Ernüchternde Bilanz für Kassel 

Halbzeitbilanz in der DEL2: Kassel Huskies sind nur noch Mittelmaß

Halbzeit in der Hauptrunde der zweiten Eishockey-Liga – Zeit für eine Zwischenbilanz. Für die Kassel Huskies fällt diese ernüchternd aus. 

Besonders auffällig sind die fehlenden Punkte und Tore der Huskies, sondern auch der Zuschauerrückgang – in der Eissporthalle genauso wie in Dresden und Frankfurt. Die Gewinner und Verlierer:

Die Rangliste

In der Tabelle strahlt Ravensburg vom Platz an der Sonne. Doch mit einem Plus von 13 Punkten gegenüber dem Dezember 2017 haben sich nicht die Towerstars am meisten gesteigert, sondern die Lausitzer Füchse (+24) und der ESV Kaufbeuren (+16). Beide sind somit als größte Überraschungen nun in der Rolle des SC Riessersee vor Jahresfrist.

Zu den Verlierern zählen neben den Huskies, die um 19 Punkte schlechter dastehen, auch Dresden (--14) und Bietigheim (-17). Während die Nordhessen und die Sachsen deutlich hinter den (eigenen) Erwartungen zurückbleiben, ist der Abschwung der Steelers ganz konkret auf einen großen personellen Umbau zurückzuführen. Der wiederum ist in deutlichen wirtschaftlichen Einschränkungen begründet.

Die Abstiegskandidaten

Am Tabellenende hat sich bis auf den enormen Aufschwung Weißwassers nur wenig verändert. Freiburg (+/- 0) und die gleichwohl verbesserten Teams aus Bad Tölz (+9) und Bayreuth (+5) sind erneut Playdown-Kandidaten wie traditionell der Aufsteiger, hier nun der Deggendorfer SC. Aber: Zumindest für Wölfe, Löwen und Tigers ist sogar Rang sechs durchaus noch in Reichweite angesichts überschaubarer Rückstände.

Die Zuschauer

Gemessen an der Hauptrunden-Gesamtbilanz 2017/18 ist der Zuspruch in der DEL2 komplett abfallend. Von 2693 im Jahr 2015/16 sank der Schnitt über 2466 (16/17) und 2490 (17/18) auf nun nur noch 2374. Bei den Klubs ist der Besuch eng mit dem sportlichen Erfolg gekoppelt, klar. Die meisten Einbußen gegenüber dem Vorjahr verzeichnen Dresden (-508) und die  Huskies  (-279). Insgesamt (gemessen allerdings an der gesamten Hauptrunde) haben bereits 3627 Zuschauer weniger die Eissporthalle besucht. Aber überraschend ist auch Frankfurt (-249) klar im Soll, auch Bietigheim (-181). Gewinner sind hier Spitzenreiter Ravensburg (+175) und Weißwasser (+77).

Die Stars 

Die Misere der Huskies wird deutlich bei einem Blick auf die Ranglisten der besten Spieler. Vor einem Jahr war Braden Pimm mit 40 Punkten (18 Tore + 22 Vorlagen) der Liga-Topscorer, Evan McGrath (12 + 22 = 34) die Nummer elf. James Wisniewski (8 + 23 = 31) führte trotz einem Drittel weniger Spielen die Liste der Offensivverteidiger an.

Und heute? Da sind Kasseler nur noch Mittelmaß. Selbst Richie Mueller, vor Jahresfrist im Trikot des SC Riessersee mit 40 Punkten (18 + 22) noch gleichauf mit Pimm, belegt derzeit nur Rang 48 mit 23 Zählern (11 + 12). Vorn sind Etablierte wie Matt McKnight (34 Jahre) und Andreas Driendl (32) mit einer über Jahre bemerkenswerten Konstanz, aber auch relativ neue Leute wie die Finnen Roope Ranta und Sami Blomqvist.

Die Rückhalte

Immerhin auf einer Position sind auch Kasseler Spieler top – im Tor. Die Steigerung der letzten Wochen beschert Marcel Melichercik mit nun 92,13 Prozent Fangquote die Spitzenposition bei den Stammkeepern. Leon Hungerecker ist der beste Neuling: Bei seinen neun Einsätzen kommt der 20-Jährige sogar auf 92,34 Prozent. Übrigens: Sein Mannheimer Bruder Phil kommt derzeit auf 6 Tore und 3 Vorlagen – nach 19 + 12 in 58 Spielen 20/17/18. 

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