Deutsche Eishockey-Liga stellt ab Montag um

DEL 2 zieht bei DEL-Teststrategie vorerst nicht nach

Wieder auf dem Eis: Der EHC München (hier Maximilian Kastner) ist mit einem Rumpfkader nach Quarantäne in den Spielbetrieb zurückgekehrt.
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Wieder auf dem Eis: Der EHC München (hier Maximilian Kastner) ist mit einem Rumpfkader nach Quarantäne in den Spielbetrieb zurückgekehrt.

Die DEL führt ab Montag ein neues Testprogramm ein. Grund dafür sind die vielen Coronafälle und Spielverlegungen der letzten Woche. Wie reagiert die DEL2?

Die Sorge geht um in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Die Sorge vor neuen Corona-Infektionen, Quarantänen, Spielverlegungen und einem nicht mehr zu bewältigenden Programm. Deshalb verschärft die DEL ab kommendem Montag die Vorsichtsmaßnahmen. Wie reagiert die DEL 2, in der auch die Kassel Huskies spielen?

Die neue Strategie, auf die sich die 15 DEL-Klubs verständigt haben, betrifft Mannschaften, in denen nicht alle Spieler und Offizielle vollständig geimpft sind. Drei PCR-Tests pro Woche sind für Ungeimpfte ab dem 1. November Pflicht, Personen mit vollem Impfschutz oder Genesung innerhalb dieser Klubs müssen sich einmal testen lassen. Für die letztgenannte Gruppe war dies bislang freiwillig. „Das oberste Ziel ist für uns, dass alle unsere Mitarbeiter sich bestmöglich geschützt fühlen und wir damit auch unseren Spielbetrieb sichern“, wird DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke in einer Mitteilung zitiert. Die Impfquote innerhalb der Klubs betrage 93 Prozent.

DEL2 bislang ohne Spielabsagen

Die Maßnahmen wurden notwendig, weil zuletzt mit dem EHC München und der Düsseldorfer EG zwei Teams komplett und bei den Iserlohn Roosters große Teile der Akteure in Quarantäne mussten. München kehrte am Dienstagabend in den Spielbetrieb zurück, schlug Aufsteiger Bietigheim mit einem Rumpfkader 2:0. Wegen des Deutschland-Cups in zwei Wochen, der Olympischen Winterspiele im Februar und der WM im kommenden Mai ist der Terminplan bereits jetzt ausgereizt.

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch.

„Wir als Kommission haben uns kurzfristig beraten. Wir beobachten nun vorerst die Entwicklung und gucken, wie sich das Prozedere der DEL bewährt“, sagt DEL-2-Geschäftsführer René Rudorisch. In der zweiten Liga müssen Ungeimpfte, deren Zahl Rudorisch bei etwa 450 Lizenzspielern auf 20 oder 21 Akteure schätzt, zwei PCR-Tests pro Woche oder täglich Schnelltests machen. Personen mit vollständigem Impfschutz oder einer Genesung innerhalb der letzten sechs Monate sind dazu nicht verpflichtet. PCR-Tests dürfen am Spieltag nicht älter als 48 Stunden sein. „Das sind die Regeln, die zuvor in der DEL, aber beispielsweise auch in der Fußball-Bundesliga gelten“, erklärt Rudorisch. Die Kassel Huskies sind in Mannschaft und Betreuerstab vollständig geimpft.

In der DEL 2, die knapp einen Monat nach der DEL in die Saison gestartet ist, hat es bislang noch keinen coronabedingten Spielausfall gegeben. „Unser Spielplan ist so gestaltet, dass wir Verlegungen aushalten. Da kommt es aber auch auf die Anzahl sowie den Zeitpunkt innerhalb der Saison an“, so Rudorisch.

Von Björn Friedrichs

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