Spitzenreiter hat die Steelers zu Gast – 19.30 Uhr, Eissporthalle

Topspiel: Huskies empfangen heute Bietigheim

Porträt: Torhüter Jerry Kuhn in Spielmontur.
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Steht heute wieder zwischen den Pfosten: Huskies-Torhüter Jerry Kuhn.

Mehr Topspiel geht nicht: Am ungewohnten Montagabend empfängt DEL2-Spitzenreiter Kassel Huskies heute Verfolger Bietigheim Steelers. Los geht es um 19.30 Uhr. Wir berichten im Liveticker und Liveradio.

Er war sichtlich angefressen, Tim Kehler, Trainer der Kassel Huskies. Was ihm so die Laune verdorben hatte, lag auf der Hand: die 3:4-Niederlage seiner Mannschaft beim ESV Kaufbeuren am Samstagabend. „Mir hat nichts gefallen, von Anfang bis Ende. Jeder kann auf einem signifikant höheren Level spielen“, fand der Kanadier deutliche Worte.

Was seine Stimmung aber wieder verbessern könnte: ein Sieg schon heute Abend im Topspiel der zweiten deutschen Eishockey-Liga. Denn ab 19.30 Uhr empfangen die Huskies, die mit 14 Punkten Vorsprung die Tabelle anführen, ihren ärgsten Verfolger, die Bietigheim Steelers.

Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Auch am ungewohnten und für Eishockeyprofis eigentlich freien Montag geht es in diesem spielintensiven März nun hin und wieder um Punkte. Für die Huskies ist es heute der erste von vier Einsätzen an einem Montagabend bis zum Ende der Hauptrunde am 11. April. „Das Topspiel an einem Montag – ein wenig ungewöhnlich ist es schon. Aber wir genießen die Partien, haben das Gefühl, jedes Spiel gewinnen zu können und werden uns nicht beschweren“, sagt Huskies-Kapitän Denis Shevyrin.

Ärgern aber war erlaubt über den Auftritt am Samstag. „Wir hatten das Spiel ja gedreht und uns mit dem 3:2 in eine gute Position gebracht. Die vier Minuten in Überzahl im Schlussdrittel müssen wir einfach nutzen, stattdessen haben sie uns vorgemacht, wie es geht in Überzahl.“ Denn ein schneller Powerplay-Treffer der Kaufbeurer entschied die Partie letztlich. Allerdings mussten die Huskies neben Nathan Burns und Corey Trivino auch auf zwei weitere Stammkräfte verzichten: Die Stürmer Brett Cameron und Clarke Breitkreuz hatten sich am Dienstag gegen Frankfurt verletzt, beide stehen auch heute nicht zur Verfügung. Diagnosen stehen erst nach weiteren Untersuchungen fest.

Nach der Rückfahrt aus dem Allgäu standen für die fitten Huskies gestern unter anderem individuelle Video-Einheiten auf dem Programm. Viel mehr lässt der Spielplan mit zwölf Partien allein im März auch nicht zu. Dabei rückte der heutige Gegner in den Fokus. „Die Steelers sind nicht ohne Grund Zweiter. Sie sind stark in den Special Teams, haben am Samstag in Crimmitschau sieben Tore erzielt und gewonnen. Wir müssen viel disziplinierter sein“, gibt Trainer Kehler die taktische Marschroute vor. Shevyrin erwartet ein „schnelles, hartes Spiel, vergleichbar mit Frankfurt“. Beim 4:1-Derbysieg stand Jerry Kuhn im Kasseler Tor – auch heute wird er beginnen.

Und hinzu kommt noch eine offene Rechnung: Mitte Januar hatten die Kasseler in Bietigheim bis zur 57. Minute mit 4:2 geführt, 15 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich kassiert und noch 4:5 nach Verlängerung verloren.

„Der bittere Nachgeschmack hängt bis heute in unseren Köpfen, das wollen wir zurückzahlen“, kündigt Shevyrin an. Und dann hätte auch der Trainer sicher wieder bessere Laune.

(Von Michaela Streuff)

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