbronner Falken erzielt. Hier klatscht er mit Darren Mieszkowski ab. © Schachtschneider, Dieter

Die Kassel Huskies sind DEL2-Spitzenreiter: Dank zweier Serientäter und eines späten Tores von Lois Spitzner erringt der Eishockey-Zweitligist einen hart erkämpften 4:3 (2:0, 1:3, 1:0)-Erfolg bei den Heilbronner Falken.

Heilbronn/Kassel – Die Huskies starten gut. Dabei sind die beiden Topscorer gar nicht dabei. Max Faber fehlt wegen einer Verletzung, Joel Lowry bekommt genau wie Vincent Schlenker eine Pause. Es zeigt sich aber gleich, warum Heilbronn die schwächste Defensive der Liga hat. Der erste Angriff der Huskies landet direkt im Tor. Alec Ahlroth zieht von außen zum Gehäuse, da greift ihn gar kein Falke an. Den ersten Schuss kann Torwart Ilya Andryukhov abwehren, auch beim Nachschuss von Tristan Keck ist ein Schläger dazwischen. Der Puck landet aber genau auf der Kelle von Tim McGauley, der zum 1:0 einschiebt (4.) – der dritte Treffer im dritten Spiel in Folge.

Aber bekanntlich haben die Huskies ja einen, dessen Serie noch beeindruckender ist. Und der wieder trifft, im achten Spiel in Serie. Keck ist es, der einfach richtig steht, als McGauley mit seinem Schuss das Tor verfehlt, der Puck aber auf der anderen Seite des Gehäuses hervorspringt. Der Deutschkanadier trifft die Scheibe volley in der Luft und anschließend den herumrutschenden Andryukhov so am Rücken, dass der Puck ins Tor fällt (13.).

Heilbronn holt 0:3 auf

Zwischen den beiden Treffern herrscht keineswegs Leerlauf. Tomas Sykoras Schlenzer zischt knapp vorbei (4.), auch der noch torlose Hans Detsch hat aber zweimal Pech (6./8.). Und Heilbronn? Verzweifelt an Jake Kielly im Huskies-Tor. Der pariert stark gegen Julian Lautenschlager (5.), ist gegen Alex Tonges Direktschuss mit dem Helm zur Stelle (7.).

Die Huskies könnten jetzt den Sack zumachen. Erst recht, als Keck im Powerplay das 3:0 erzielt (28.). Aber dann beginnen verrückte Minuten, in denen das Schiedsrichtergespann, das lange alles durchgehen lässt, anscheinend vom aufgeheizten Publikum angesteckt wird. Erst übersehen sie den überharten Check von Kenney Morrison, nach welchem Husky Oleg Tschwanow sichtlich benommen nicht weitermachen kann.

Dann wiederum sprechen sie gegen Tom Geischeimer eine recht harte Fünf-plus-Spieldauer-Strafe aus. Kurz zuvor hatte Frederik Cabana zum 1:3 abgefälscht (32.) und so einen Funken Falken-Hoffnung zurückgebracht. Aus diesem Funken wird in den fünf Minuten Überzahl dann ein Feuer. Denn nach nur sechs Sekunden zischt der Schuss von Alex Tonge in den Winkel (34.), in derselben Überzahl fälscht erneut Cabana eine Hereingabe zum 3:3 ins Tor ab (37.).

Huskies mit glücklicherem Ende

Das dritte Drittel ist dann extrem zerfahren. Die Huskies haben vier Minuten Überzahl, bleiben aber ohne einen gefährlichen Abschluss. Spielfluss herrscht kaum noch, es geht giftig und immer wieder mit den Fäusten zur Sache. Am nächsten sind die Huskies dran am Führungstreffer, aber zweimal lässt Andryukhov die Fanghand hochschnellen, pariert so. Doch genau jener Andryukhov ist es dann, der den Huskies zum Sieg verhilft. Er fährt hinter das Tor, kann einen hüpfenden Puck aber nicht kontrollieren. Jake Weidner schaltet schnell, spielt vor das Tor und Spitzner verwandelt zum 4:3 (58.).

Ein bisschen müssen die Huskies dann noch zittern. Erst zählt das vermeintliche 5:3 von Jamie Arniel wegen eines Handpasses nicht, dann schmeißt sich Denis Shevyrin in den letzten Schuss der Falken. So sind der Sprung an die Tabellenspitze und der vierte Sieg in Folge perfekt. Es war ein hart erkämpfter.

Statistik

SR: Schütz/Brill - Z: 1692

Tore: 0:1 (3:04) McGauley (Keck, Ahlroth), 0:2 (12:33) Keck (McGauley, Shevyrin), 0:3 (27:50) Keck (Keussen, McGauley - 5:4), 1:3 (31:07) Cabana (Fischer, von Ungern-Sternberg), 2:3 (33:10) Tonge (Cabana - 5:4), 3:3 (36:23) Cabana (Tonge, Morrison - 5:4), 3:4 (57:10) Spitzner (Weidner, Detsch)

Strafminuten: Heilbronn 20 - Kassel 19 + Spieldauer Geischeimer

Von Björn Friedrichs

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