Eishockey

Effektiv, clever, erfolgreich - Huskies haben passende Antworten parat

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Dicke Luft vor dem Landshuter Tor: EVL-Schlussmann Jaroslav Hübl, Husky Alexander Karachun und Stephan Kronthaler (von links).

Es war ein Kraftakt. Aber sie haben wieder einen Weg gefunden zum Sieg. Das 5:4 der Kassel Huskies gegen Landshut war der neunte Heimerfolg im neunten Spiel.

„Wir haben mit dem letzten Tropfen Sprit im Tank das Ziel gerade noch erreicht.“ Gerald Kuhn fasste in Worte, was allen Huskies deutlich anzusehen war: Das 5:4 gegen den starken Neuling EV Landshut war ein Kraftakt, ein Sieg des Willens. Und Interimskapitän Derek Dinger wusste: „In der vergangenen Saison haben wir solche engen Spiele verloren.“

Diesmal aber gab es das Happy End zum neunten Dreier im neunten Heimspiel. In einer mitreißenden Partie der Doppelschläge mit der Torfolge 2:0 - 2:2 - 4:2 - 4:3 - 5:3 - 5:4. Weil Kuhn im heißblütigen Landshuter Schlussspurt den Vorsprung festhielt. Und weil zuvor seine Vorderleute stets die passenden Antworten gegeben hatten. „Wir konnten unsere Tore immer dann erzielen, wenn es brenzlig war“, bilanzierte Trainer Tim Kehler treffend.

Gleich zu Beginn, als Alex Karachun und Corey Trivino binnen 87 Sekunden ein 2:0 vorlegten, als Landshuts Führung in der Luft lag. Im zweiten Durchgang, als Mathieu Pompei binnen 73 Sekunden für den EVL ausgeglichen hatte, doch Ryon Moser (30.) und Stephan Tramm (33.) ein durchaus mögliches Kippen der Partie mit ihrer Tordoublette zum 4:2 verhinderten. Und schließlich Ben Duffy, der nach Forsters viel zu frühem 3:4 (42.) mit unwiderstehlichem Bauerntrick wieder auf zwei Tore Plus erhöhte (48.). Der nun entscheidende Vorsprung zum Zehren.

„Wir haben eine gute Leistung gezeigt und nie aufgegeben“, bilanzierte EVL-Trainer Axel Kammerer im Stolz über den couragierten Auftritt des Neulings. „Aber diese Kasseler sind unglaublich effektiv und clever.“

Zwei Aspekte, die nicht nur dieses Spiel, sondern das gesamte erste Saisondrittel der Huskies maßgeblich prägten. Aus neun Torschüssen machten sie im ersten Durchgang zwei Treffer, sind mit nur 7,5 Schüssen pro Tor insgesamt das effektivste Team der Liga. Am Ende dieser Rangliste steht Ravensburg, der Meister, mit 11,2 Versuchen. Angesichts von zwei Gestängetreffern im weiteren Verlauf und einigen ungenutzten Großchancen meinte Dinger dann aber auch: „Wir hätten uns diesen Abend viel leichter machen können.“

Haben sie aber nicht. Weil die Beine schwer wurden, mit der Kraft auch die Konzentration schwand. Kein Wunder, standen doch nur neun Stürmer zur Verfügung, im letzten Drittel angesichts von Zeitstrafen phasenweise sogar nur sieben. „Wir waren wenig Leute“, sagte Spencer Humphries, „aber wir haben viel Herzblut.“ Und eben Cleverness. Nicht nur beim Torschuss.

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„Wie die Jungs es wieder geschafft haben, doch noch einen Weg zum Sieg zu finden, das begeistert mich“, sagte Trainer Kehler. Weil sie es verstanden haben, sich sehr routiniert die letzten Kräfte über 60 Minuten gut einzuteilen. Weil sie am Ende die Landshuter in deren Drittel beschäftigten und nur einmal kurz zuließen, dass der EVL Torwart Hübl durch einen sechsten Feldspieler ersetzte.

Der Lohn: Die Huskies gehen als Spitzenreiter und mit leichtem Polster in die Pause. Die nutzen Trainer Kehler (Hamburg) und etliche Spieler zu kurzen Trips. Angesagt sind unter anderem Mallorca (Humphries), Wien (Karachun), Budapest (Kuhn), Chemnitz (Spitzner) und die Heide (Hungerecker).

So geht’s weiter: Fünf freie Tage, dann acht Spiele in 17 Tagen

Das erste Saisondrittel ist absolviert, doch die Erholungsphase für die Huskies nur kurz. Nach fünf freien Tagen wegen des Deutschland-Cups am kommenden Wochenende wird am Samstag und Sonntag wieder trainiert, der Montag ist erneut frei, und ab 12. November beginnt die Vorbereitung auf zwei englische Wochen mit acht Einsätzen in 17 Tagen. 

Denn weiter geht’s am 15. November mit einem Heimspiel gegen Weißwasser, dann folgen Reisen nach Dresden (17.) und zum Nachholspiel nach Landshut (19.), zwei Topspiele gegen Bad Nauheim (22.) und in Heilbronn (24.), eine Fahrt nach Freiburg (26.), ein Heimspiel gegen Ravensburg (29.) und die Partie in Kaufbeuren (1.12.).

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