Abschiedsspiel von James Wisniewski

Die nächste bittere Pleite: Huskies verlieren 2:3 gegen Bayreuth Tigers

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Der nächste Ausrutscher: Kassels Jens Meilleur liegt nach dem Zweikampf mit Bayreuths Jozef Potac (rechts) am Boden. Braden Pimm beobachtet die Szene.

Kassel. Nächster schlimmer Rückschlag für die Huskies. Beim 2:3 (0:0, 2:2, 0:0 – 0:1) nach Verlängerung gegen Bayreuth lieferten Kassels Eishockeyspieler zwei Tage nach dem Sieg in Weißwasser eine unerklärlich schwache Leistung ab.

Das letzte Spiel von James Wisniewski geriet zu einem schlimmen Auftritt ohne Emotionen und ohne jeden Schwung – und das gegen das biedere Schlusslicht der Liga. Als die Gäste den Siegtreffer erzielten, gellten erneute Pfiffe und „Rossi raus“-Rufe durch die Halle. 

Natürlich stand Wisniewski zunächst im Blickpunkt. Auf der Leinwand liefen vor Spielbeginn beste Szenen des Verteidigers. Das Puckkind trug die Rückennummer 21. Auf der Tribüne saß eine Delegation aus Mannheim. Zur Beobachtung. Für Gespräche. Insgesamt aber war das ein bitterer Abschied. Die Ränge? Reichlich leer. Die Stimmung? Ziemlich frostig. Das Spiel? Extrem unattraktiv. 

Sicher, die Gastgeber hatten anfangs bessere Chancen wie die durch Adriano Carciola, der nach Toni Ritters Zuspiel an Torhüter Vosvrda scheiterte (6.). Insgesamt aber galt: Trotz des Sieges in Weißwasser wirkten die Huskies seltsam verkrampft und uninspiriert. Schön war das alles nicht. Und für die Zuschauer ein Langweiler. Dazu gab es noch einen Schreckmoment: Bayreuths Sebastian Busch bekam den Puck ins Gesicht, lief schmerzverzerrt und stark blutend vom Eis. Die Partie war minutenlang unterbrochen.

Dafür nahm sie im Mitteldrittel wenigstens an Fahrt auf. Was aber nicht bedeutete, dass es nun nach dem Geschmack der Gastgeber lief. Die gingen in Führung, weil Carciola, diesmal auffälligster Stürmer, ein Solo erfolgreich abschloss (28.). Und hätten kurz darauf erneut durch Carciola bei einem Break erhöhen können. Doch mitten in diese leichte Steigerung hinein glich Bayreuth aus. 

Busch war mittlerweile zurück auf dem Eis und traf in Überzahl. Das reichte, um die Huskies erneut komplett zu verunsichern. Torhüter Markus Keller verhinderte mehrfach den Ausgleich. Dann aber spielte Sergej Stas einen Pass an den hinteren Pfosten, wo Goldhelm Anthony Luciani völlig unbedrängt einschieben konnte (37.). Die Stimmung auf den Rängen kippte von kühl in eiskalt. 

Kurz darauf aber wurde es hitzig. Stas foulte ungestraft Evan McGrath, wurde aber von Jens Meilleur gestellt und in eine Keilerei verwickelt. Das Signal kam an. Die Huskies überstanden die folgende Unterzahl. Und als kurz darauf ein Gästespieler auf die Strafbank musste, da erzielte Toni Ritter unmittelbar vor der Pause den Ausgleich. Ob sie das jetzt endlich befreien würde von der Last? Kann man so nicht sagen. Auch im Schlussdrittel blieb es eine quälende Angelegenheit. Keller brachte sein Team mit einigen Paraden zumindest in die Verlängerung.

Kassel Huskies verlieren gegen die Bayreuth Tigers

 © Schachtschneider
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Dann aber dauerte es nicht einmal eine Minute bis zum Siegtor der Gäste. Und James Wisniewski? Der fehlte am Ende wegen einer Knöchelverletzung. Jetzt heißt es also auch noch: Daumen drücken, dass Olympia nicht gefährdet ist. 

SR: Falten/Gogulla

Z: 2687

Tore: 1:0 (23:53) Carciola (Merl, Wisniewski), 1:1 (27:39) Busch (Luciani, Pavlu - 5:4), 1:2 (36:02) Luciani (Stas, Müller), 2:2 (39:43) Ritter (Carciola, McGrath - 5:4), 2:3 (60:44) Kolozvary

Strafminuten: Kassel 10, Bayreuth 8

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