Am Freitag geht die DEL2 los

Sieben Thesen zum Saisonstart: Hauptrundensieger kommt nicht aus Hessen

Bereit für die neue DEL-2-Spielzeit: Huskies-Torhüter Jerry Kuhn und seine Teamkollegen wollen sich vor den eigenen Fans wieder heimstark präsentieren.
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Bereit für die neue DEL-2-Spielzeit: Huskies-Torhüter Jerry Kuhn und seine Teamkollegen wollen sich vor den eigenen Fans wieder heimstark präsentieren.

Endlich wieder Eishockeyzeit, endlich wieder Fans in der Kasseler Halle – morgen geht die DEL2 los, die Huskies treffen am ersten Spieltag auf die Tölzer Löwen (19.30 Uhr).

Kassel - Wir stellen zum Saisonstart sieben – mehr oder weniger – gewagte Thesen auf.

1. Der Aufstieg bleibt in Kassel ein Thema: Die Einreichungsfrist der Unterlagen für einen DEL-Aufstieg haben die Kassel Huskies verschlafen. Sportlich führt für sie also kein Weg in die erste Liga. Dennoch bleibt ein Hintertürchen offen: Kann oder möchte sich ein DEL-Klub die Lizenz in der obersten Spielklasse nicht mehr leisten, könnte Kassel einspringen.

In Huskies-Reihen wollte man zuletzt verständlicherweise nicht über Finanzen anderer Klubs spekulieren. Fest steht aber auch: Werden die Löwen Frankfurt nicht Meister, gäbe es wohl mindestens noch einen Mitbewerber, sollte eine Lizenz frei werden.

2. Die Huskies marschieren nicht wieder vorweg: Absurd groß war der Vorsprung der Huskies zum Ende der Hauptrunde 2020/21. Zwanzig Punkte betrug der Abstand zwischen dem ECK und den zweitplatzierten Tölzer Löwen. Dieses Jahr erwarten wir in der gesamten Liga ein engeres Rennen, auch an der Spitze der Tabelle.

3. Die Rückkehr der Fans sorgt für mehr Strafzeiten: Eine Nebenerscheinung der Geistersaison 2020/21 war auch die gerechtere Spielweise vieler Teams. 2018/19 wurden in der Hauptrunde insgesamt 8938 Strafminuten ausgesprochen, 2019/20 sogar 8986. Vergangene Saison waren es dann plötzlich nur noch 6718 Strafminuten.

Auf den Schnitt der vorangegangenen Spielzeiten wäre die abgebrochene Hauptrunde auch dann nicht mehr herangekommen, wenn die verbleibenden Spiele stattgefunden hätten. Mit der Rückkehr der Fans werden auch die Emotionen den Weg zurück auf das Eis finden. Die Schiedsrichter werden alle Hände voll zu tun haben.

4. Die Huskies bleiben heimstark: Klar, die Kassel Huskies haben zuletzt nahezu alle Statistiken angeführt. Eine Rechnung war besonders beeindruckend: 22 der 25 Heimspiele gewannen die Huskies – nur drei wurden verloren, eins davon in der Overtime. Jetzt sind die Fans zurück, die Eissporthalle ist modernisiert. Die Huskies werden eine Heimmacht bleiben.

5. Der Hauptrundensieger kommt nicht aus Hessen: Mit Kassel und Frankfurt gehören zwei hessische Mannschaften zu den Top-Teams der Liga. In den vergangenen drei Spielzeiten stand immer eine der beiden Mannschaften nach der Hauptrunde oben. Das wird diesmal anders. Vor allem Landshut ist stark einzuschätzen. Die Niederbayern befinden sich in Lauerstellung.

6. Die Kasseler Jungs verbessern ihre Zahlen: Drei Kasseler Jungs stehen im Kader der Huskies. Paul Kranz schoss in seiner Premierensaison im Profibereich sechs Tore in 57 Hauptrunden- und Playoffspielen. Dazu gab er fünf Vorlagen. Tim Lucca Krüger kam im Frühjahr von Kooperationspartner Herford zu den Huskies. 13 Spiele machte er für die Nordhessen, drei Tore und vier Vorlagen gelangen ihm dabei. Nun ist er wieder fester Teil des Huskies-Kaders.

Zurückgekehrt ist auch Tom Geischeimer. Der 19 Jahre alte Verteidiger stand zuletzt für die U20 und die Herren der Starbulls Rosenheim auf dem Eis. In sechs Oberligaspielen blieb er ohne Punkt. Allen drei sagen wir voraus: Sie spielen sich bei den Huskies fest und sammeln mehr Punkte als in der letzten Saison.

7. Auf- und Abstieg tun der Liga gut: Klar ist, dass mit den Löwen Frankfurt nur eine Mannschaft sportlich aufsteigen kann. Vor allem die Huskies sind heiß darauf, dem Rivalen diesen Erfolg zu vermiesen.

Im Tabellenkeller kämpfen gleich mehrere Mannschaften gegen den Abstieg in die Oberliga – auch dort sind Spannung und Dramatik bis zum Schluss vorprogrammiert. Das wird der Liga guttun. Zudem geht der Blick Richtung DEL, wo diesmal mindestens ein Team sicher absteigen wird.

Von Björn Friedrichs Und Pascal Spindler

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