Gegen defensiv eingestellte Frankfurter finden die Kasseler keine Lücke

1:2 – erste Niederlage der Huskies gegen die Löwen Frankfurt

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Frankfurt. Erste Niederlage für die Huskies im Playoff-Derby gegen die Löwen. Im dritten Spiel der Viertelfinalserie verloren Kassels Eishockeyspieler in Frankfurt 1:2 (1:2, 0:0, 0:0).

In der Serie liegen die Nordhessen aber 2:1 vorn, können am Dienstag vor eigenem Publikum erhöhen. Gegen die defensiv eingestellten Gastgeber war die Niederlage aber auch ein Stück selbst verschuldet.

Die Löwen haben nun also Fritzmeiers Franz an der Bande.

Und was macht jemand, der neu ist? Alles neu natürlich. Sämtliche Sturmreihen stellte der Sportdirektoren-Trainer um. Der Wille zur Erneuerung war so groß, dass nach fünf Spielminuten gleich auch eine Scheibe an der Bande hinter dem Tor ausgetauscht werden musste. Die alte hatte einen Check nicht überlebt.

Die Huskies lagen da schon 0:1 hinten. Das war ebenso unnötig wie der 1:2-Rückstand zur ersten Pause. Denn der Treffer durch Löwen-Eigengewächs Dani Bindels (3.) fiel viel zu einfach. Ein langer Pass aus dem eigenen Drittel, ein Schuss aus vollem Lauf – das war schlafmützig verteidigt.

Die Gäste übernahmen trotzdem das Kommando. Auch weil die Gastgeber vorsichtig agierten, auf Chancen zum Konter warteten. Pech zunächst, dass Matt Neal in Überzahl den Pfosten traf (7.). Für den Ausgleich sorgte dann ein zum Stürmer umfunktionierter Verteidiger: Kevin Maginot war zur Stelle, als Goalie Antti Karjalainen einen Schuss von Andi Reiss prallen ließ (16.).

Die Gastgeber waren danach verunsichert – doch statt in Führung zu gehen, leisteten die Huskies Aufbauhilfe. Marco Müller kassierte eine unnötige Strafzeit, die Matt Pistilli zum 2:1 nutzte. 24 Sekunden vor der Pause war das.

Frankfurt konnte so bei seiner abwartenden Spielweise bleiben. Was die Hausherren sicher nicht geplanten hatten: Dass die Huskies sie immer tiefer in ihr Drittel drängten. Fritzmeier nahm nach 30 Minuten eine Auszeit, um diese Phase zu unterbrechen. Die aber hatte ohnehin ein Manko: Es fiel kein Tor. Einen Schuss von Sam Povorozniouk entschärfte Karjalainen (26.). Tyler Gron hatte bei einer der wenigen Kontersituationen Pech, dass der Puck knapp am linken Pfosten vorbeirutschte.

Es war in dieser Phase ein seltsames Spiel. Die Huskies am Drücker, aber nicht die entscheidende Lücke findend. Die Löwen lauernd, aber von der aufmerksamen Kasseler Defensive bei ihren Konterversuchen meist früh gestoppt. Weil am Ende auch bei einer Überzahl trotz zwei guter Chancen für Gron und Toni Ritter kein Treffer fallen wollte, gingen die Gäste auch ins letzte Drittel mit einem Rückstand. 

Und sie starteten auch hier mit mangelndem Schussglück. Wieder hatte Gron freie Bahn, doch der Puck flog Zentimeter über das Tor. Die Partie wurde nicht ansehnlicher, aber von Minute zu Minute verbissener. Und plötzlich war es Frankfurt, das Fahrt aufnahm. Das durch C.J. Stretch zweimal den Treffer auf dem Schläger hatte (50.).

Für die Entscheidung sorgte dann ausgerechnet ein Husky. Sam Povorozniouk erwies seinem Team einen Bärendienst, als er wegen eines Stockstichs eine Spieldauerstrafe kassierte. Die Huskies mussten so die letzten Minuten in Unterzahl spielen, riskierten alles, als Keller vom Eis ging, hatten durch Gron sogar noch die Großchance zum Ausgleich – doch die unnötige Niederlage war nicht mehr zu verhindern.

Schiedsrichter: Aumüller/Oswald, 

Zuschauer: 6770 (ausverkauft),

Tore: 1:0 (3:23) Bindels (Stephan), 1:1 (15:37) Maginot (Reiss), 2:1 (19:36) Pistilli (B. Breitkreuz, Liesegang - 5:4), 

Strafminuten: Frankfurt 6 - Kassel 12 + 5 + 5 + Spieldauer Povorozniouk.

Einen Überblick auf die Playoffs und Playdowns finden Sie hier. 

Der Ticker zum Nachlesen: 

Live Blog DEL2 Playoffs: Kassel Huskies gegen Löwen Frankfurt
 

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