Weniger als 2000 Zuschauer

Kassel Huskies verlieren 2:5 gegen Heilbronn: Pfiffe nur für die Schiedsrichter

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Jubelnde Gäste, geschlagene Huskies: Fünf Tore kassierten die Gastgeber in der Kasseler Eishalle.

Kassel. Kassel. Die drei Spiele binnen fünf Tagen, sie brachten den Huskies nicht nur Karneval, sondern auch einen vorgezogenen Aschermittwoch. Bei erstmals seit ewigen Zeiten weniger als 2000 Zuschauern setzte es eine 2:5 (1:2, 0:1, 1:2)-Heimpleite gegen die Heilbronner Falken.

Dennoch wurden die aufopferungsvoll, aber vollends glücklos kämpfenden Kasseler mit Beifall verabschiedet. Pfiffe aber gab es am Dienstagabend in der Eishalle dennoch: Das Schiedsrichter-Quartett wurde von den wütenden Huskies-Fans lautstark verabschiedet. Mit vermeintlich fragwürdigen Strafen gegen die Kasseler hatte es den Falken schon vor der ersten Drittelpause den Weg zur 2:1-Führung erleichtert.

Doch der Reihe nach. Schon der erste Torschuss der Kasseler nach 41 Sekunden trifft ins Schwarze. Toni Ritter tankt sich Linksaußen durch, seine Hereingabe verwertet Adriano Carciola. Zwei Minuten später aber schon gleicht Heilbronn nach dem selben Strickmuster aus: Lavallee flitzt, passt in den Rücken von Husky Maginot und Palka vollendet (3.). Dann kassieren die Kasseler in kurzer Folge drei Strafzeiten. Fragwürdig allesamt. Angetrieben vom furios rackernden Michi Christ und gestützt auf den erneut starken Keller Kasten lassen sie in den ersten fünf Minuten nur fünf Torschüsse zu, dann aber trifft Bernhardt per Bauerntrick zum 2:1 (18.).

Angestachelt vom unglücklichen Spielverlauf und den wenigen, aber stimmgewaltigen Fans geben die Hausherren nun weiterhin Vollgas. Sie investierten viel für die Wende. Mit Tempo und intensivem Körperspiel gehen sie gegen die nur 16 Falken-Feldspieler zu Werke.

Allein es zahlte sich nicht aus. Denn die Kasseler bekommen weiterhin ungerechte Strafen, weil die Referees mehrfach das erste (Heilbronner) Foul und schon gar nicht Halten des (gegnerischen) Stocks sehen. Die Folge: Adriano Carciola wird früh in die Kabine geschickt (27.). Und die Huskies haben jetzt in einem rasanten, aber zu hektisch geführten Duell mit klaren Torchancen hüben wie drüben im Sekundentakt auch noch Pech: Alderson erhöht auf 3:1 für Heilbronn, als er Torwart Keller die Scheibe von der Seite beim Abdrehen rückwärts ganz unglücklich durch die Polster schiebt (31.).

Kassel Huskies verlieren 2:5 gegen Heilbronner Falken

Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
 © Schachtschneider
Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
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Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
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Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
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Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
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Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
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Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
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Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
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Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
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Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
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Kassel Huskies gegen Heilbronner Falken
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Aufgeheizt ist die Atmosphäre jetzt, die Luft auf dem Eis und auf den Rängen brennt. Doch der Stimmungstöter lässt nicht lange auf sich warten. Mit Mut und Willen ins Schlussdrittel gestartet, werden die Kasseler eiskalt erwischt. Und wieder hat der überragende Keller Pech. Einen gefährlichen Schuss wehrt er ab, ist auf dem Weg in die andere Ecke, da kommt der Rückpass auf die andere Seite und Lavallee erzielt das 4:1 der Heilbronner (44.).

Nun ist die Luft raus. Auf dem Eis, auf den Rängen. Bis zur 55. Minute. Dann kassieren die Falken binnen 90 Sekunden drei Strafzeiten. Fünf Huskies gegen drei Heilbronner - da geht noch was. Aber leider nur das 2:4 durch Tyler Gron (56.). Mehr nicht. Weil im Überzahlspiel der Huskies nach Wisniewskis Abschied noch eine neue Struktur fehlt. Und weil Ross ins verwaiste Kasseler Tor zum 2:5 den Sack zumacht.

Schiedsrichter: Falten, Ratz.
Zuschauer: 1951
Tore: 1:0 (0:41) Carciola (Ritter, Hungerecker), 1:1 (2:42) Palka (Lavallee, Bernhardt), 1:2 (17:54) Bernhardt (Maylan - 5:4), 1:3 (30:06) Alderson, 1:4 (43:39) Lavallee (Bernhardt, Palka), 2:4 (55:46) Gron (Meilleur, Pimm - 5:3), 2:5 (59:09) Ross (Maylan - 5:6)
Strafminuten: Kassel 8 plus Spieldauer Carciola (für 2 x 10 Minuten); Heilbronn 10.

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