Ein gutes Drittel war zu wenig

Niederlage im ersten Playoff-Derby: Huskies verlieren 1:4 in Frankfurt

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Vollversammlung vor dem Kasseler Tor: Frankfurts Brett Breitkreutz (rechts) trifft hier zum 2:0. Die Huskies-Spieler (von links) Mathias Müller, Braden Pimm (leicht verdeckt) und Torwart Markus Keller haben das Nachsehen. Links im Bild: Löwen-Akteur C.J. Stretch.

Frankfurt. Das erste Playoff-Derby ging gründlich daneben. Ein starkes Mitteldrittel war zu wenig für die Huskies.

Kassels Eishockeyspieler verloren das erste Duell der Halbfinale-Serie bei den Löwen Frankfurt 1:4 (0:2, 1:0, 0:2). Im Schlussdrittel hagelte es zudem Strafen gegen die Gäste. Am Sonntag (17 Uhr, Eissporthalle) steigt das zweite Spiel in Kassel.

Die Luft brennt in Frankfurt. Von Beginn an. Nicht nur, weil in der Halle weit über 20 Grad herrschen. Das hier ist Derby. Das hier ist Playoff. Mehr Eishockey geht nicht. Die Stimmung in den Fanblocks kocht weit vor Spielbeginn. Und als es losgeht, da wird es auch auf dem Eis schnell ein hartes Gefecht.

Drei, vier Minuten lang sieht es aus, als hätten die Huskies Zugriff auf die Partie. Schnell aber steigt der Druck der Gastgeber. Es dauert nicht lange, da kommen die Kasseler kaum aus der eigenen Zone heraus. Und wer unter Dauerdruck steht, der produziert Fehler. Als die Huskies hinter dem eigenen Gehäuse den Puck verlieren, landet die Scheibe bei Maximilian Gläßl – und der trifft zum 1:0 (14.). Zwei Minuten später legen die Löwen nach. Torhüter Markus Keller hat den Puck nach einem Schuss vor dem Schoner liegen, Brett Breitkreuz stochert ihn über die Linie.

Spätestens jetzt ist klar, dass dies ein schwerer Gang wird für die Huskies. Die brauchen einige Zeit, ehe Toni Ritter in Überzahl die erste Chance hat (18.), aber an Brett Jaeger scheitert. Dann aber beginnt das zweite Drittel. Dann dauert es 35 Sekunden – und es steht nur noch 2:1. Braden Pimm überwindet Jaeger, der beim Schuss des Kasselers machtlos ist. Jetzt ist es ein ganz anderes Spiel. Nun sind die Huskies am Drücker, haben mehrfach die Chance zum Ausgleich. Durch Michi Christ, der einen Pass aus der eigenen Zone aufnimmt, aber an Jaeger scheitert (27.). Durch Adriano Carciola. der dicht vor dem Tor den Lupfer nicht ansetzen kann (32.). Und vor allem durch das Solo von Jack Downing mit dem Nachschuss von Toni Ritter (33.).

Frankfurt ist vor allem bei zwei Überzahlspielen gefährlich, doch bei zwei Schüssen von Richard Mueller und einem von Matt Tomassoni ist Keller souverän zur Stelle.

Trotzdem: Es ist jetzt alles drin für die Kasseler, die auch zu Beginn des Schlussdrittels entschlossen wirken. Die am Drücker scheinen. Und die dann eiskalt erwischt werden in der 43. Minute. In der kontert Frankfurt, schießt Mueller eher harmlos von der rechten Seite. Doch Keller unterläuft ein seltener Fehler. Die Scheibe rutscht ihm durch die Schoner. Während Kassels Torhüter noch den Kopf schüttelt, wird Carciola auf der anderen Seite beim Torschuss gefoult. Penalty! Die Chance, gleich wieder da zu sein. Doch Carciola scheitert. Und die Partie geht nun komplett den Bach runter. Carter Proft kassiert eine Spieldauer-Strafe. Mueller trifft ein weiteres Mal in doppelter Überzahl (49.). Die Huskies verlieren sich in Undiszipliniertheiten. Einmal sitzen sie sogar zu sechst auf der Strafbank. Klar ist so für Sonntag: Neben einer spielerischen Steigerung muss vor allem auch mehr Disziplin her.

SR:  Kopitz (Iserlohn),

Z: 7000 (ausverkauft),

Tore: 1:0 (13:07) Gläßl (Stretch, Pistilli), 2:0 (15:06) Brett Breitkreuz (Stretch, Card), 2:1 (20:35) Pimm (Downing), 3:1 (42:51) Mueller (Tomassoni, Jaeger), 4:1 (48:14) Mueller (Tomassoni, Liesegang - 5:3),

Bes. Vorkommnis: Carciola scheitert mit Penalty an Jaeger (43),

Strafminuten:  Frankfurt 12 - Kassel 16 + 5 + Spieldauer Proft.+ 10 Carciola + 10 Christ

So war der Ticker

Live Blog DEL2 Playoffs: Löwen Frankfurt - EC Kassel Huskies
 

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