Erstes Bully schon um 14 Uhr

Huskies: Heute Familientag,  Falken kommen zum Topspiel

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Tanz mit den Kellen: Bad Nauheims Kapitän Marc El-Sayed (links) im Duell mit Husky Nick Walters.

Nach Bad Nauheim ist vor Heilbronn: Am heutigen Samstag steht anlässlich der Feiertagsrallye in der DEL2 für die Kassel Huskies das nächste Topspiel an. 

Ab 14 Uhr ist der Verfolger beim nordhessischen Spitzenreiter zu Gast. Mindestens 5000 Zuschauer sind dabei. 

Wenn es die Redewendung Schlag auf Schlag nicht schon geben würde, dann könnte man sie jetzt erfinden: Denn das Feiertagsprogramm der Huskies und aller anderen Eishockey-Zweitligisten hat es gerade rund um Weihnachten und den Jahreswechsel in sich. „Die schwierigste Zeit des Jahres“, nennt es Kassels Coach Tim Kehler.

Und für sein Team hält diese Rallye besondere Herausforderungen bereit. Denn der DEL2-Spitzenreiter hat quasi lauter Topspiele hintereinander: Der Derbyniederlage beim Dritten Bad Nauheim folgt schon heute das Topspiel gegen Verfolger Heilbronner Falken (14 Uhr, Eissporthalle). Nach dem Gastspiel in Bietigheim am Montag (20 Uhr) wartet dann der schwere Doppelspieltag gegen Meister Ravensburg, aktuell Vierter.

Drei Dinge sollten die Huskies heute besser machen als beim 1:2 in Bad Nauheim – damit das gelingt, was ihr Coach für heute angekündigt hat: „Wir müssen wieder auf die Beine kommen – und das werden wir.“

Hellwach von Beginn an sein: Sollte eigentlich logisch sein. Aber: Die ersten 20 Derbyminuten gehörten eher den Gastgebern. „Wir sind ein hohes Tempo gegangen, haben uns Chancen herausgespielt und uns belohnt“, fasste Christof Kreutzer, Coach der Roten Teufel, das erste Drittel zusammen, in dem Topscorer Andrej Bires den Führungstreffer erzielte. Ähnlich sah das Kehler: „Wir haben das erste Drittel verschlafen. In einem Derby, das so eng ist, kann man es sich nicht erlauben, die ersten 20 Minuten zu verschwenden. Und das haben wir“, kritisierte er. Mit Blick auf Heilbronn heißt das: „Wir können es uns nicht leisten, erst nach einem Rückstand richtig Gas zu geben.“

Effektiver sein: Klingt ähnlich naheliegend wie die erste Erkenntnis. Aber dass ein Treffer im Eishockey meist nicht ausreicht, um Punkte mitzunehmen, hat sich am Donnerstagabend wieder einmal bewahrheitet. Das Problem der Huskies war nicht etwa, dass ihnen die Chancen fehlten. Im Gegenteil: Sie spielten sich zahlreiche Gelegenheiten heraus. Das Problem war vielmehr ihre Effektivität: Nach 60 Minuten hatten die Statistiker 38 Torschüsse der Kasseler notiert, aber nur 25 für die Gastgeber.

Gerade gegen Heilbronn, die torgefährlichste Mannschaft der Liga, sollten die Huskies ihre Offensivpower ausspielen. Denn verstecken müssen sie sich mit der zweitbesten Offensivabteilung der Liga natürlich auch nicht: Sie haben bislang 119-mal getroffen (3,8 Tore pro Spiel) – die Falken liegen dank ihrer 133 Treffer bei einem Schnitt von 4,3.

Kurzum: Es dürfte heute hoch hergeben – so wie in den ersten beiden Duellen: 7:1 siegten die Huskies in Spiel eins, 4:3 die Falken Spiel zwei. Auch am Donnerstag trafen die Heilbronner mehrfach: 5:3 hieß es gegen Schlusslicht Bayreuth.

Das blanke Ergebnis indes täuscht darüber hinweg, dass die Heilbronner personell angeschlagen sind. Gegen die Tigers gab’s schon Unterstützung von Förderlizenzpartner Mannheim. Und gestern wurde bekannt, dass der finnische Angreifer Eero Savilahti mit einem vierwöchigen Probevertrag für Entlastung sorgen soll. Er ist bereits heute spielberechtigt.

Diszipliniert bleiben: Weg von der Strafbank lautet gerade heute die Devise für die Huskies. „Heilbronn spielt ein exzellentes Powerplay“, erklärt Kehler. Die Falken gehören zu den Topteams in Überzahl (Erfolgsquote 24,7 Prozent). Die Huskies rangieren im Ligavergleich auf Rang elf (17,1 Prozent). Vor allem aber sollten die Kasseler auch ihre Chancen in eigener Überzahl besser verwerten – in Bad Nauheim ließen sie die beiden Überzahl-Situationen am Ende des Schlussdrittels ungenutzt.

Ungeachtet all dessen spielt den Huskies heute aber ein anderer Punkt in die Karten: Auch wenn Heilbronn 400 Fans im Sonderzug mitbringt – mindestens 4500 Kasseler werden ihr Team lautstark nach vorn treiben.

Tickethinweis: Heute ist bei den Huskies Familientag – entsprechend begehrt sind die Tickets. 5000 sind bereits verkauft – darunter alle Sitzplatzkarten. Bei 6100 heißt es ausverkauft. Stehplatztickets gibt’s ab 11 Uhr im Fanshop, ab 12 Uhr an der Tageskasse sowie online über die Homepage der Huskies (www.kassel-huskies.de). 

Wir berichten ab 14 Uhr live im Ticker und Radio aus der Eissporthalle Kassel.

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