Frankfurt kommt am Sonntag zum ersten Endspiel wieder

Huskies verspielen Heimvorteil mit 2:5 - ohne Mittel gegen Stretch

+
Die Kassel Huskies unterliegen in der eigenen Eishalle im vierten Playoff-Derby gegen Frankfurt.

Kassel. Dem Spektakel der ersten Playoff-Woche folgte ein dramatisches Geduldsspiel. Und am bitteren Ende der Verlust der Heimvorteils. 2:5 (0:0, 1:1, 1:4) verloren die Huskies das vierte Viertelfinal-Duell gegen die Löwen Frankfurt. 

Nach dem 2:2 in der Serie müssen die Huskies nun mindestens einmal wieder am Main gewinnen. Sicher ist jetzt: Am Sonntag kommen die Löwen zum ersten „Endspiel“ erneut nach Kassel. 

Beide Teams hatten ihre dritten Reihen umgestellt. Die Hausherren brachten Evan McGrath für Sam Povorozniouk, die Gäste ersetzten Kapitän (!) Jarrett durch MacLeod. Und allesamt geben die Akteure alles, um zunächst ihre Tore zu verrammeln, agierten fast schon unterkühlt. So dauert es sieben Minuten, ehe Little den ersten Schuss abfeuert. Doch er geht ebenso leer aus wie hernach Maginot, Müller, Neal, Klöpper und Carciola, der frei an Schlussmann Karjalainen scheitert (15.). 

Auf der anderen Seite lassen die Huskies auch in vier Minuten Unterzahl nichts anbrennen. Und bei Yorkes Solo ist Markus Keller auf dem Posten (11.). Es zahlt sich aus, dass das defensivstarke Trio Della Rovere, Lambacher, Maginot diesmal die Stretch-Reihe entscheidend bremst. 

Wer macht den ersten Fehler? Wem schwindet zuerst die Konzentration? Wo in den ersten beiden Duellen noch Torflut und Spektakel vorherrschten, ist nun Geduld angesagt. Und beide Teams verlieren noch immer nicht die Kontrolle. Auch wenn insbesondere Carciola aus allen Lagen schießt, so bleibt es doch weiterhin bei der Nullnummer. Weil Löwen-Torwart Karjalainen von Spiel zu Spiel stärker wird, weil sein Gegenüber Keller auch gegen Liesegang aus ganz kurzer Distanz gefeierter Sieger bleibt. 

„Ein Tor, ein Tor“ skandieren die Fans – und können dann endlich doch noch jubeln. Vier gegen vier spielen auf dem Eis, haben Platz. Und dann spielt Matt Neal aus der rechten Ecke einen Traumpass auf den heranstürmenden Andy Reiss. Der Verteidiger läuft, guckt, schießt und trifft – halbhoch über Kajalainens Stockhand hinweg (34.). 1:0 – endlich ist der Bann gebrochen! 

Die Freude aber sie währt nur fünf Minuten. Dann kassieren die Kasseler einmal mehr blöde Strafzeiten. Roach (Spielverzögerung) und fragwürdig Pimm (hoher Stock) müssen raus – und es kommt, was nicht kommen soll. Mit zwei Mann mehr bringen die Löwen die Huskies ins Rotieren, und irgendwann hat C. J. Stretch - ausgerechnet - am kurzen Pfosten den nötigen Platz. 1:1, der Ausgleich der Südhessen, die nun sechs ihrer insgesamt elf Tore in der Serie in Überzahl erzielt haben. 

Zum Leidwesen der Huskies aber können es die Löwen auch mit fünf gegen fünf. Schon 44 Sekunden nach dem Start ins Schlussdrittel legen sie nach und kippen die Partie. Und wieder ist Stretch der Torschütze, diesmal mit Schlagschuss vom linken Bullypunkt. Vergebens drücken die Kasseler nun aufs Tempo, wollen schnell hinten rauskommen. Der Schuss geht nach hinten los, als schon wieder Stretch auftrumpft. Diesmal mit genialem Querpass, den Liesegang zum 1:3 versenkt (47.). 

Der frühe K.o. für die Hausherren. Matt Neal verkürzt bei fünf gegen drei zwar noch einmal (50.), doch nur 68 Sekunden später überrascht Card vom rechten Flügel Torwart Keller – das 2:4 und das Ende aller Hoffnungen an diesem Tag. Clarke Breitkreuz besiegelt die erste Heimniederlage in dieser Saison gegen die Löwen mit dem 2:5 ins verwaiste Kasseler Tor.

Viertes Playoff-Derby: Kassel Huskies gegen Löwen

 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer
 © Andreas Fischer

Schiedsrichter: Kannengießer, Schütz.

Zuschauer: 5570 

Tore: 1:0 (33:39) Reiss (Neal - 4:4), 1:1 (38:30) Stretch (Pistilli, Schüle - 5:3), 1:2 (40:44) Stretch (Dronia, Liesegang), 1:3 (46:59) Liesegang (Stretch, B. Breitkreuz), 2:3 (49:22) Neal (Pimm, Little - 5:3), 2:4 (50:30) Card (Pistilli, Dronia), 2:5 (59:37) C. Breitkreuz (B. Breitkreuz, Stretch) 

Strafminuten: Kassel 12, Frankfurt 8.

Alle Termine der Playoffs und Playdowns in der DEL2-Saison 2017/2018 finden Sie hier. 

Ticker

Live Blog DEL2 Eishockey Playoffs: Kassel Huskies gegen Löwen Frankfurt live (Spiel 4)
 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.