Zäher Sieg gegen die Wölfe Freiburg

3:2 - Huskies belohnen sich erst im Penalty-Schießen

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Kassel. Sie waren ersatzgeschwächt in der Defensive, spielten zwei Drittel sehr zäh in der Offensive – und doch gelang den Eishockeyspielern der Kassel Huskies beim 3:2

(1:2, 1:0, 0:0 – 0:0, 1:0) im Penaltyschießen gegen den EHC Freiburg der vierte Sieg in Folge und damit der nächste wichtige Schritt Richtung Playoffs. Die Gastgeber taten sich lange schwer, belohnten sich aber spät für die deutliche Steigerung im Schlussdrittel.

Hier gibt es ein Video vom Spiel

Die Vorzeichen waren ja nicht gut, denn die Defensive der Huskies ging am Krückstock in die Partie. Neben den Langzeitverletzten Alex Heinrich, Corey Mapes und Dorian Saeftel fehlte nun auch noch Mathias Müller angeschlagen. Und Kevin Maginot, der wurde von Mannheim für die DEL angefordert. Viel blieb also nicht mehr übrig in der Abteilung Torverhinderung, so dass Stürmer Michi Christ von Trainer Rico Rossi in die Verteidigung beordert wurde. Trotzdem begann es eigentlich gut für die Huskies, die in der 6. Minute in Führung gingen. Etwas Glück war allerdings nötig für dieses 1:0. Thomas Merl war mit dem ersten Schuss an Marco Wölfl gescheitert, doch Toni Ritter spielte die Scheibe hinter dem Tor stehend an den Schoner des Torhüters, von dem sie über die Linie prallte.

Zehn Minuten lang trat Freiburg höchst unauffällig auf. Das einzige, was zunächst im Kasseler Tor landete, war Stürmer Christian Billich, der über Markus Keller ins Netz stürzte und das Gehäuse aus seiner Verankerung riss. Das hatte gleich zwei Folgen: Erstens eine mehrminütige Unterbrechung, bis das Tor repariert war. Und zweitens verloren die Huskies in der Folge völlig den Faden. Vor allem im Vorwärtsgang wurde das Spiel der Gastgeber immer schwerfälliger – was verwunderte nach den sechs Treffern vom Freitag.

Freiburg kam so nach und nach auf – und kippte die Partie in nur zwei Minuten. Als die Huskies nicht energisch klärten, nutzte Morton Vas das zum Ausgleich (17.). Und kurz darauf war es eine Fehlerkette, die zum 1:2 führte. Erst spielte Marco Müller einen Fehlpass, der die Gäste zum Konter einlud. Dann rutscht Keller der Puck aus der Fanghand, so dass Petr Haluza im zweiten Versuch traf.

Es war jetzt richtig zäh, dieses Spiel. Und es blieb noch einige Zeit zäh. Selbst in Überzahl brachten die Huskies zu Beginn des Mitteldrittels nur einen Schuss durch Jack Downing zustande. Die Minuten verrannen, ohne dass irgendetwas gelang. Immerhin: Auch Freiburg kam kaum zu guten Einschusschancen. Und wenn, dann war Keller sicher zu Stelle.

fs

Es dauerte bis zur 38. Minute, ehe die Huskies endlich zeigten, wie schön Eishockey sein kann. In Überzahl startete Manuel Klinge auf dem rechten Flügel, spielte dann einen tollen Pass quer hinüber zu Derek DeBlois, der mit einem krachenden Schuss zum 2:2 traf. Endlich war er da, der Ausgleich. Und im Schlussdrittel war es nicht nur spannend, die Partie wurde endlich auch besser und abwechslungsreicher. Boiarchinov, DeBlois und MacKenzie hatten gute Schusschancen, Keller musste gegen den frei vor ihm auftauchenden Duda retten – das alles in den ersten Minuten. Und in der 45., da lag das 3:2 im wahrsten Sinne des Wortes in der Luft. Klinge hatte nach einem schönen Solo den Pfosten getroffen, DeBlois wollte den Puck volley über die Linie drücken, erwischte die Scheibe aber nicht. Die Huskies waren nun deutlich stärker. Jack Downing scheiterte gleich zweimal in aussichtsreicher Position, als er von Klinge und DeBlois glänzend in Position gebracht wurde. Trotzdem blieb auch Freiburg gefährlich, profitierte zudem gleich zweimal von höchst umstrittenen Zeitstrafen gegen die Gastgeber. Ein Tor aber gelang auch den Gästen nicht, es ging erst in die – ebenfalls torlose – Verlängerung und dann ins Penaltyschießen. In dem trafen sowohl Michi Christ als auch Derek DeBlois sehr souverän – und sicherten zwei wichtige Punkte.

Schiedsrichter: Klau (Bad Muskau) 

Zuschauer: 3200 

Tore: 1:0 (5:40) Ritter (Merl, Boiarchinov), 1:1 (16:45) Vas (Airich), 2:1 (18:07) Haluza, 2:2 (37:52) DeBlois (Klinge, Hungerecker – 5:4), 3:2 DeBlois (Penalty) 

Strafminuten: Kassel 8 – Freiburg 8.

Der Ticker zum Nachlesen

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Wölfe Freiburg
 

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