Einige Kasseler Fans waren mitgereist

Drei Tore in zwei Minuten: Huskies nehmen wieder Fahrt auf - 4:1 in Dresden

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Legte mit zwei Toren den Grundstein zum Auswärtssieg: Verteidiger Denis Shevyrin (vorn, im Laufduell mit Tobias Wörle). Die Szene entstand im Heimspiel gegen Kaufbeuren.

Die Kassel Huskies kommen in der DEL2 wieder auf Touren: Auch beim zweiten Wiedersehen haben sie ihrem Ex-Trainer Rico Rossi und dessen Dresdner Eislöwen das Nachsehen gegeben.

Grundlage für den  4:1 (0:1, 1:0, 3:0)-Auswärtssieg waren drei Tore in weniger als zwei Minuten zu Beginn des Schlussdrittels. Es sind die Tage der Auswärtsfahrten im Spielplan der Huskies – vier von fünf Partien tragen sie in fremden Hallen aus, den Auftakt gab’s gestern in Dresden.

Nach der Länderspielpause habe seiner Mannschaft im Abschluss noch die Präzision gefehlt, hatte Kassels Trainer Tim Kehler nach dem knappen 1:0 gegen die Lausitzer Füchse am Freitagabend gesagt. Da stellte sich natürlich die Frage, ob das am Sonntag besser klappen würde. Die Antwort lautete: Ja, aber es dauerte.

Kassel Huskies in Dresden: Zunächst legten die Gastgeber vor

14 Sekunden war das erste Powerplay der Dresdner alt, als sie zuschlugen. Und zwar nach einer Co-Produktion von gleich drei Ex-Kasselern: Rene Kramer zieht von der Blauen Linie ab, Jerry Kuhn klärt, doch aus dem Gewühl vor dem Tor heraus legt Toni Ritter auf Timo Pielmeier ab – und die Scheibe fliegt über den nun chancenlosen Kuhn ins Tor. Acht Minuten sind da gespielt.

Angefeuert von 40, 50 Kasseler Fans kamen die Huskies danach aber besser ins Spiel, gestützt vor allem auf ihren erneut überragenden Torhüter Kuhn. Zusehends rückte nun sein Gegenüber Marco Eisenhut ins Zentrum des Geschehens. Denn mit fortschreitender Spieldauer fanden die Huskies nun auch die angesprochene Präzision im Abschluss wieder. Längst wissen die Fans ja: Ein Rückstand bringt ihr Team nicht aus der Ruhe. So auch diesmal.

Kassel Huskies holen den Ausgleich in der 36. Minute

Springen wir also in die 36. Minute: In der legte Justin Kirsch zurück auf Denis Shevyrin – und aus vollem Lauf versenkte der Verteidiger die Scheibe im Toreck zum verdienten 1:1-Ausgleich. Seinem vierten ließ er kurz nach Beginn des Schlussdrittels seinen fünften Saisontreffer folgen, diesmal mit einem schnörkellosen Schuss in Überzahl von der Blauen Linie (43.). 

Weitere 20 Sekunden später war der nächste Verteidiger dran – Nick Walters erhöhte nach Bauerntrick auf 3:1. Zwar schauten die Schiedsrichter Apel/Lenhart diesen Treffer noch einmal auf Video an, bestätigen dann aber: An diesem Tor gab’s nichts zu rütteln. Auch nicht an dem, das schließlich Ben Duffy folgen ließ – auch wenn sein Schuss, der zum 4:1 führte, noch von einem Dresdner Verteidiger abgefälscht worden war (45.). Den Gastgebern war der Zahn gezogen. Der Mannschaft von Rico Rossi fiel kaum noch etwas ein, die Huskies verwalteten die nun klare Führung clever.

Eine Schrecksekunde gab es allerdings noch aus Kasseler Sicht

Nach einem Check gegen Kopf und Nacken von Alexander Dotzler blieb Alexander Karachun zunächst mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Eis liegen. Für Dotzler war die Partie nach einer Spieldauerstrafe vorzeitig beendet, Karachun fuhr eigenständig zur Spielerbank.

Und so blieb am Ende die Erkenntnis: Die Huskies haben ihre bis dato ausbaufähige Bilanz auf fremdem Eis aufpoliert und können gestärkt ins nächste Auswärtsspiel gehen: Schon am Dienstag empfängt der EV Landshut den Spitzenreiter zum Nachholspiel vom dritten Spieltag.

SR:Apel/Lenhart. Z: 2326

Tore:1:0 (7:40) Pielmeier (Ritter - 5:4), 1:1 (35:38) Shevyrin (Kirsch, Christ), 1:2 (42:10) Shevyrin (Carroll, Duffy - 5:4), 1:3 (42:30) Walters (Trivino, Bettahar), 1:4 (44:13) Duffy (Klöpper, Heinrich)

Strafminuten: Dresden 8 + 10 Dotzler - Kassel 10

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