Eishockey-Zweitligist bleibt aber Tabellenführer

Bitter: Kassel Huskies verlieren Krimi in Bayreuth 

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Spektakuläre Parade: Auch der starke Torhüter Jerry Kuhn konnte die Niederlage der Huskies in Bayreuth nicht verhindern. Im Hintergrund steht Mario Scalzo.

Das war bitter. Die Kassel Huskies haben den Krimi bei den Bayreuth Tigers  3:4 (3:2, 0:0, 0:1 / 0:1) nach Penaltyschießen verloren. 

Dennoch bleibt der Eishockey-Zweitligist an der Tabellenspitze, ist jetzt aber punktgleich mit Frankfurt. Bevor es losging, gab es erst einmal eine Schweigeminute für die Opfer von Hanau – so wie in allen Hallen der DEL und DEL2 gestern Abend. Nach diesem emotionalen Moment begann die Partie rasant. Keine Minute war gespielt, da waren die Gäste zum ersten Mal in Überzahl. Aber das ging nach hinten los. 

Der Bayreuther Sebastian Busch eroberte sich die Scheibe und stürmte allein auf Jerry Kuhn zu. Beim Schuss von Busch rutschte der Puck erst unter der Fanghand des Torwarts durch – und dann in Zeitlupe über die Linie. 1:0 für die Gastgeber (2. Minute).

Kassel Huskies hatten Probleme mit der aggressiven Spielweise der Bayreuther

Die Kasseler hatten zu Beginn Probleme mit der aggressiven Spielweise der Hausherren. Das legte sich aber spätestens ab der neunten Minute: Corey Trivino gewinnt das Bully vor dem Tor der Hausherren. Mario Scalzo legt ab – und Stephan Tramm trifft von der Blauen Linie zum 1:1. Die Tigers wirkten geschockt. Aber nur kurz. 

In Überzahl staubte Ville Järveläinen ab, nachdem ein Distanzschuss von Thomas Schmidt von einem Kasseler abgefälscht wurde (17.). Und die Huskies? Die schüttelten sich einmal und kamen zurück. Und wie. Mit einem Doppelschlag krönten die Gäste das furiose erste Drittel. Zunächst drückte Justin Kirsch im Nachschuss den Puck zum 2:2 über die Linie – zuvor war Trivino an Torwart Timo Herden gescheitert (19.). Dann passte Richie Mueller von hinter dem Tor auf Scalzo, und der traf aus spitzem Winkel zum 3:2. Partie gedreht in 21 Sekunden.

Kassel Huskies gegen Bayreuth: Turbulentes zweites Drittel

Im zweiten Drittel ging es zunächst turbulent weiter. Kuhn hielt in einer Szene zweimal klasse gegen Ex-Husky Tyler Gron und Kurt Davis (21.). Auf der anderen Seite traf Ryon Moser den Pfosten (26.). Danach verflachte die Partie. Quantität und Qualität der Chancen nahmen ab. Dafür wurde das Spiel intensiver geführt. Es blieb spannend.

Im Schlussdrittel nahm die Begegnung wieder an Fahrt auf. Dabei hatten die Bayreuther erst Pech, als Gron die Latte traf (45.). Und dann jede Menge Glück: In der 48. Minute schießt Thomas Schmidt von der Blauen Linie. Ivan Kolozvary hält den Schläger rein und fälscht den Puck aus kurzer Distanz so ab, dass dieser durch die Schoner von Kuhn rutscht. 3:3. Den Gastgebern gab dies neuen Schwung. Aber Kuhn hielt sein Team mit spektakulären Paraden im Spiel.

Kassel Huskeis gegen Bayreuth - es ging ins Penaltyschießen

Kaum zu glauben: Die furiose Verlängerung blieb ohne Treffer. Und so musste das Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Hier trumpften die Torhüter wieder auf. So traf für die Huskies nur Ben Duffy – für die Gastgeber Järveläinen und Martin Davidek.

SR: Feistl, Hinterdobler. Z.: 1878 Tore: 1:0 (1:35) Busch (Davidek - 4:5), 1:1 (8:58) Tramm (Scalzo, Trivino), 2:1 (16:07) Järveläinen (Schmidt, Gron - 5:4), 2:2 (18:21) Kirsch (Trivino - 4:5), 2:3 Scalzo (Mueller), 3:3 (47:04) Kolozvary (Schmidt). Penaltyschießen: Järveläinen, Davidek / Duffy. Strafminuten: 6 - 10

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