Schiedsrichter Sicorschi mit Spielleitung überfordert

1:5 der Huskies - eine Lehrstunde in Effektivität

Kassel. Anschauungsunterricht in Sachen Effektivität und eine 1:5 (0:1, 1:1, 0:3)-Niederlage gegen die Füchse aus Weißwasser: Den letzten Auftritt auf eigenem Eis im Meisterjahr 2016 vor 4400 Zuschauern hatten sich die Kassel Huskies anders vorgestellt.

Ebenso wie den Auftritt des Unparteiischen Ulpi Sicorschi, der nicht erst angesichts der Strafzeitenflut im Schlussdrittel mit der Leitung eines DEL2-Eishockey-Spiels überfordert schien und mit häufig nicht nachvollziehbaren Strafen oder ausbleibenden Pfiffen die Fans gegen sich aufbrachte.

Dabei hatte der Abend stimmungsvoll begonnen. Zu Beginn gab es Sonderapplaus und ein Sondertrikot für einen, der seinen 400. Auftritt im Huskies-Dress hatte: Michi Christ. Und seine Mannschaft, die schien für ihre Nummer 13 dieses Spiel zu einem besonderen machen zu wollen. Denn die Hausherren, bei denen weiterhin Jack Downing und Dorian Saeftel fehlten, legten los wie die Feuerwehr.

Doch als Carter Proft schon nach 55 Sekunden erstmals auf die Strafbank musste, nutzten die Füchse aus Weißwasser die Gunst. Thomas Götz´ Schuss segelte zum 0:1 ins Huskies-Tor (3. Minute). Der kleine Schönheitsfehler brachte die Huskies nicht aus dem Tritt. Sie erarbeiteten sich Chancen im Minutentakt. Manuel Klinges Schlagschuss in Unterzahl, der knapp neben das Tor geht. Toni Ritters und Klinges Co-Produktion, die unter der Latte endet. Alex Heinrichs und Phil Hungereckers Kombination, die am Pfosten landet, ebenso wie Steve Hanuschs Versuch. Die Auflistung hochkarätiger Gelegenheiten ließe sich munter fortsetzen.

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Stark war das. Zählbares aber sprang erst im zweiten Drittel heraus. Thomas Merl hielt von der Blauen Linie drauf, sein Schuss landete unhaltbar für Maximilian Franzreb im oberen rechten Toreck. Mit diesem 1:1 wurdees turbulenter. Die Füchse traten dem Sturmlauf der Huskies engagierter entgegen. Weiteres Feuer bekam die Partie spätestens ab Mitte des zweiten Drittels durch die umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters, der so einige Nickeligkeiten der Gäste ungeahndet ließ. Die Emotionen kochten hoch. Proft und Pimm kassierten je zehn Minuten - für Heißsporn Proft ist es bereits die dritte große Strafe innerhalb von anderthalb Wochen.

Und die Gäste? Die gingen erneut in Führung. Patrik Parkkonen erhöhte auf 2:1. (36.). „Kämpfen und siegen“, forderten die Kasseler Fans. Doch wieder wurden stattdessen die Huskies von ihren so effektiven Gästen kalt erwischt, als Ryan Wartting auf 3:1 stellte (42.). Spielerisch hatten die Huskies noch das Sagen, in Sachen Effektivität aber eben die Gäste. Erneut Parkkonen erhöhte auf 4:1 (50.), Jeff Hayes (56.) setzte den Schlusspunkt unter eine Partie, die dem Schiedsrichter am Ende völlig entglitten war.

SR: Sicorschi (Waldkraiburg). Z: 4369

Tore: 0:1 (2:13 - 5:4) Götz (Palka, Fischer), 1:1 (21:01) Merl (Heinrich), 1:2 (35:35) Parkkonen (Ostwald, Hayes - 4:4), 1:3 (41:49) Warttig (Lüsch), 1:4 (49:49) Parkkonen (Ostwald, Lüsch), 1:5 (55:11) Hayes (Parkkonen, Swinnen - 5:4)

Strafminuten: Kassel 22 + 10 Pimm + 10 Proft + 10 MacKenzie + 10 Boiarchinov, Weißwasser 14

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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