Ehrung zu Beginn des Spiels gegen Freiburg

Huskies verlieren 1:5 - Ins offene Messer gerannt

Kassel. Bevor die Kassel Huskies am Freitagabend von den Freiburger Wölfen verschlungen wurden, wurde Kassels Eishockeylegende Sven Valenti in die Ruhmeshalle aufgenommen.

Dem Gänsehautgefühl bei der Ehrung Sven Valentis (Artikel dazu hier) folgte für die Huskies eine eiskalte Dusche: Schon nach 46 Sekunden lagen sie 0:1 zurück, nach 16 Minuten gar 0:2. Am Ende gab’s ohne den verletzten James Wisniewski gegen die Wölfe Freiburg mit 1:5 (0:2, 1:2, 0:1) die dritte Heimniederlage – trotz 48:33 Torschüssen!

Gegen den Tabellenzehnten erwischten die Hausherren einen kapitalen Fehlstart. Gänzlich ungeordnet am eigenen Kasten, verdaddelten sie den Puck, Linsenmaier sagte danke, bediente Kunz und schon stand es 0:1. Erst 46 Sekunden waren gespielt. Danach aber drückten die Huskies völlig unbeeindruckt aufs Tempo, wirbelten wie in besten Zeiten. Beinahe im Sekundentakt spielten sie Torchancen heraus.

Doch das Manko der letzten Wochen, es hielt auch am Freitag an: Es hapert im Abschluss. Beste Gelegenheiten blieben gleich reihenweise ungenutzt, Little scheiterte am Außenpfosten (11.). Die Freiburger aber, die minutenlang am eigenen Kasten gebunden waren, sie machten aus ihrer dritten Chance das 2:0, als Billich einen Konter vollendete (16.). Es sollte nicht das letzte Mal bleiben, dass die Kasseler ihren Gästen ins offene Messer rannten. 

Gewiss, in der Offensive machten sie Vieles richtig, sie schossen aus allen Lagen, kombinierten, spielten rasend schnell. Doch all das ohne jede Absicherung nach hinten. Und so kassierten sie prompt nach dem herbeigesehnten, von 4019 Fans förmlich herbeigebrüllten Anschlusstor Toni Ritters im Nachschuss (28.) nur 48 Sekunden später den Stimmungsschocker und vorentscheidenden dritten Gegentreffer. 

Wieder war‘s ein Konter, diesmal drei gegen einen, den Mancari locker vollendete (29.). Einmal mehr stand Torwart Pantkowski allein auf weiter Flur. Und er kassierte gar noch das 1:4 (38.), als er nach Mancaris Schlagschuss den Puck prallen ließ und Billich in Überzahl abstaubte. Wer nun auf einen Sturmlauf der Kasseler gehofft hatte, der wurde enttäuscht. Zwar bestimmten die Hausherren weiter das Geschehen, aber genauso geschickt verrammelten die Gäste weiterhin ihr Tor. 

Und mit jeder weiteren ungenutzten guten Chance, schwanden den Huskies mehr und mehr Selbstvertrauen und Selbstverständlichkeit in ihren Aktionen. Gegen das beste Unterzahlteam der Liga blieb auch das dritte Powerplay erfolglos, nur Sekunden danach komplettierte Ex-Husky Chris Billich mit dem 5:1 (54.) seinen Hattrick.

Kasseler Eishockey-Legende Sven Valenti in Ruhmeshalle aufgenommen

Schiedsrichter: Aumüller, Oswald. Zuschauer: 4019 Tore: 0:1 (0:46) Kunz (Linsenmaier), 0:2 (15:50) Billich (Wittfoth), 1:2 (27:17) Ritter (Little, Koziol), 1:3 (29:05) Mancari (Maly), 1:4 (37:23) Billich (Mancari, Linsenmaier - 5:4), 1:5 (53:26) Billich (Linsenmaier, Brückmann) Strafminuten: Kassel 4, Freiburg 6.

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Rubriklistenbild: © Fischer

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