Eishockey-Zweitligist gewinnt beim Schlusslicht

Grandiose Aufholjagd: Huskies siegen in Landshut nach 0:3 noch 4:3

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Mittendrin: Der Kasseler Doppeltorschütze Alexander Karachun (Zweiter von links) behauptet sich gegen die Landshuter (von links) Elia Ostwald, Torwart Jaroslav Hübl und Kevin Wehrs. 

Die Kassel Huskies bleiben in der Erfolgsspur. Selbst ein 0:3-Rückstand beim EV Landshut hat sie Dienstagabend nicht aufgehalten.

Der Eishockey-Zweitligist zeigte eine tolle Moral und gewann noch 4:3 (1:3, 2:0, 1:0) – es war der sechste Sieg in Serie. Damit tankten die Huskies Selbstbewusstsein für das Derby und Topspiel am Freitag (19.30 Uhr) zu Hause gegen Bad Nauheim.

Der Spitzenreiter zu Gast beim Schlusslicht – das klingt nach einer klaren Angelegenheit. Aber das war es nicht. Und das bekamen die Huskies schnell zu spüren. Die Gäste begannen behäbig. Und die Landshuter? Die nutzten das eiskalt aus. Bereits in der dritten Minute saßen Denis Shevyrin (Übertriebene Härte) und Alexander Heinrich (Stockschlag) zusammen auf der Strafbank. Die Gastgeber brauchten nur sechs Sekunden, um durch Robbie Czarnik die doppelte Überzahl zum 1:0 auszunutzen. Die Gastgeber legten nach. Mathieu Pompei zeigte erst ein sehenswertes Solo und ließ dann mit seinem Rückhandschlenzer Huskies-Torwart Leon Hungerecker keine Chance. Es stand 2:0 nach sieben Minuten.

Die Gäste kamen erst nach zehn Minuten besser ins Spiel, mussten aber zunächst einen erneuten Rückschlag hinnehmen: Beim 3:0 von Czarnik (16. Minute) sah Torhüter Hungerecker nicht gut aus. Aber die Reaktion der Huskies ließ nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute später bediente Shevyrin uneigennützig Alexander Karachun, der zum 1:3 einschob. Danach wurde es ruppiger. Es flogen sogar die Fäuste zwischen Kassels Austin Carroll und Landshuts Philipp Messing – am Ende lagen beide am Boden.

Das zweite Drittel gehörte den Huskies. Sie investierten mehr, sie liefen mehr – als hätte sie jemand von der Leine gelassen. Sie erspielten sich in diesem Abschnitt viele Chancen – und trafen auch zweimal. So dauerte es nicht lange, bis der Anschlusstreffer fiel. Allerdings leistete Landshuts Torwart Jaroslav Hübl Hilfestellung: Beim Ausflug hinter sein Tor spielte er einen kapitalen Fehlpass. Kassels Justin Kirsch fing den Puck ab, passte auf Karachun, und der traf zum 2:3 ins leere Tor (25.). Vier Minuten später stand es 3:3. Den feinen Spielzug über Derek Dinger und Kirsch schloss Corey Trivino erfolgreich ab. Die Huskies dominierten weiter die Partie – erst zum Ende des zweiten Drittels hatten auch die Gastgeber noch ein paar Möglichkeiten. Das Unentschieden ging nach 40 Minuten völlig in Ordnung.

Mit Beginn des letzten Drittels spielten nur noch die Huskies. Sie erhöhten den Druck. Zunächst hielt EV-Trohüter Hübl mit mehreren guten Paraden das 3:3 fest. Aber nur bis zur 53. Minute: Dann kam Nathan Burns. Zentral vor dem Landshuter Tor hatte der Kasseler zu viel Platz und verwertete das Zuspiel von Michi Christ eiskalt zum am Ende verdienten 4:3-Erfolg.

SR: Bauer/Kannengießer –Z.: 2453

Tore: 1:0 (2:53) Czarnik (Wehrs, Pompei – 5:3), 2:0 (6:27) Pompei (Ostwald, Brandl), 3:0 (15:22) Czarnik (Pompei, Ostwald), 3:1 (16:01) Karachun (Shevyrin), 3:2 (24:15) Karachun (Kirsch, Shevyrin), 3:3 (28:08) Trivino (Kirsch, Dinger), 3:4 (52:11) Burns (Valentin, Christ)

Strafminuten: Landshut 12 – Kassel 16 + 10 Carroll

Von Michael Stolzenberg

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