Vier Gegentore im Mitteldrittel

Nach 2:0-Führung: Huskies verlieren Hessenderby gegen Frankfurt 4:5

+

Frankfurt. Eine starke Leistung mit einigen Schönheitsfehlern, aber keine Punkte für die Huskies im ersten großen Hessenderby der Saison.

In einem rasanten, packenden, atemberaubenden Derby, das schon bestes Playoff-Niveau hatte, verloren Kassels Eishockeyspieler nach einer 2:0-Führung bei den Löwen Frankfurt 4:5 (2:0, 0:4, 2:1).

Natürlich war es auch wie erwartet losgegangen in der ausverkauften Eishalle am Ratsweg. Frankfurt machte gleich richtig Druck. Doch Kassel verteidigte gut, stand kompakt, ließ erstmal nur eine Schusschance zu durch Tyler Gron (3.). Die parierte Markus Keller, dem Rico Rossi diesmal den Vorzug im Tor gegeben hatte. Und der Trainer schenkte auch anderen Vertrauen. Er schickte sein neues Nachwuchsduo Yannik Valenti und Tim Lucca Krüger zu Kurzeinsätzen aufs Eis.

Und seine Mannschaft, sie befreite sich nach und nach. Fuhr erste Konter. Durch Stefan Della Rovere. Durch Michi Christ. Durch Braden Pimm. In der 14. Minute war es dann soweit. Andi Reiss bediente Toni Ritter, der zog aus der Drehung ab – es hieß 0:1. Es kam aber noch schöner: Frankfurt bekommt Überzahl. Frankfurt hofft auf den Ausgleich. Doch Kassel kontert. Wisniewski spielt den Pass auf Pimm. Der kommt über rechts, einen Verteidiger vor sich. Täuscht einmal den Schuss an. Täuscht einmal den Pass an – und knallt die Scheibe in den Winkel.

Fotos vom Hessenderby: Löwen Frankfurt besiegen Kassel Huskies 5:4

Das war großartig. Das waren starke 20 Minuten. Was dann kam, war dafür bitter. Im zweiten Drittel ging für die Huskies schief, was schief gehen konnte. Sie hatten Pech mit zwei Lattentreffern. Sie kassierten zwei Tore in Unterzahl und eins mit einem Mann mehr auf dem Eis. Aber sie trafen eben auch, das muss man anerkennen, auf einen nun furioses Tempo-Eishockey spielenden Gegner.

Kam der Anschlusstreffer durch C.J. Stretch (24.) noch durch eine Einzelleistung zustande, so drehten die Gastgeber danach mächtig auf. Vielleicht machten die Huskies den Fehler, dass sie sich auf den offenen Schlagabtausch einließen. Aber es hätte ja auch funktionieren können. Pimms Kracher in Überzahl traf an oder unter die Latte, im direkten Gegenzug nutzte Eric Stephan den Platz zum Ausgleich. Kurios: Das Schiedsrichter-Duo bemühte den Videobeweis, schaute aber den eindeutigen Frankfurter Treffer statt des von den Huskies gefordeten Schusses von Pimm. Da kam das Ergebnis nicht überraschend: Tor!

In doppelter Überzahl brachte Stretch die Löwen dann in Führung (31.). Pech, dass Mike Little zuvor erneut die Latte getroffen hatte, dass die Strafe gegen Alex Heinrich albern war. Und als MacLeod erneut in Überzahl erhöhte, da verteidigten die Gäste zu lässig.

Am Ende aber, da waren die Nordhessen noch lange nicht. Der Schlussabschnitt war keine zwei Minuten alt, da verkürzte Adriano Carciola auf 3:4. Dumm aber: Vier Minuten später erhöhte Stretch auf 5:3. Und es war erneut ein Unterzahltor für die Gastgeber. Das darf den Huskies nicht passieren. Die kamen durch Wisniewski noch einmal heran, kämpften um jede Chance zum Ausgleich, doch die Scheibe wollte einfach nicht mehr ins Tor.

Schiedsrichter: Erdle/Haupt

Zuschauer: 6770

Tore: 0:1(13:33) Ritter (Reiss, Rogl), 0:2 (15:25) Pimm (Wisniewski - 4:5), 1:2 (23:34) Stretch (Gron), 2:2 (27:28) Stephan (Pistilli - 3:4), 3:2 (30:14) Stretch (Tifels, Pistilli - 5:3), 4:2 (33:42) MacLeod (Stretch, Pistilli - 5:4), 4:3 (41:09) Carciola (Merl, Della Rovere), 5:3 (45:12) Stretch (Pistilli - 4:5), 5:4 (51:15) Wisniewski (Pimm - 5:4)

Strafminuten: Frankfurt 20 - Kassel 12.

Der Ticker zum Nachlesen

Live Blog Löwen Frankfurt - EC Kassel Huskies
 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.