Niederlage nacht Blitzstart in den Playoffs

2:5 gegen Frankfurt: Kassel Huskies schon mit dem Rücken zur Wand

Kassel. Einen Blitzstart mit zwei Toren in 91 Sekunden hingelegt und doch verloren. Nach dem 2:5 (2:2, 0:1, 0:2) im ersten Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt stehen die Eishockeyspieler der Kassel Huskies im Playoff-Halbfinale bereits mit dem Rücken zur Wand.

Es kam viel zusammen an diesem missratenen Abend für die Gastgeber, die den Gegner mit einem Fehler ins Spiel zurückbrachten, in Überzahl erschreckend harmlos waren und auch noch zwei Penaltys verschossen.

Dabei hatten doch allein die ersten fünf Minuten in der Eishalle genügend Stoff für einen Eishockey-Krimi geboten. Sie zeigten, wie sehr ein frühes Tor beflügeln kann. Aber auch, wie eine einzige Unaufmerksamkeit alles ändern kann. Doch der Reihe nach: Es waren gerade einmal 91 Sekunden gespielt, da stand es wie? 2:0 für die Huskies. Mehr Blitzstart geht nun wirklich nicht.

Und es passte, dass beide Treffer fast identisch fielen. Beim 1:0 war es Jens Meilleur, der nach einem Querpass von Phil Hungerecker freie Bahn hatte, beim 2:0 kam das Zuspiel von Braden Pimm und wurde verwertet von Thomas Merl. Kassel war danach wie aufgedreht. Immer einen Schritt schneller. Immer im Vorwärtsgang. Dem dritten Treffer ganz nah.

Bis zur fünften Minute ging das so. Dann verdattelt Kevin Maginot im Angriff an der Blauen Linie den Puck gegen Brett Breitkreuz. Der zieht davon, legt quer, Matthew Pistilli hält die Keller rein – und es steht nur noch 2:1. Doch nicht nur das, denn die Löwen übernahmen jetzt das Spiel.

Plötzlich ist alles anders. Jetzt sind die Gäste aufgewacht. Und sie schaffen vor der ersten Pause den Ausgleich. In der 16. Minute zieht Pistilli ab, Brett Breitkreuz fälscht ab – 2:2. Markus Keller ist machtlos. Kurios wird es unmittelbar danach. Wie am Freitag bekommen die Huskies nach einem Foul an Derek DeBlois einen Penalty zugesprochen. Doch wie am Freitag Carciola kann auch DeBlois die Chance nicht nutzen, scheitert an Jaeger.

Playoffs: Huskies verlieren auch das zweite Spiel gegen Frankfurt

Alles ist also wieder offen. Der Druck aber, der liegt auf den Huskies. Und das wird spürbar im zweiten Drittel. Die Gastgeber verkrampfen. Und sie verkrampfen vor allem in Überzahl. Gleich zu Beginn haben die Huskies sogar zwei Mann mehr auf dem Eis. Heraus kommt fast nichts. Auch drei weitere Überzahlsituationen verlaufen nahezu ohne Torschuss. In den Playoffs wirst du für Schwächen in solch entscheidenden Situationen bestraft. Schon bei der ersten Überzahl der Gäste wird es brenzlig, muss Keller mehrfach klären. Doch in der 39. Minute passiert es. Wieder ist es Brett Breitkreuz, der über die linke Seite davonzieht und die Scheibe am rechten Pfosten versenkt.

2:3 also – und die Gastgeber müssen sich etwas einfallen lassen. Aber: Es ändert sich nichts. Obwohl die Löwen weiter viel Zeit auf der Strafbank verbringen, fällt den Huskies nichts, aber auch gar nichts ein. Auch den kuriosen zweiten Penalty wegen absichtlichen Verschiebens eines auf dem Eis liegenden Schlägers vergibt Kassel durch Michi Christ. Frankfurt dagegen ist eiskalt. Laub (47.) und Jarrett (56.) machen den Sieg perfekt. 2:0 führen die Südhessen nun in der Serie. Der Meister aus Kassel hat das Aus vor Augen – und muss sich gewaltig steigern für eine Wende.

Schiedsrichter: Bidoul (Sonthofen) 

Zuschauer: 5505 

Tore: 1:0 (1:02) Meilleur (Hungerecker), 2:0 (1:31) Merl (Pimm), 2:1 (4:56) Pistilli (Brett Breitkreuz), 2:2 (15:06) Brett Breitkreuz (Pistilli), 2:3 (38:29) Brett Breitkreuz (Gläßl, Pistilli) 2:4 (46:13) Laub (Tomassoni), 2:5 (55:43) Jarret (Gawlik), 

Bes. Vorkomnisse: DeBlois vergibt Penalty (15:52), Christ vergibt Penalty (47:43) 

Strafminuten: Kassel 10 - Frankfurt 22 + 10 Tomassoni

Der Ticker zum Nachlesen

Live Blog DEL2 Playoffs: EC Kassel Huskies - Löwen Frankfurt
 

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Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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